Tschüss Exynos: Qualcomm bestätigt Galaxy S23 überall mit Snapdragon

Roland Quandt, 04.11.2022 16:08 Uhr 1 Kommentare
Bis zuletzt gab es Spekulationen darüber, dass Samsung seine im Februar 2023 erwarteten neuen High-End-Smartphones erneut teilweise mit den hauseigenen Exynos-SoCs ausrüsten könnte. Der US-Chipkonzern Qualcomm hat jetzt bestätigt, dass das Galaxy S23 weltweit mit Snapdragon-Chips kommt. Samsung selbst hat sich verständlicherweise noch nicht zu der Frage geäußert, ob man mit dem Samsung Galaxy S23 und seinen teureren Schwestermodellen vollständig auf Qualcomm als Plattformlieferant wechseln würde. Im Zuge der Bekanntgabe seiner jüngsten Geschäftszahlen hat Qualcomm genau dies aber bestätigt, was so manchen Fan von Samsungs Top-Smartphones freuen dürfte.

Wie Qualcomms Chef Financial Officer (CFO) Akash Palkhiwala und CEO Christiano Amon höchstselbst in einem Konferenzgespräch mit Journalisten und Vertretern der Finanzwelt erklärten, wird die Zusammenarbeit mit Samsung im Jahr 2023 noch einmal erweitert. Konkret bedeutet dies, dass Samsung "weltweit auf Snapdragon-Plattformen für seine Premium-Geräte" setzen wird, so Amon.


Samsung verwendete bis zuletzt noch eigene Chips

Damit vollzieht Samsung einen lange erwarteten Schritt, denn bis zum Galaxy S22 wurden seit Langem in Europa noch immer die von der hauseigenen Chipsparte entwickelten Exynos-Prozessoren verbaut. In fast allen anderen Regionen der Welt verwendete Samsung schon zuvor Qualcomm-Chips, sodass diese in rund drei Viertel aller Flaggschiff-Smartphones des koreanischen Herstellers im Einsatz sind.

Wie CFO Palkhiwala klarstellte, steigt der Anteil mit dem Galaxy S23 von bisher rund 75 Prozent auf 100 Prozent, sodass auch in Europa nur noch Qualcomm-Prozessoren verwendet werden sollen. Dieser Schritt werde sich wohl ab März 2023 in den Geschäftszahlen von Qualcomm bemerkbar machen, so seine Prognose.

Konkret dürfte der in etwas mehr als einer Woche offiziell erwartete Qualcomm Snapdragon 8 Gen 2 das Herz der Galaxy-S23-Serie bilden. Der neue Octacore-Chip zeigte in Benchmarks bereits, dass er gegenüber den Vorgänger-Modellen einen deutlichen Performance-Schub für die S23-Serie mit sich bringen wird.

Samsung arbeitete bis vor einigen Monaten selbst noch an einem neuen Flaggschiff-SoC, der wohl Exynos 2300 heißen sollte. Qualcomms Aussagen dürften aber nun bestätigen, dass Samsung dieses Projekt mittlerweile aufgegeben hat. Die Exynos-Chips der Oberklasse wurden im Vergleich zu den Snapdragon-Prozessoren von Qualcomm immer wieder wegen ihrer im Vergleich niedrigeren Performance und Effizienz kritisiert.
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