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Ex-Huawei-Tochter Honor will Apple jetzt auch in Deutschland angreifen

Die frühere Huawei-Tochter Honor bläst einmal mehr zum Angriff auf Europa. Bei einem Interview anlässlich des Mobile World Congress 2023 erklärte Honor-Chef Zhao Ming, dass man Apple und Samsung im hiesigen Markt die Anteile streitig machen will.
Honor
06.03.2023  14:45 Uhr
Wie Zhao während des MWC 2023 laut Caixin verkündete, hat Honor es hierzulande vor allem auch auf den High-End-Bereich des Smartphone-Marktes abgesehen. Um im hochpreisigen Segment des Marktes erfolgreich zu sein, will Honor diverse Partnerschaften mit einer Reihe von Netzbetreibern schließen, die dann die Geräte des chinesischen Herstellers im Rahmen von Mobilfunkverträgen vertreiben können.

Mehr Präsenz in Westeuropa angestrebt

Zhao zufolge wird die Smartphone-Oberklasse hierzulande vor allem von Apple dominiert, da der US-Konzern in diesem Bereich einen Marktanteil von fast 80 Prozent für sich beansprucht. Honor hatte schon im letzten Jahr seine Ambitionen klargemacht, konzentrierte sich aber vor allem auf Märkte wie Finnland, Frankreich, die Tschechische Republik und darüber hinaus vor allem auf Länder außerhalb Europas wie Mexiko, Malaysia und Saudi-Arabien.


In Westeuropa ist der Marktanteil von Honor noch immer gering. Nach Angaben der Marktforscher von IDC kam die Firma in unserer Region im letzten Jahr nur auf 0,4 Prozent Marktanteil nach Stückzahlen und belegte damit den 13. Platz unter den größten Smartphone-Herstellern. In China lag man mit ganzen 18,1 Prozent nur noch hinter Vivo auf Platz zwei und sogar vor Apple, da der US-Computerkonzern in Honors Heimatland zuletzt 16,8 Prozent Marktanteil erreichte.

Um hierzulande in der Oberklasse Marktanteile zu erlangen, setzt Honor zunächst auf das neue Honor Magic 5 Pro, das zum Preis von 1199 Euro auch in Deutschland startet. Das mit einer UVP von 899 Euro etwas günstigere Honor Magic 5 bietet das Unternehmen bei uns zunächst nicht an. Außerdem bringt man das Honor Magic Vs auch in Deutschland in den Handel, bei dem es sich um ein 1599 Euro teures Smartphone mit einem faltbaren Hauptdisplay handelt.

Honor war ursprünglich im Jahr 2013 als Low-End-Marke von Huawei ins Leben gerufen worden. 2020 wurde die Tochterfirma dann an ein staatlich unterstütztes Konsortium verkauft, um so die Lieferketten und andere Teile des Unternehmens unter dem Druck der gegen Huawei verhängten US-Sanktionen zu erhalten. Seitdem hat sich Honor wie erwähnt hochgearbeitet und ist nach Stückzahlen die Nummer 2 in China.

Zusammenfassung
  • Honor bläst zum Angriff auf Europa, möchte Apple & Samsung angreifen.
  • Honor will v.a. im High-End-Bereich erfolgreich sein.
  • Apple hat im hochpreisigen Segment fast 80 % Marktanteil.
  • Honor wurde 2013 als Low-End-Marke von Huawei gegründet.
  • 2020 wurde Honor an staatlich unterstütztes Konsortium verkauft.
  • Nach Stückzahlen Nr. 2 in China.



Transparenzhinweis: Roland Quandt war auf Einladung von Qualcomm auf dem MWC 2023 in Barcelona zu Gast. Das Unternehmen hat einen Teil der Reisekosten übernommen. Dies hat keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.
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