Deutscher Zoll beschlagnahmt Flammenwerfer der Boring Company

[o1] pcfan am 19.11. 11:57
Das Ding it genauso ein Flammenwerfer, wie das Teil, was ich für die Unkrautvernichtung verwende.

Es ist ein simpler Gasbrenner, wie man ihn im Baumarkt kaufen kann, nur mit dem Chassis einer Super Soaker.
[re:1] DON666 am 19.11. 12:10
@pcfan: Hat denn die Flamme des Teils, dass du zur "Vernichtung" von "Unkraut" verwendest, auch eine Reichweite von mehreren Metern? Ich dachte immer, das wären eher so Gasbrenner mit einer ziemlich kurzen Flamme...
[re:1] pcfan am 19.11. 12:14
@DON666: Durchaus, aber mit einer kleinen Modifikation am Ventil lässt sich das ändern.

Ein ECHTER Flammenwerfer reicht 30-100 Meter weit und die Flammen "kleben" am Ziel, da sie eine Brennbare Flüssigkeit verschießen.
[re:1] bigspid am 19.11. 12:28
@pcfan: Jo genau, ein Flammenwerfer spritzt eigentlich nur eine brennbare Flüssigkeit sehr weit raus, die bei Austritt entzündet wird. Dabei brennt dann die Flüssigkeit am Ziel und wirkt als Brandbeschleuniger.

Der "Flammenwerfer" von der Boring Company ist eher ein überdimensionierter Gasbrenner. Allerdings durch Handhabung und Reichweite verletzt es einige Punkte des Waffengesetzes und fällt somit darunter. Der Kunde hätte vor Einlieferung nach Deutschland die "Waffe" erst untauglich modifizieren lassen müssen, sodass er sie ausschließlich als Schaugegenstand nutzen kann und sie nicht mehr ohne Weiteres schussbereit bekommen kann. Und selbst dann muss so eine Lieferung vorher angemeldet und genehmigt lassen werden (auch die entsprechenden Modifikationen). Sonst könnte sich ja jeder Schusswaffen ohne Bolzen zusenden lassen und den dann vor Ort nachrüsten.
[re:2] DON666 am 19.11. 12:38
+6 -2
@pcfan: Ja, dass ein Militärflammenwerfer sowas wie Napalm verschießt, ist mir schon klar. Aber auch eine entsprechend große Gasflamme dürfte schon "nicht nett" sein, um das mal harmlos auszudrücken.
[re:1] pcfan am 19.11. 12:52
+7 -4
@DON666: Es ist trotzdem kein Flammenwerfer.
Es ist ein Gasbrenner.
[re:2] DON666 am 19.11. 14:11
+6 -1
@pcfan: Ja, aber wenn das Waffenrecht nun mal hierzulande Gasbrenner in dieser Ausführung nicht zulässt, muss der Kunde da halt mit leben. bigspid hat das ja anschaulich erläutert.
[re:3] Winnie2 am 19.11. 15:13
+1 -1
@DON666:
Ein echter Flammenwerfer nutzt brennbares Öl, z.B. Heizöl, welches mit hohem Druck durch eine Düse gepresst wird vor der sich eine mit Gas betriebene Flamme befindet.
[re:4] pcfan am 19.11. 16:08
+3 -2
@DON666: DAGEGEN sag ich ja nix. Ich sag nur, dass es kein Flammenwerfer ist.
[re:4] dpazra am 19.11. 15:59
+3 -1
@pcfan: Du kannst das modifizierte Gerät ja Mal testweise mit ins Reisegepäck nehmen und dem Zoll die Modifikation erläutern. Ich wäre mir nicht so sicher dass du es dann wieder aus dem Sicherheitsbereich mitnehmen kannst.
[re:1] pcfan am 19.11. 16:08
+3 -1
@dpazra: Das WILL ich gar nicht. ich bin völlig einverstanden mit dem Zoll.

