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Betrug im Namen von Airlines: Schlag gegen Fake-Hotlines gelungen

Der Bundesnetzagentur ist jetzt ein Schlag gegen Betrüger gelungen, die sich mit viel Aufwand als Hotlines von bekannten Fluggesellschaften ausgegeben hatten. Die Hinterleute machten sich dabei zunutze, dass die echten Hotlines total überlastet sind.
Luke Southern / Unsplash
11.12.2022  09:12 Uhr
Das hat die Bundesnetzagentur mitgeteilt und Informationen über ein Netzwerk von Telefonbetrug veröffentlicht. Die Bundesnetzagentur hat mehrere Rufnummern abgeschaltet, die für betrügerische Fake-Hotlines genutzt wurden. Der Trick ist nicht neu, wurde aber vor allem im letzten Sommer populärer, als viele Fluggesellschaften in der Urlaubshochsaison Probleme mit dem Gepäcktransport hatten. Viele Urlauber kamen von ihrer Reise zurück, ihr Gepäck aber nicht - so mussten sie sich an die Hotlines der Fluggesellschaften wenden. Die Betrüger warteten dabei ganz einfach darauf, dass ihre Opfer sich bei Ihnen meldeten. Ihre Betrugsmasche lief so ab: Die Rufnummern von angeblichen Hotlines verschiedener Fluggesellschaften wurden auf gefälschten Internetseiten beworben. Wer bei Google nach einem Ansprechpartner für die Umbuchung eines Fluges oder wegen Verlusts eines Gepäckstücks suchte, kam auf die gefälschten Webseiten und rief dann die Nummer der angeblichen Airline-Hotline an.

"Die angeblichen Mitarbeiter der Fluggesellschaften versuchten auf den falschen Hotlines Personalausweisdaten, Kontoverbindungen und Kreditkartendaten zu erlangen", schreibt die Bundesnetzagentur. Betroffene wurden dann zum Beispiel aufgefordert, eine Fernwartungs-Software für den PC herunterzuladen, um angeblich schneller Hilfe bereitstellen zu können. "Teilweise wurden Zahlungen an unbekannte Dritte ausgelöst", heißt es zu den bekannten Betrugsfällen. Der Bundesnetzagentur sind Schäden zwischen 200 Euro und 5.000 Euro bekannt.

Verdachtsfälle sollten gemeldet werden

"Wir gehen gegen solche Betrugsversuche vor. Vergewissern Sie sich im Zweifelsfall bei den Fluggesellschaften direkt", rät Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur. Das kann man zum Beispiel mit den Kontaktdaten aus der Buchung der Reise machen.

"Die missbräuchlich genutzten Rufnummern wurden von den Tätern überwiegend unter Verstoß gegen Namens- und Markenrechte der Fluggesellschaften auf Internetseiten beworben und konnten über gängige Suchmaschinen gefunden werden." Die Abschaltung der Hotlines setzt dem nun ein Ende.

Wer Opfer eines solchen Betrugs geworden ist oder einen Betrug vermutet, kann sich an die Bundesnetzagentur wenden und in einem Beschwerdeformular die Anbieter melden. Zudem sollte man bei Verdacht auf Betrug den Vorfall bei der Polizei anzeigen - das geht auch online.
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