E-Book-Piraterie: Z-Library jetzt auch nicht mehr via Tor erreichbar (Update)

Witold Pryjda, 23.11.2022 14:11 Uhr 1 Kommentare
Anfang November haben US-Behörden die illegale Bibliothek Z-Library geschlossen oder besser gesagt nahezu alle Domains des Angebots beschlagnahmt. Über das Tor-Netzwerk war Z-Library aber nach wie vor erreichbar. Doch das ist seit Kurzem nicht mehr möglich.
Update vom 23.11.2022: Wie sowohl Torrentfreak als auch zahlreiche unserer Leser feststellten, ist die Z-Library nach längerer Downtime jetzt doch wieder im Tor-Netzwerk erreichbar. Wir danken den News-Einsendern für die Hinweise!

Mit rund zwölf Millionen Büchern ist die Z-Library die größte Sammlung von illegal kopierten E-Books im Internet, seit Kurzem muss man aber wohl von "war" sprechen. Denn vor gut zwei Wochen haben die US-amerikanische Bundespolizei Federal Bureau of Investigation (FBI) und das Department of Justice (DoJ) mehr als 240 Domains beschlagnahmt.

Dies bedeutet, dass die Z-Library auf reguläre Weise über den Browser bzw. das offene Web nicht mehr erreichbar war. Wer dennoch an die Bücher der Piraterie-Bibliothek kommen wollte, dem konnte das aber noch gelingen, und zwar mithilfe des Tor-Netzwerks. Das war auch nach der Verhaftung eines russischen Pärchens, das hinter Z-Library stehen soll, der Fall und deutete darauf hin, dass am Betrieb der illegalen Bibliothek auch andere beteiligt sind.


Auch über Tor nicht mehr erreichbar

Doch wie TorrentFreak berichtet, hat sich Z-Library in den vergangenen Stunden und Tagen auch aus dem sogenannten Dark Web verabschiedet. Denn alle, die versuchen, die .onion-Domains zu erreichen, müssen erfahren, dass dies derzeit oder vielleicht sogar auf Dauer nicht mehr möglich ist. Momentan bekommen Nutzer die folgende Nachricht: "Onionsite nicht gefunden. Die wahrscheinlichste Ursache ist, dass die Onionsite offline ist. Wenden Sie sich an den Onionsite-Administrator."

Es ist derzeit nicht bekannt, ob dahinter "nur" technische Probleme stehen oder ob irgendwelche Behörden etwas damit zu tun haben. Komplett unerreichbar ist Z-Library deshalb auch nicht, denn über das Invisible Internet Project (I2P) kann man auf die Piraterie-Bibliothek noch zugreifen. Laut TorrentFreak basiert I2P auf Peer-to-Peer und zielt darauf ab, ein unzensierbares, anonymes und sicheres Kommunikationssystem zu sein.

Siehe auch:
1 Kommentare lesen & antworten
Folge WinFuture auf Google News
Verwandte Themen
Filesharing
Desktop-Version anzeigen
Hoch © 2022 WinFuture Impressum Datenschutz Cookies