Ich bin nur dagegen, das Teil "Flammenwerfer" zu nennen.
[re:5] Fropen am 19.11. 16:55
+ -
@pcfan: du wirst es aber nicht bereits mit diesen Modifikationen kaufen können und dürfen.
[re:2] BeanyR am 21.11. 09:19
+ -1
@pcfan: Wir wären nicht in DE, wenn diese unlogische Verbot nicht greifen würde.
[re:1] pcfan am 21.11. 09:20
+1 -1
@BeanyR: Das Verbot is völlig in Ordnung.
Ich bin nur gegen die Bezeichnung Flammenwerfer.
[re:3] Fanta4all am 21.11. 11:52
+ -
@pcfan: Hier geht es beim Zoll wohl eher darum, das es aussieht wie eine Waffe. Das könnte zu Verwechslung führen, die dann wiederum zu Verletzungen führen könnten.

Aus diesem Grund ist die "Waffe" unerwünscht.
[re:1] pcfan am 21.11. 12:25
+ -
@Fanta4all: Wie bereits mehrfach hier gesagt, ich bin mit der Entscheidung des Zolls zu 100% Einverstanden.

Ich where mich nur gegen die Bezeichnung "Flammenwerfer".
[re:1] Fanta4all am 21.11. 12:48
+ -
@pcfan: Er wirft doch Flammen :)
Wird ja nicht vorgeschrieben wie weit die "geworfen" werden müssen.

Letztlich ist auch ein Feuerzeug ein Flammenwerfer :)
[re:1] pcfan am 21.11. 13:01
+ -
@Fanta4all: Flammenwerfer:

