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Angebliche Steuerrückerstattung: Behörde legt Betrüger-Telefon lahm

Die Bundesnetzagentur hat einer neuen Betrugsmasche einen Riegel vorgeschoben: Nach Meldungen über Betrüger, die ihre Opfer mit angeblichen Steuerrückerstattungen in die Falle locken wollen, hat die Behörde Rufnummern abgeschaltet.
29.12.2022  20:11 Uhr
Es handelt sich nach ersten Erkenntnissen dabei um eine Reihe an Mobilfunknummern, die für diesen Betrug genutzt wurden: "Wir gehen gegen betrügerische Nachrichten über ‚Steuerrückerstattungen‘ vor, indem wir die missbräuchlich genutzten Rufnummern konsequent abschalten", sagt Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur. Betroffene hatten dabei gemeldet, dass sie per Textnachricht angebliche "Rückerstattungen" in Aussicht gestellt bekamen.

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Diese Rückerstattungen sollten dabei unter anderem vom Finanzamt, einer "Steuerbehörde", des Bundesministerium der Finanzen u.ä. kommen. In den Nachrichten hieß es, man werde eine Auszahlung in Höhe von mehreren Hundert Euro erhalten, müsse dafür aber jetzt schnell handeln.

Perfider Trick

Um die angeblichen Rückerstattungen zu erhalten, sollten die Betroffenen auf einen mitgeschickten Link klicken, so die Bundesnetzagentur. Die Betrüger suggerierten, dass man nur seine Daten vervollständigen müsse, um die Auszahlung in die Wege zu leiten.

Hinter den mitgeschickten Links verbargen sich dann speziell gestaltete Webseiten, die aussahen wie bekannte Banken. Die Opfer sollten sich für ihre Bank entscheiden, das Logo ihre Bank anklicken und sich bei ihren Konten anmelden. So kamen die Betrüger in den Besitz der Login-Daten mehrerer Opfer. Wie viele Geschädigte es gibt und wie hoch der Schaden ist, ist bisher nicht bekannt geworden. Die Bundesnetzagentur warnt nun noch einmal, dass es sich dabei nur um einen Trick zur Ausspähen von Kontodaten handelt. "Tatsächlich liegt keine fällige Rückerstattung vor", so die Behörde.

Das Finanzamt würde sich zudem nicht so bei den Bürgern melden. "Es besteht die Gefahr, dass die ausgespähten Daten für kriminelle Zwecke verwendet werden." Die Bundesnetzagentur warnt davor, in derartigen Kurznachrichten angegebene Links zu öffnen oder anschließend Daten einzugeben.
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