Nach starker Kritik: YouTube streicht Bezahlschranke für 4K-Videos

Stefan Trunzik, 18.10.2022 07:57 Uhr 9 Kommentare
Nach nur zwei Wochen beendet Google sein Experiment, bei dem die 4K-Auflösung kurzzeitig nur noch für YouTube-Nutzer mit aktivem Premium-Abo zur Verfügung stand. Ob die starke Kritik der Community gegen die Bezahlschranke der Grund für die Entscheidung war, bleibt offen. Der Anfang Oktober gestartete Test gilt offiziell als beendet, wie YouTube unter anderem über seine Twitter-Kanäle mitteilen lässt. Allerdings ist der Streaming-Dienst bekannt dafür, Änderungen an seiner Plattform trotz lautstarker Kritik aus der eigenen Community nach ebensolchen Experimenten dennoch einzuführen. Dass 4K- (2160p) und 8K-Auflösungen (4320p) in Zukunft nicht doch exklusiv für YouTube Premium-Abonnenten zur Verfügung stehen werden, ist somit noch nicht vom Tisch.


Mehr Werbung und Paywalls sollen Nutzer zu YouTube Premium treiben

Zuletzt hatte YouTube den Dislike-Button entfernt und Werbeclips vor, zwischen sowie nach Videos angepasst. Mittlerweile zeigt man bis zu fünf Clips, bevor ein Video startet. Hinzu kommen deutlich längere, nicht überspringbare Anzeigen, die die Community entweder zur Nutzung eines Adblockers verleiten oder sie in die Zwänge des Premium-Abos treiben. Die Vorteile des Upgrades halten sich jedoch in Grenzen, soweit man ein Musikabo bereits bei Konkurrenten wie Spotify, Apple Music, Amazon Music und Co. bezieht.

Für 11,99 Euro pro Monat liegt der größte Vorteil von YouTube Premium bei der Wiedergabe von Videos ohne Werbeanzeigen und Unterbrechungen. Zudem können Videos für die Offline-Wiedergabe gespeichert und bei der mobilen Nutzung von anderen Apps auch im Hintergrund wiedergegeben werden.

Der Zugriff auf YouTube Music dürfte für viele Nutzer nur nebensächlich sein, äußern sie doch oft den Wunsch nach einem reinen Youtube-Abo für Werbefreiheit, das alleinstehend deutlich günstiger ausfallen könnte. Der bisher enthaltene "Music Premium"-Part, der ebenso abseits von YouTube-Videos angeboten wird, schlägt allein mit 9,99 Euro zu Buche.

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