Auf YouTube ansehenWann und ob die Abscheidungsanlage für die Luft kommt, lässt sich noch nicht sagen. Laut eines Berichts von EFahrer.com ist aktuell immerhin noch von einem möglichen Einsatz die Rede. Es kann also durchaus passieren, dass die E-Fuels nie kohlenstoffneutral produziert werden, sondern weiterhin Tanklaster das Gas in die entlegene Region bringen.
Teurer Sprit
In gewisser Weise beeindruckt waren die Donut-Reporter auch vom Preis des synthetischen Treibstoffs, der in Chile produziert wird. Aktuell liegt dieser bei etwas unter 10 Euro pro Liter. Einerseits dürften sich hier noch preissenkende Effekte einstellen, wenn die Produktionsmengen sich steigern. Allerdings wird eine CO₂-Abscheidung aus der Luft auch noch einmal viel Energie benötigen, was die Sache wiederum verteuern würde.Porsche hat sich zum Ziel gesetzt, die Produktionskapazitäten in Chile bis zum Jahr 2030 auf 550 Millionen Liter zu steigern. Das entspräche etwa dem, was in Deutschland in nicht einmal einer Woche benötigt wird. Um also allein die Bestandsflotte zu versorgen, müssten mindestens noch über 50 weitere Fabriken dieser Art entstehen und auch sicher ihre Ziele erreichen, ohne dass auch andere Kunden von ihnen bedient werden.
Zusammenfassung
- Porsche hat in Chile erste E-Fuel-Produktionsstätte eröffnet
- CO2-Abscheidungsanlage fehlt, Gas wird per LKW angeliefert
- Produktionsmengen sollen bis 2030 auf 550 Mio. Liter steigen
- Preis liegt bei unter 10 Euro pro Liter
- Klimaneutralität noch nicht gewährleistet
- Weitere Fabriken nötig, um Bestandsflotte zu versorgen
- Energiebedarf für CO₂-Abscheidung würde Preis erhöhen