Trump verkauft jetzt "heldenhafte" NFTs und macht sich zum Gespött

Witold Pryjda, 16.12.2022 13:12 Uhr 20 Kommentare
Vor einiger Zeit waren NFTs ein großer Hype, es entstand um solche virtuellen Kunstwerke eine gewaltige Blase. Diese ist zwar mittlerweile spektakulär geplatzt, doch das hindert Donald Trump nicht, sich dennoch an eigenen NFTs zu versuchen. Das Ergebnis ist komisch bis peinlich. NFTs, also so genannte Non-fungible Tokens, sind Blockchain-basierte (quasi-)einzigartige Kunstwerke, die man entfernt mit der echten Mona Lisa und deren Reproduktionen vergleichen kann. Es gibt eben nur eine, die im Louvre hängt. So ähnlich funktionieren auch NFTs, auch wenn es hier auch mehrere vermeintliche "Originale" geben kann. Für Kritiker waren NFTs aber vielfach dennoch nur glorifizierte JPGs.

Donald Trump Digital Trading Card

Wie dem auch sei: Der große Boom ist längst vorbei, die Blase ist so schnell geplatzt, wie sie entstanden ist. Das hinderte Donald Trump aber dennoch nicht daran, eine "große Ankündigung" in Aussicht zu stellen (Motto: "Amerika braucht einen Superhelden") und dann seine "Donald Trump Digital Trading Card"-NFTs zu präsentieren.

Donald Trump NFTs

Donald Trump schrieb hier allen Ernstes, dass es sich hierbei um "erstaunliche Kunst" aus seinem Leben und seiner Karriere handle. Wie BBC News berichtet, erklärte der Ex-Präsident auf seinem Haus-Netzwerk Truth Social seinen Fans, was NFTs eigentlich sind: Diese seien "sehr ähnlich wie Baseballkarten, aber hoffentlich viel spannender" und meinte, dass die 99 Dollar teuren "Karten" sich als "großartiges Weihnachtsgeschenk" eignen.

Und was bekommt man für 99 Dollar? Nun, es sind Bilder, die comichafte Glorifizierungen des Ex-Präsidenten zum Inhalt haben, und zwar aus der kompetenten Hand von Photoshop Philipp. Da Worte kaum wiedergeben können, was hier geboten wird, sind einige Beispiele in der Bildgalerie oben zu sehen, nein, zu bestaunen.

Übrigens hat sich Trumps Team auch eine besondere Aktion ausgedacht, um die Sammelkarten zu bewerben. Denn unter allen Käufern wird ein exklusives Treffen mit Trump in seinem Hotel in Mar-a-Lago verlost. "Kleiner" Haken: Die Gewinner müssen Reise und Unterkunft selbst bezahlen (via Insider).

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