Kahlschlag in der Krise: Amazon will über 18.000 Mitarbeiter entlassen

Roland Quandt, 05.01.2023 11:28 Uhr 13 Kommentare
Amazon will eine deutlich größere Zahl von Mitarbeitern entlassen, als das Unternehmen ursprünglich geplant hatte. Wie das Unternehmen ankündigte, könnten gut 18.000 Angestellte des Online-Versenders ihren Job verlieren - gemeint sind damit nicht Mitarbeiter der Versandzentren. Wie Amazon-CEO Andy Jassy heute in einer Aussendung an die Mitarbeiter des Konzerns verlauten ließ, werde man mehr als 18.000 Stellen streichen, um so auf die Auswirkungen der "unsicheren Wirtschaftslage" zu reagieren. Außerdem habe man während der Coronavirus-Pandemie kurzfristig viele neue Mitarbeiter eingestellt.

Amazon erhöht Zahl der geplanten Entlassungen auf über 18.000

Amazon hatte schon im November die Entlassung von 10.000 Mitarbeitern angekündigt, erhöhte diese Zahl aber jetzt auf "über 18.000". Das Unternehmen will den betroffenen Mitarbeitern mit Entschädigungszahlungen, Gesundheitsvorsorge und Unterstützung bei der Suche nach neuen Jobs unter die Arme greifen.


Die Entlassungen beschränken sich nicht auf die USA, sondern werden auch Mitarbeiter in Europa betreffen, stellte Jassy klar. Die Entlassungen sollen ab dem 18. Januar 2023 erfolgen. Grundsätzlich betreffen die jetzt angekündigten Stellenstreichungen nicht die Mitarbeiter der Versand- und Logistikzentren. Stattdessen geht es um die sogenannte "Corporate"-Belegschaft, also Entwickler, Manager und alle anderen Arten von Stellen, die Amazon innerhalb seiner übergeordneten Konzernstruktur hat.

Die von Amazon angekündigten Entlassungen sind größer als bei allen anderen großen US-Technologiekonzernen, die in den letzten Wochen und Monaten ebenfalls in Aussicht gestellt haben, Jobs streichen zu wollen. Es handelt sich zudem um die umfangreichste Entlassungswelle in der Geschichte des weltweit größten Online-Versenders.

Amazon verzeichnete zuletzt einen Rückgang seines Gewinns gegenüber dem dritten Quartal des Vorjahres um rund neun Prozent. Für das vierte Quartal ging man von einem nur noch geringen Wachstum aus, da auch der Versandgigant nicht gegen die Auswirkungen der in Folge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine stark gestiegenen Inflation und der dadurch stark verschlechterten wirtschaftlichen Lage gefeit ist.

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