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Verärgerte Twitter-Nutzer bescheren Mastodon Traumzuwachszahlen

Seit der Übernahme von Twitter durch Elon Musk vergeht kaum ein Tag ohne einen Aufreger und viele Nutzer sehen sich nach Alternativen um. Zwar gibt es kein vergleichbares Netzwerk, das an die Größe von Twitter herankommt, Mastodon freut sich aber über einen Nutzerzuwachs.
20.12.2022  15:51 Uhr
Mastodon gehört sicherlich zu den großen Profiteuren der Ära Musk bei Twitter, denn seit der Übernahme des Netzwerks durch den Tesla-Chef gibt es nahezu täglich einen Grund, Twitter den Rücken zuzukehren. Am vergangenen Wochenende gab es erneut einen Vorfall, der für viele endgültig das Fass zum Überlaufen brachte, denn Musk sperrte mehrere Journalisten (temporär) von seiner Plattform aus. Die meisten der betroffenen Journalisten fanden schnell ein neues Zuhause, und zwar auf Mastodon. Ähnlich erging es auch vielen anderen Anwendern, die genug von Musk und Twitter hatten. Für Mastodon bedeute das einen erfreulichen Zuwachs, man kann teilweise auch von Explosion sprechen.

Denn vor allem dann, wenn Musk wieder irgendeine kontroverse Entscheidung trifft, kommt es zu Abwanderungen in Richtung Mastodon. Heute hat sich dazu auch Mastodon-Gründer Eugen Rochko per Blogbeitrag zu Wort gemeldet und kommentierte vor allem die Vorkommnisse zum Thema ElonJet. Denn das Konto, das den Privatjet des Milliardärs trackt, bezeichnete Musk vor Kurzem als Doxxing (was es aber nicht ist, da diese Daten frei verfügbar sind). Im Zuge der Affäre wurde auch das Mastodon-Konto auf Twitter verbannt.


Willkür auf Twitter

"Dies ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass zentralisierte Plattformen willkürliche und unfaire Beschränkungen dafür auferlegen können, was man sagen darf und was nicht, während sie Ihren Social Graph als Geisel halten", schreibt Rochko. "Wir bei Mastodon sind der Meinung, dass es keinen Mittelsmann zwischen Euch und Eurem Publikum geben muss und dass insbesondere Journalisten und staatliche Einrichtungen nicht auf eine private Plattform angewiesen sein sollten, um die Öffentlichkeit zu erreichen."

Rochko weiter: "Während es an neuen und alten Social-Media-Plattformen nicht mangelt, ist (Mastodon) ein radikal anderer Ansatz für soziale Medien, der etwas bietet, was traditionelle soziale Medien nicht können. Dies mag einer der Gründe sein, warum Mastodon in letzter Zeit an Popularität gewonnen hat und zwischen Oktober und November von ca. 300.000 monatlich aktiven Nutzern auf 2,5 Millionen angestiegen ist, wobei immer mehr Journalisten, Politiker, Schriftsteller, Schauspieler und Organisationen zu Mastodon wechseln."

Der Mastodon-Gründer meint schließlich, dass man wisse, "dass die Pressefreiheit für eine funktionierende Demokratie unerlässlich ist" und sich darauf freue, Mastodon wachsen zu sehen und zu einem Begriff in den Redaktionen auf der ganzen Welt zu werden.

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