Musk warnt: Twitter-Pleite droht, auf Mitarbeiter warten harte Zeiten

[o1] MichaW am 11.11. 09:43
+9 -
Der Tesla- und SpaceX-Chef schreibt (via The Verge): "Es tut mir leid, dass dies meine erste E-Mail an das gesamte Unternehmen ist, aber es gibt keine Möglichkeit, die Nachricht zu beschönigen."

Wenn man jetzt nur wüsste, wer am aktuellen Abstieg maßgeblich beteiligt wäre...
Keine Ahnung.
[re:1] bigspid am 11.11. 11:00
+5 -4
@MichaW: Das alte Management natürlich! In 8 von 10 Jahren Miese gemacht, Twitter seit Langem im maroden Zustand, mehrfach kurz vor Insolvenz, Kündigungswelle geplant, aber bis zur Übernahme zurück gehalten. Man kann von Musk halten was man will, aber ihm jetzt die Schuld an der derzeitigen Lage zu geben ist ziemlich naiv.

Klar, er macht es auch nicht wirklich besser, aber man kann ein gut funktionierendes Unternehmen nicht binnen 2 Wochen in die Insolvenz treiben.
[re:1] pcfan am 11.11. 11:16
+2 -
@bigspid: Das stimmt.
Das aber zu übernehmen in dem Zustand, das war dämlich.
[re:2] witek am 11.11. 11:30
+4 -
@bigspid: Das ist wirtschaftlich naiv und teilweise falsch. Für die Übernahme hat Musk u. a. 13 Mrd. Dollar Schulden aufgenommen. Offiziell hat die aber nicht er persönlich, sondern Twitter an der Backe. Twitters Wirtschaftlichkeit war zwar schon vorher nicht gerade berühmt, aber zum Pleitekandidat ist das Unternehmen erst durch die Übernahme geworden.
Siehe auch: https://winfuture.de/news,132759.html
Das mit den 8 von 10 Jahren ist übrigens auch nur die halbe Wahrheit, weil man in den letzten vier Jahren genauso oft in den schwarzen Zahlen lag wie in den roten.
Von dem Chaos, das Musk mit jedem (teils politisch motivierten) Tweet anrichtet, spreche nicht jetzt nicht einmal - siehe im Artikel bei "Catch-22".
[re:1] bigspid am 11.11. 12:18
+1 -
@witek: Ok das mit den zusätzlichen Schulden war mir nicht bekannt. Aber die aktuellen Quartalszahlen bis 2013 zurück hab ich mir angesehen, da war nur 2018/19 eine positive Jahresbilanz, ansonsten gab es immer wieder bessere und schlechtere Quartalszahlen in 2020-Q2 2022, allerdings war die Jahresbilanz dennoch immer rot. Und von 2013-2017 war kein schwarzes Quartal dabei. In 2013 oder 2014 war aber auch schon das Aus für Twitter in Diskussion. Ich weiß nicht mehr wie das abgewendet wurde, aber auch damals schon war Twitter ein Pleitekandidat. Die Pandemie, vor Allem die Lockdowns Q2 2020 zeigen sich in der Bilanz auch sehr stark mit >1,3 Mrd USD Verlust.
[re:3] MichaW am 11.11. 11:51
+1 -
@bigspid: Naja, mit so was schafft man kein Vertrauen für Werbekunden:

Nachdem mehr und mehr Werbekunden aufgrund der Vorkommnisse auf Distanz zu Twitter gehen und keine Anzeigen mehr auf der Plattform des Kurznachrichtendienstes mehr schalten, hat Twitter-CEO Elon Musk damit gedroht, diese Unternehmen bloßzustellen.

Elon Musk, dem auf Twitter mehr als 114 Millionen Menschen folgen, sprach in diesem Zusammenhang von "name & shame" und kündigte damit indirekt an, möglicherweise Namen nennen und Schande über die entsprechenden Unternehmen bringen zu wollen.
[re:1] bigspid am 11.11. 12:20
+ -
@MichaW: Dass Musk fast nur Mist baut ist kein Geheimnis und will ich auch überhaupt nicht abstreiten. Nur dass er allein an der Pleite verantwortlich sein soll ist eben auch nicht die ganze Wahrheit.
[re:4] feikwf am 11.11. 12:21
+2 -
@bigspid: Naiv ist, ihm nicht die Schuld an der Lage zu geben! Wenn das Unternehmen in diesem Zustand war und er (bzw. zum Großteil seine Geldgeber) 44 Milliarden dafür zahlen, dann kann es eben ganz schnell den Bach runter gehen. Es sollte klar sein, dass Musk so leichtfertig kein Geld mehr von Geldgebern bekommt. Diese Übernahme, gepaart mit seiner Gesinnung dürften seinen Ruin einleiten.
[re:1] bigspid am 11.11. 12:26
+ -
@feikwf: Selbst wenn Musk kein Übernahmeangebot gemacht hätte, wäre es in diesem Jahr zu den Entlassungen gekommen. Das war bereits angekündigt (oder durchgesickert). Musk hat das Ganze vielleicht beschleunigt.

