Activision Blizzard-Deal: Microsoft ist "bereit, vor Gericht zu kämpfen"

Witold Pryjda, 05.12.2022 12:31 Uhr 4 Kommentare
Das Jahr neigt sich dem Ende zu und es wird wohl auch so enden, wie es begonnen hat, nämlich mit Fragezeichen zur geplanten Übernahme von Activision Blizzard. Denn aktuell ist nicht klar, ob die Wettbewerbshüter den Deal durchwinken werden. Microsoft will jedenfalls kämpfen. Microsoft hat im Januar 2022 bekannt gegeben, dass man Activision Blizzard kaufen will. Ob man das auch wirklich darf, ist allerdings von der Genehmigung durch diverse Wettbewerbsbehörden abhängig. Die entsprechenden Verfahren laufen auch bereits und wie zu erwarten war, wird das 69-Milliarden-Dollar-Geschäft aber nicht einfach so durchgewunken.

Britische sowie europäische Kartellwächter haben bereits eine tiefgehende Untersuchung in die Wege geleitet, in den USA liegt noch keine konkrete Entscheidung dazu vor. Berichten zufolge erwägt die US-amerikanische Handelsbehörde Federal Trade Commission (FTC) aber eine Kartellklage - das wäre das schärfste mögliche Vorgehen gegen dieses mögliche Geschäft.


Microsoft ist bereit

Derzeit ist allerdings nicht klar, ob es tatsächlich so weit kommt. Denn es gibt Branchenkenner, die einer solchen Klage nicht viele Erfolgsaussichten attestieren und so wird sich sicherlich auch die FTC genauestens überlegen, ob man sich das tatsächlich antun will.

Sollte es dazu kommen, ist Microsoft aber bereits vorbereitet. Laut Informationen des Wirtschaftsportals Bloomberg ist der Redmonder Konzern "zum Kämpfen bereits", sollte die FTC die Sache tatsächlich vor Gericht bringen.

Dazu kommt, dass es offenbar auch innerhalb der FTC Gegenstimmen gibt. Mindestens ein demokratisches Mitglied des vierköpfigen Gremiums der Behörde soll laut Informationen der New York Post das Vorgehen der FTC-Chefin Lina Khan ablehnen und gegenüber der Übernahme aufgeschlossen sein. Damit könnte es zwei Stimmen geben, die das Geschäft befürworten, da das alleinige republikanische Mitglied Christine Wilson bereits Zustimmung signalisiert haben soll.

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