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Deutsche Telekom & O2/Telefonica: 'Smartphones werden zu AR-Brillen'

Geht es nach den großen europäischen Netzbetreibern wie der Deutschen Telekom oder Telefonica/O2, sollen Smartphones langfristig bei vielen Kunden durch Smart-Glasses ersetzt werden. AR-Geräte seien der nächste Schritt, hieß es auf dem Mobile World Congress 2023.
Qualcomm / Goertek
28.02.2023  11:38 Uhr
Vertreter von großen europäischen Netzbetreibern gehen davon aus, dass Smartphones früher oder später einer neuen Generation mobiler Endgeräte weichen werden. Konkret haben sie dabei Augmented-Reality-Produkte im Sinn, also insbesondere Brillen mit "smarten" Funktionen, die dann nicht mehr in der Hand, sondern auf dem Kopf getragen werden sollen.
Goertek AR-Glasses Referenzdesign mit Snapdragon AR2 Gen 1
Qualcomm präsentierte auf dem MWC 2023 unter anderem ein Referenz-Design für AR-Brillen mit Snapdragon-Plattform von Goertek

Bei einer Panel-Diskussion des Chipkonzerns Qualcomm im Umfeld des MWC 2023 erklärte Sven von Aschwege, der bei der Deutschen Telekom als Vice President for Global Strategic Partners die Kooperationen mit diversen Hardware-Herstellern rund um deren mobile Endgeräte leitet, dass man unter den Netzbetreibern große Hoffnungen in Augmented- und Mixed-Reality-Produkte setzt.

Telekom & Telefonica bereiten ihre Netze auf AR-Siegeszug vor

Im Laufe der nächsten Jahre würden die europäischen Netzbetreiber wie die Deutsche Telekom darauf hinarbeiten, ihre Mobilfunknetze für die nächste Generation der mobilen Endgeräte fit zu machen. "Smartphones werden zu Brillen", so Aschwege während der Podiumsdiskussion, wobei Zustimmung auch von Daniel Hernandez Ortega kam, dem VP Group Devices & Consumer IoT von Telefonica.


Qualcomm wirbt auf dem MWC 2023 unter anderem für seine AR-, MR- und VR-Chips, die in immer mehr Headsets und Smart-Glasses zum Einsatz kommen. Unter anderem verkündete man die Vorstellung eines ersten Referenz-Designs rund um den speziell für AR-Brillen entwickelten Snapdragon AR2 Gen 1-SoC, der zusammen mit dem chinesischen Vertragsfertiger Goertek geschaffen wurde.

Von Aschwege betonte mehrfach, dass man zunächst daran arbeitet, die Mobilfunknetze und entsprechende Produkte aus deren Umfeld für die breite Verfügbarkeit von AR-Brillen vorzubereiten. Hinter all den Diskussionen der Branche auf der weltweit größten Mobilfunkmesse stehen unter anderem auch die zahlreichen Berichte über eine baldige Einführung einer AR-Brille von Apple.

Mit deren Verfügbarkeit könnte die Technologie, die hier in Barcelona häufig noch in Form von Konzepten und frühen Prototypen diskutiert wird und noch ein Nischendasein fristet, nach Meinung der Branchenvertreter zum Mainstream werden. Zuletzt war davon die Rede, dass Apples erste AR-Brille wahrscheinlich noch in diesem Jahr auf den Markt kommen wird.

Dass die Netzbetreiber und Netzausrüster Augmented-Reality-Produkte mittlerweile für einen großen Trend halten, machte auf dem MWC 2023 auch der Umstand deutlich, dass Qualcomm und der japanische Mobilfunkanbieter KDDI vor Ort eine Absichtserklärung zur engen Zusammenarbeit in diesem Bereich unterzeichneten. KDDI erklärte dabei, dass man bald mit einer Vielzahl von AR-Geräten rechne und daher beginnt, sein Netz auf deren Ausbreitung vorzubereiten.

Zusammenfassung
  • Netzbetreiber erwarten Ersatz von Smartphones durch AR-Geräte.
  • Netzbetreiber setzen große Hoffnungen in AR-Produkte.
  • Mobilfunknetze werden auf neue mobile Endgeräte vorbereitet.
  • Qualcomm wirbt auf MWC 2023 für AR-, MR- und VR-Chips.
  • Apple könnte bald AR-Brille auf den Markt bringen.
  • AR-Brillen sind noch Nische, könnten aber bald Mainstream werden.



Transparenzhinweis: Roland Quandt ist auf Einladung von Qualcomm auf dem MWC 2023 in Barcelona zu Gast. Das Unternehmen hat einen Teil der Reisekosten übernommen. Dies hat keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.
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