"im Nahkampf eingesetzte Waffe, bei der flüssiger Brennstoff verspritzt wird, der sich beim Ausströmen entzündet"
[re:2] Breaker am 21.11. 13:59
+ -
@pcfan: Passt doch, ist Flüssiggas ^^
Gegenfrage, wie würdest du das Teil denn bezeichnen? "Fast ein Flammenwerfer"?
[re:3] pcfan am 21.11. 14:12
+ -
@Breaker: Gasbrenner. Und nein, er verspritzt kein Flüssiggas. Das Gas ist Gasförmig, wenn es die Münudng verlässt.
[re:4] Breaker am 21.11. 14:17
+ -
@pcfan: Das triffts aber auch nicht (https://de.wikipedia.org/wiki/Brenner_(Ger%C3%A4t) bzw. https://de.wikipedia.org/wiki/Feuerung#Gasbrenner).
Gaswerfer?
In deiner Definition da oben steht übrigens nicht, dass der Brennstoff beim Austritt nicht vergast werden darf, da steht lediglich, dass der Brennstoff selbst flüssig sein muss, und das ist er.
[re:5] pcfan am 21.11. 14:18
+ -
@Breaker: Überdimensioniertes Feuerzeug.
[o2] Revier-Engel am 19.11. 13:12
+6 -4
Es sieht einer echten Waffe zu ähnlich und darf deswegen (und wegen seines eigentliche Einsatzzweckes) nun mal nicht in Deutschland eingeführt werden.
Wenn der Spinner aus den USA meint daß man sowas unbedingt brauch, soll er das im Waffennarrenland Nr.1, den USA, verkaufen, aber nicht in Deutschland.
Es sind schon genug Deppen mit Softairwaffen durch die Straßen oder Innenstädte gelaufen und mit Polizeigroßaufgeboten dann festgenommen worden, obwohl es eine relativ harmlose Softairwaffe war. Der Anschein reicht eben schon aus!
DAS braucht hier echt keiner.
[re:1] tommy1977 am 19.11. 13:55
+7 -1
@Revier-Engel: Softair ist alles andere als harmlos, solange man die richtigen Stellen trifft...daher auch Schutzbrillen. Die Dinger sind sehr genau, auch auf viele Meter, was man an diversen Sniper-Videos sieht. Solange das als Sport betrieben wird, ist alles OK, wenn die Regeln beachtet werden. Ich selbst spiele Paintball, was ohne Schutz nicht weniger gefährlich ist. Daher meine Meinung, dass alles, was auch nur annähernd wie eine Waffe aussieht, nichts im öffentlichen Bereich zu suchen hat! Wer sammelt, OK...aber dann wirklich bitte mit allen Nachweisen, dass die Waffe nicht abschussbereit ist.
[re:2] DON666 am 19.11. 14:16
+2 -2
@Revier-Engel: Aus dem Grund müssen Softair-Waffen ja in den USA auch zwingend diese knallorangefarbene Mündung haben, damit sie von echten unterschieden werden können und die Polizei nicht direkt den Träger über den Haufen schießt. Ich weiß nicht, ob dieses Gesetz hier auch in der Form besteht, aber "Anscheinswaffen" darf man ja auch hier nicht offen draußen tragen. Kann ich nachvollziehen. Ich habe selber ein M4-A1 Softair in "Originalfarbe", und da sieht man dann halt auch nicht direkt, ob das Ding real ist oder nicht.
[o4] seti40s am 19.11. 15:02
+5 -3
Also, ich habe so ein Ding aus Spaß mitgenommen, es hat zwar ein "irres Design", reicht aber gerade mal zum Abbrennen von Unkraut. Das Gegenstück ist in jedem Baumarkt frei zu kaufen und da hat, auch im Design, weder Zoll, noch StA was einzuwenden. Der Österreichische Zoll hat übrigens kurz auf der Beschreibung und Homepage nachgesehen und drinnen war's in Österreich ohne weitere Probleme. Warum der Deutscher Zoll Probleme macht macht und sogar die Staatsanwaltschaft einschaltet, ist mir unverständlich, zumal nicht mal die Grundlagen einer Anscheinswaffe vorliegen, was sich sofort aus der Bestandteilliste ergibt. Hochdeutsch: nix Anschein zum Schießen, nix Anscheinwaffe (steht klar im - deutschen - Gesetzestext, nicht mal eine Regelung für Softair-Waffen käme zum Einsatz). Es ist als Sammlerstück und zur Verwendung im privaten Bereich also frei und kann jederzeit importiert werden.

