Activision-Blizzard-Übernahme: Die britische Öffentlichkeit ist dafür

Witold Pryjda, 22.12.2022 10:15 Uhr
Die britischen Wettbewerbshüter müssen die Übernahme von Activision-Blizzard durch Microsoft absegnen, die Competition and Markets Authority (CMA) befragt bei ihrer Entscheidungsfindung auch die Öffentlichkeit. Per E-Mail sprach sich dabei eine Mehrheit für das Geschäft aus. Anfang des Jahres hat der Redmonder Konzern angekündigt, Activision Blizzard übernehmen zu wollen. Das geht aber natürlich nicht einfach so, denn Kartellbehörden müssen dem Geschäft die Zustimmung erteilen. Die größten Hürden stellen hier die US-amerikanischen und europäischen Markthüter dar und dort laufen bereits vertiefende Untersuchungen bzw. Klagen.

Drei Viertel für den Deal

Auch in Großbritannien steht der Deal auf dem Prüfstand und die zuständige Competition and Markets Authority befragt nicht nur die Beteiligten und Konkurrenten, sondern auch die Öffentlichkeit. Die CMA bekam und sichtete mehr als 2000 E-Mails und teilte nun mit, dass rund 75 Prozent für eine Microsoft-Übernahme waren (via MSPowerUser): "Von den 2.100 E-Mails, die wir überprüft haben, sprachen sich etwa drei Viertel für den Zusammenschluss aus und etwa ein Viertel dagegen."


In den Mails kamen diverse Aspekte des Deals zur Sprache. So hieß es unter anderem, dass Sony und Nintendo bei Konsolenspielen stärker als Microsoft seien und die Übernahme den Redmondern helfen werde, besser mit den japanischen Unternehmen zu konkurrieren. Die Öffentlichkeit glaubt den Zusagen Microsofts, wonach Call of Duty nicht-exklusiv bleiben werde. Hinzu kommt, dass auch Sony für exklusive Spiele bekannt ist.

Auch der Xbox Game Pass kam zur Sprache, diesen sehen die E-Mail-Einsender als kostengünstige Möglichkeit, an Spiele zu kommen. Activision-Blizzard-Spiele im Game Pass werden auch Sony zwingen, sein eigenes Spiele-Abo zu verbessern.

Natürlich gibt es auch diverse Argumente gegen das Geschäft, die komplette Liste ist in einem PDF einsehbar. Ob eine derartige (nicht repräsentative) Öffentlichkeitsbefragung einen Sinn ergibt, ist aber natürlich eine andere Frage und es ist auch offen, ob und wie weit die CMA die Argumente beherzigt.

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