Twitter mal hü, mal hott: Musk pausiert Verifizierung, hat große Pläne

Witold Pryjda, 22.11.2022 09:20 Uhr 3 Kommentare
Elon Musk hat Twitter im Oktober übernommen und seither ist das Thema ein Dauerbrenner. Viele sehen dem Treiben neugierig zu und der CEO liefert auch ab. Denn täglich gibt es Aufreger und auch immer wieder 180-Grad-Wenden. Nun sind wieder mal die blauen Haken dran. Ja, nein, vielleicht, nein, ja, bald, doch, ja, nein, irgendwann. So in etwa könnte man überspitzt das "Was bisher geschah" hinsichtlich der blauen Verifizierungshäkchen zusammenfassen. Denn Elon Musk ändert seine Pläne dazu täglich, wenn nicht sogar gefühlt stündlich. Nun hat der neue Besitzer und CEO des Kurznachrichtendienstes erneut eine Komplettwende hingelegt.

Twitter Blue kommt - irgendwann

Denn die kostenpflichtige Verifizierung für alle soll, nicht wie zuletzt geplant, Ende November kommen, sondern wird bis auf Weiteres gestoppt. "Die Wiedereinführung von Blue Verified wird so lange aufgeschoben, bis sichergestellt ist, dass die Nachahmung unterbunden wird." Gemeint sind damit die zahlreichen Scherze und Troll-Aktionen, die es gab, als die blauen Haken für alle kurzzeitig offenstanden.

Man ist bei Twitter intern offenbar zum Schluss gekommen, dass das System in seiner derzeitigen Form nicht tragbar ist. Und Musk hat auch schon angekündigt, wie man das Ganze anpassen wird, nämlich mit unterschiedlichen Häkchen-Farben für Menschen sowie Organisationen.

Verschlüsselung geplant

Musk hat außerdem im Hauptquartier des Unternehmens seine Pläne für "Twitter 2.0" präsentiert und The Verge hat dazu die Unterlagen zugespielt bekommen. So hat der neue CEO u. a. angekündigt, dass Chat-Nachrichten künftig verschlüsselt sein werden, zudem soll Twitter Video- und Sprach-Anrufe unterstützen, diese sollen ebenfalls verschlüsselt sein.

Musk: "Wir wollen es den Nutzern ermöglichen zu kommunizieren, ohne dass sie sich Sorgen um ihre Privatsphäre machen müssen bzw. ohne, dass sie sich Sorgen machen müssen, dass eine Datenpanne bei Twitter dazu führt, dass alle ihre DMs im Internet auftauchen, oder dass jemand bei Twitter ihre DMs ausspionieren könnte." Die Idee bzw. Pläne zu verschlüsselten Direktnachrichten sind nicht neu, Twitter hat hierzu bereits diverse Versuche gestartet, diese aber nie ganz durchgezogen. Musks Vorbild ist hier Signal, vom sicheren Open-Source-Messenger erhofft man sich auch Hilfe.

Was ist Mastodon und wie funktioniert es? Fragen und Antworten zur Twitter-Alternative
Siehe auch:
3 Kommentare lesen & antworten
Folge WinFuture auf Google News
Verwandte Themen
Twitter Tesla Soziale Netzwerke Elon Musk
Desktop-Version anzeigen
Hoch © 2022 WinFuture Impressum Datenschutz Cookies