Aller guten Dinge sind drei: Artemis ist gestartet und fliegt zum Mond

Witold Pryjda, 16.11.2022 09:26 Uhr 8 Kommentare
Es ist vollbracht: Nach mehreren Fehlversuchen, bei denen das Space Launch System (SLS) auf dem Boden bleiben musste, hob die neue Mondrakete der NASA heute Morgen unserer Zeit ab. Damit ist Schritt 1 zur geplanten Rückkehr der Menschheit auf den Mond gelungen. Artemis I und das Raumschiff Orion sind in der Nacht - um 01:47 US-Ostküstenzeit bzw. 07:47 Uhr unserer Zeit, um genau zu sein - in den Nachthimmel gestartet. Die vier Haupttriebwerke der Rakete sowie die zwei seitlichen Feststoff-Booster haben ohne ersichtliche Probleme funktioniert, für die Wissenschaftler und Techniker der NASA wurde damit jahrelange Arbeit und Entwicklung belohnt.

Orion: gut drei Wochen zum Mond und zurück

Artemis I oder besser gesagt Orion ist freilich unbemannt, ansonsten soll der Flug zum Mond aber weitgehend so simuliert werden, wie er auch später ablaufen soll. Das bedeutet, dass sich die Raumkapsel mehr als drei Wochen im All befinden wird, darunter wird sie sich sechs Tage in einem entfernten rückläufigen Orbit des Mondes positionieren. Nach 19 Tagen wird sich Orion auf die Rückreise zur Erde machen, der Splashdown im Pazifischen Ozean soll an Tag 26 der Mission erfolgen.



Zu Anfang ist Artemis 1 noch als Rakete unterwegs, die seitlichen Booster wurden allerdings bereits nach wenigen Minuten abgestoßen. Die Oberstufe und damit Orion werden dann nach rund zwei Stunden abgetrennt. Am nächsten Montag wird das Raumschiff dem Mond auf etwa 96 Kilometer nahekommen.

Für die NASA ist der erfolgreiche Start des Space Launch System sicherlich eine große Erleichterung. Denn nach jahrelanger Arbeit gab es im vergangenen Sommer den ersten Startversuch, doch dieser musste abgebrochen werden. Im September folgte dann ein Zweiter, doch auch dieser konnte nicht erfolgreich abgeschlossen werden. Zu diesem Zeitpunkt gab es auch schon Stimmen, die sich fragten, ob die rund 100 Meter hohe Rakete jemals abheben wird. Das ist nun gelungen und soll in den nächsten Jahren noch rund 20 weitere Male passieren.

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