Ob man das Ding aber unbedingt braucht, sei wirklich dahingestellt, ich sehe das Gehäuse immer noch als Gag ähnlich einer Zigarettenpistole, zu viel was anderen ist es auch nicht zu gebrauchen.
[re:1] Deafmobil am 19.11. 23:24
+1 -2
@seti40s: die deutsche Zoll denkt die Flammenwerfer ist eine gefährliche Waffe. Man müsste vorstellen was die Flammenwerfer alles anrichten kann. Abbfackeln und auch als Tatwaffe verwenden. Deshalb ist diese Flammenwerfer illegal und verboten. Ein Rambo Kampfmesser oder Klappmesser ist bei uns in Deutschland auch verboten.
[re:1] elperdido am 20.11. 11:14
+1 -2
@Deafmobil: weder "Rambomesser" noch Klappmesser sind ,soweit es nur den Besitz und nicht das führen betrifft (Ausnahmen zb.Berufsausübung/Brauchtum)verboten weil sie keine technischen Besonderheiten besitzen die nicht auch jedes Brotmesser oder Kellnermesser erfüllt.
[re:2] bgmnt am 20.11. 20:38
+ -1
@Deafmobil: "Rambo-Messer" und Klappmesser sind per se nicht verboten. Du darfst auch Schwerter zuhause haben, und das sind auch nur lange Messer. Du darfst sie nicht führen, ergo schnell einsatzbereit in der Öffentlichkeit herumtragen, besitzen und privat damit rumspielen ist kein Problem, wobei für beruflichen Einsatz und Brauchtum dürfen sie geführt werden.
Ob der Not-A-Flamethrower illegal ist, wird jetzt wohl das Gericht entscheiden. Letztendlich kann das Ding nicht viel und ist technisch sehr weit von einem echten Flammenwerfer entfernt.
[re:2] Fropen am 21.11. 08:32
+ -1
@seti40s: versuch mal eine Nerf Prometheus zu importieren.
Die verschießt nur Schaumstoffkugeln und wird schon aufgrund der zu hohen Austrittsgeschwindigkeit beschlagnahmt.
Und damit kannst du nicht mal jemanden verletzen.
[o5] Norbertwilde am 19.11. 19:03
+3 -3
Ich kann schon nachvollziehen, warum der Zoll hierzulande so reagiert. Der Zoll vollstreckt hier nur nach Recht und Gesetz. Der Käufer hätte sich jederzeit über die Einfuhrbestimmungen für gewisse Gegenstände informieren können, und danach handeln. Dann wäre der Ärger mit Zoll und Staatsanwaltschaft wohl vermeidbar gewesen. Nun wird er wohl mit der Einziehung und einer Geldstrafe rechnen können.
[o6] Deafmobil am 19.11. 23:16
+ -4
Heute kann man mit 3D Drucker alles machen. Und Zubehörteile gibt auch aus dem Baumarkt.
Damit kann man alles selbst basteln und modifizieren was man möchte.
[re:1] StefanW8 am 20.11. 09:37
+ -1
@Deafmobil: da kommt die Gesetzeslage erst langsam hinterher, aber sie kommt. Und solange man straffrei Bauanleitungen hochladen kann, was hindert mich daran, welche mit ein paar strukturellen Fehlern hochzuladen, so das das Teil in den Händen hochgeht und der nie wieder etwas basteln wird?
Da vertrau ich doch eher auf ein industriell gefertigtes und sicherlich auch getestetes Produkt. Zumal sich gerade bei diesem Musk keine Unfälle erlauben konnte, da es ein reines Marketingprodukt ist.
Und die meisten, die auf dumme Gedanken kommen, sind glücklicherweise zu dumm, einen 3D-Drucker anzuschließen, geschweige denn die Pläne zu finden. Wenn einen die Qualitätsmedien nicht mit der Nase drauf stoßen.
[re:1] elperdido am 20.11. 11:15
+ -2
@StefanW8: selbst mit dem tollsten 3d Drucker lässt sich keine Munition oder deren chemische Bestandteile herstellen und die Herstellung von Schwarzpulver ist der Menschheit seit Jahrhunderten bekannt
[re:2] elperdido am 20.11. 11:16
+ -2
@Deafmobil: Jupp und mit mehr möglichkeiten als ein büchsenmacher vor 150 oder 200 Jahren hatte
[o7] paradonym am 20.11. 10:44
+ -2
das muss doch kein Strafverfahren sein. der Zoll muss einfach nur den großen Waffenschein sehen und gut.

wie bei jedem Laserpointer, nur das bei Laserpointern noch eine Sondergenehmigung für Laserschusswaffen vom lieben Staat gezeigt werden muss.
[o8] Redbull007 am 20.11. 23:58
+ -3
Armes Deutschland, jetzt muss ich wohl aufpassen wenn ich ein unkraut vernichter kaufe oder zb. für Kinder Pistole und Gewehr kaufe 🤣 kann man nur lachen
[o9] J-M-L am 21.11. 10:17
+ -1
hat es hier einige bereits das Gehirn verbrannt oder wie lassen sich diese herunterspielenden Aussagen erklären?
[10] take1 am 21.11. 10:51
+ -1
Burn baby burn!
[11] D4rk3n3mi3 am 24.11. 13:33
+ -
Darf man jetzt auch keine Gasbrenner mehr durch den Zoll schicken?
Unglaublich... das Teil als Waffe anzusehen ist total übertrieben...
oder

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