Ich denke (und hoffe) auch, dass Musk so bald keine Investoren mehr findet. Er ist in den letzten Jahren komplett abgehoben und hat schon lange keinen Boden mehr unter den Füßen gespürt.
[re:5] Drachen am 11.11. 18:01
+ -
@bigspid: "... man kann ein gut funktionierendes Unternehmen nicht binnen 2 Wochen in die Insolvenz treiben."
Aber er versucht es trotzdem.
Vielleicht schafft er es sogar, denn er ist ja der Musk und der kann bekanntlich (fast) alles.
[o2] Benno1 am 11.11. 09:43
+3 -5
Diese PLEITE hat - wenn - MUSK doch selbst PRODUZIERT, zumindest dafür gesorgt dass es so kommen könnte ???!!!
[o3] Twinks am 11.11. 10:27
Dumm gelaufen... Musk hat den Mund zu voll genommen und zahlt jetzt den Preis. Was glaubt er eigentlich wieviele Leute den blauen Haken abonnieren wenn jeder Clown ihn bekommen kann? Und wieviel Haken braucht er um einen Werbekunden wie Ford oder Volkswagen zu ersetzen?
Es ist eben etwas anderes den Markt für Kryptowährungen mit "spassigen Aussagen" zu manipulieren oder aus einer Laune heraus die Ansage zu machen ein 40 Milliarden Dollar-Unternehmen zu kaufen.
Und wenn der Mann tatsächlich glaubt er könnte mit dem streichen von Home-Office und Urlaubssperren irgendetwas erreichen sollte er vielleicht aufhören Bücher über den Manchester-Kapitalismus zu lesen.
Anstelle der amerikanischen Regierung würde ich mir auch lsngsam Gedanken machen ob SpaceX mit dem derzeitigen CEO ein verlässlicher Partner für die NASA ist.
Der Mann dreht komplett frei und ist eine tickende Zeitbombe. Genie und Wahnsinn gepasrt mit einer ungesunden politischen Gesinnung.
[re:1] Stylos am 11.11. 13:12
+ -
@Twinks: word
[o4] burkm am 11.11. 10:32
+1 -
Na, ist doch eine positive Entwicklung, wenn sich E. Musk auch dafür verantwortlich zeichnen kann... :-)
[o5] karlo73 am 11.11. 10:38
+2 -
Hier gibts einen Ausführlicheren Artikel dazu. Außerdem droht ihm Ärger mit US-Behörden, weil durch den Rauswurf wichtiger Mitarbeiter ein Datenschutzabkommen nicht mehr eingehalten werden kann!

https://www.t-online.de/digital/internet-sicherheit/internet/id_100078590/zwei-wochen-nach-twitter-uebernahme-elon-musk-schliesst-insolvenz-nicht-mehr-aus.html
[o6] barnetta am 11.11. 12:42
+ -
Ein Schelm wer nun denkt, dass Musk durch eine Twitter Pleite indirekt noch Steuern sparen könnte, da man bei einem Konkurs sicher Steuerabzüge geltend machen kann, LOL. Der Typ kommt am Ende anstatt Milliarden Schulden noch mit einem Plus raus.......wartet nur ab.
[o7] zivilist am 11.11. 14:51
+ -
Der hätte sich den Stress sparen sollen. Chef von Tesla- und SpaceX (plus Starlink) reicht ja wohl völlig aus.
[o8] Jon2050 am 11.11. 15:21
+ -
Ich frage mich, was für Entwickler noch bei so einem Unternehmen bleiben. Die, die so gut sind, dass sie auch leicht woanders Jobs finden, dürften sich bei der neuen Stimmung in der "Führungsetage", abspringende Kunden, mehr Crunch, gestrichene Urlaube und Privilegien, doch schnell nach Alternativen umsehen. Übrig bleiben doch eigentlich nur die, die nirgends sonst was finden, oder Musk Fanatiker sind, dass sie unbedingt für ihn arbeiten wollen, egal unter welchen Bedingungen.
[re:1] tueftler42 am 11.11. 22:14
+ -
@Jon2050: Entwickler hängen hin und wieder durch aus an der Software die sie bauen. Da ist es womöglich garnicht Musk, den sie nicht allein lassen wollen. Sondern eben die Twitterplattform.
[re:1] Jon2050 am 12.11. 20:06
+ -
@tueftler42: Guter Punkt, das mag einigen natürlich so gehen. Auch einige, die für das Projekt stehen und es verbessern wollen. Gerade die sehen dann aber vermutlich bitteren Zeiten entgegen.
[re:2] floerido am 14.11. 11:47
+ -
@tueftler42: Bei der Größe ist aber der persönliche Beitrag dann sicherlich relativ klein und somit die Identifikation.
oder

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