Mastodon: Neue Nutzer stürmen die Twitter-Alternative regelrecht

Witold Pryjda, 08.11.2022 17:22 Uhr 19 Kommentare
Seit Kurzem gehört Twitter dem reichsten Mann der Welt und Elon Musk beweist mittlerweile täglich, dass er nicht nur reich, sondern auch exzentrisch ist. Viele Nutzer wenden sich deshalb von der Plattform ab. Und darüber freut sich auch der Open-Source-Konkurrent Mastodon. Mastodon ist wie Twitter und zugleich auch völlig anders. So kann man das soziale Netzwerk wohl am besten und kürzesten beschreiben. Denn Mastodon bietet eine fast identische Funktionalität wie Twitter, ist aber Open-Source, werbefrei und dezentral. Letzteres und die Organisation mittels Server macht die Nutzung zwar nicht so intuitiv wie bei anderen Netzwerken, dafür herrscht bei Mastodon auch ein wesentlich freundlicherer Umgangston - während Twitter immer lauter, schriller und ja, auch rechter wird.

Eine Million monatlicher Nutzer

Das ist auch der Grund, warum viele ehemalige Twitter-Nutzer der Plattform unter der Führung von Elon Musk den Rücken zukehren und sich bei Mastodon anmelden. Und das ist eine regelrechter Massenzuzug: Denn Eugen Rochko, der deutsche Gründer und Entwickler des Mikroblogging-Dienstes, hat gestern bekannt gegeben, dass das Netzwerk die Marke von einer Million monatlich aktiver Nutzer überschritten hat (via TechCrunch).

"Hey, also, wir haben heute 1.028.362 monatlich aktive Nutzer im gesamten Netzwerk erreicht", schreibt Rochko. Er gab außerdem an, dass seit dem 27. Oktober 1124 neue Mastodon-Server sowie 489.003 neue Nutzer dazukommen seien: "Das ist ziemlich cool."

Bis zur Twitter-Übernahme durch Elon Musk waren es rund 80 Neuregistrierungen pro Stunde, nun sind es im selben Zeitraum tausende Neuanmeldungen. Freilich ist das im Vergleich zu Twitter nur eine kleine Zahl, denn dort sind 238 Millionen täglich aktive Nutzer unterwegs.

Eine Abwanderung spürt man bei Twitter offenbar (noch) nicht. Im Gegenteil: Laut internen Chats bzw. Angaben ist das Nutzerwachstum so hoch wie noch nie (via The Verge), vor allem in den USA soll Twitter so viele Neuanmeldungen wie noch nie verzeichnen. Ob man diesen Angaben trauen kann, ist freilich eine andere Frage, denn gleichzeitig wenden sich viele Werber von Twitter ab - und die will man sicherlich beruhigen.
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