Musk: Twitter-Verifizierung wird acht Dollar kosten, Edit kommt für alle

Witold Pryjda, 02.11.2022 09:18 Uhr 20 Kommentare
Twitter gehört seit Kurzem Elon Musk und der neue Chef führt in dieser Zeit auch zahlreiche Änderungen durch. Mittlerweile steht fest, dass der blaue Verifizierungshaken künftig acht Dollar kosten wird. Immerhin: Das Bearbeiten von Tweets wird allen offenstehen. Bisher konnte der Verifizierungshaken von allen beantragt werden, ob man dafür freigeschaltet wird, hing allerdings von bestimmten Faktoren ab. Im Wesentlichen war dieses Privileg Prominenten, Politikern, Journalisten und sonstigen Person des öffentlichen Lebens vorbehalten.

Elon Musk feilscht mit Stephen King

Vor kurzem hat der neue Twitter-CEO Elon Musk laut über eine Verifizierungsmöglichkeit für alle nachgedacht, dieses sollte laut ersten Überlegungen aber satte 20 Dollar kosten, und zwar pro Monat. Das führte entsprechend zu einem riesigen Aufschrei, selbst Prominente und Twitter-Schwergewichte wie Stephen King mischten sich ein. Und der hatte dazu eine eindeutige Meinung: "20 Dollar pro Monat, um meinen blauen Haken zu behalten? Scheiß darauf, die sollten mich bezahlen. Wenn das eingeführt wird, bin ich weg wie Enron."

Die scharfe Kritik des Bestseller-Autors zeigte Wirkung, denn der ansonsten selbst gerne lautstarke Musk antwortete King kleinlaut: "Wir müssen die Rechnungen irgendwie bezahlen! Twitter kann sich nicht ausschließlich auf Werbekunden verlassen. Wie wäre es mit acht Dollar?" Und dabei bleibt es offenbar auch, wie Musk mittlerweile mitteilte: "Twitters derzeitiges Herrschaftssystem, das festlegt, wer ein blaues Häkchen hat und wer nicht, ist Blödsinn. Alle Macht dem Volk! Blau für acht Dollar."

Dieser Preis wird aber noch an die Kaufkraft bestimmter Länder angepasst, so Musk. Außerdem bekommt man für acht Dollar pro Monat "Priorität bei Antworten, Erwähnungen und der Suche, was zur Bekämpfung von Spam unerlässlich ist", schreibt der neue Twitter-Chef. Obendrein wird es dafür "die Möglichkeit, lange Videos und Audios zu veröffentlichen" sowie "halb so viele Anzeigen" geben. Dabei soll es aber auch noch quasi einen Haken für den Haken geben, denn öffentliche Personen wie Politiker werden einen "Sekundär-Tag" bekommen.

Edit für alle

Der Edit-Button, der es erlaubt, Tweets nachträglich zu korrigieren, soll indes kostenlos für alle zur Verfügung stehen, berichtet Casey Newton. Dieses Bearbeiten steht derzeit nur Twitter Blue-Abonnenten in den Vereinigten Staaten, Kanada, Australien und Neuseeland zur Verfügung, laut Newtons Informationen soll das aber eben ohne zusätzliche Kosten allen Nutzern möglich gemacht werden.

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