Schluss mit den Spenden: Amazon stampft sein Smile-Programm ein

Stefan Trunzik, 19.01.2023 12:07 Uhr 17 Kommentare
Amazon stellt sein Charity-Programm Smile zum 20. Februar 2023 ein. Mit ihm konnten Kunden ohne Mehrkosten 0,5 Prozent des Einkaufswertes an eine gemeinnützige Organisation spenden. Die Aktion habe "nicht die Wirkung erzielt", die sich der Handelskonzern erhofft hatte. Aktuell informiert Amazon seine Smile-Kunden per E-Mail über die Einstellung des Programms. Der Startschuss fiel bereits im November 2013 in den USA, Deutschland nahm seit 2016 teil. Nach fast einem Jahrzehnt stellt das Unternehmen fest, dass die "Möglichkeiten, etwas zu bewirken, oft zu dünn gesät" sind. Weltweit wurden mehr als eine Million Wohltätigkeitsorganisationen mithilfe von AmazonSmile unterstützt.

Amazon, Otto, Zalando & Co: Die Top 10 Online-Shops in Deutschland
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Gemeinnützige Organisationen, die vom Smile-Programm profitiert haben, sollen weich fallen. Amazon lässt diesen eine einmalige Spende in Höhe von drei Monaten der im Jahr 2022 über Smile erzielten Einnahmen zukommen. Außerdem können bis zur Schließung am 20. Februar 2023 weiterhin Spenden gesammelt werden. Hierfür müssen Kunden ihre Einkäufe über die Webseite smile.amazon.de abwickeln und eine der Organisationen auswählen.

Smile in Deutschland und Österreich

In Deutschland und Österreich stehen bis dato mehr als 20.000 Organisationen zur Auswahl. Von internationalen Hilfsorganisationen bis hin zum lokalen Sportverein ist die Vielfalt vergleichsweise groß. Amazon gibt an, hierzulande und bei unseren Nachbarn bisher über 27,3 Millionen Euro an teilnahmeberechtigte Projekte ausgezahlt zu haben. Weltweit liegt der Spendenbetrag mit Stichtag im Dezember 2022 bei über 446 Millionen Euro.

Der Online-Händler, der sich selbst als einer der führenden Philanthropen in den USA bezeichnet, will auch weiterhin in Bereiche investieren, "in denen man etwas bewirken kann". Die englischsprachige Pressemitteilung berichtet jedoch nur von Projekten in den Vereinigten Staaten. Ob und wie sich Amazon in Deutschland engagieren wird, bleibt abzuwarten.

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