Spiele-Smartphones: Xiaomi-Partner Black Shark streicht 50% der Jobs

Roland Quandt, 10.10.2022 15:03 Uhr
Die stark eingebrochene Nachfrage im Smartphone-Markt wird für einige Hersteller offenbar zum Problem. Erste Anbieter geraten massiv unter Druck, darunter auch der chinesische Hersteller Black Shark, an dem unter anderem Xiaomi beteiligt ist. Laut einem Bericht von China Star Market hat Black Shark rund die Hälfte seiner Mitarbeiter entlassen, weil das Unternehmen nicht, wie seit Mai angekündigt, von dem chinesischen Internetkonzern Tencent übernommen werden soll. Die Entlassungen bei Black Shark sollen alle Bereiche der Firma gleichermaßen betreffen.

Black Shark 3 (Pro)

Besonders die auf Virtual-Reality-Produkte spezialisierte Sparte soll von dem "Downsizing" betroffen sein. Auch die Smartphone-Abteilung bleibt aber nicht unberührt, sodass auch bei ihr diverse Mitarbeiter, die seit Beginn des Jahres eingestellt wurden oder noch in der Probezeit sind, ihre Kündigung erhalten haben sollen.

Xiaomi brachte Black-Shark-Smartphones auch nach Deutschland

Die Smartphones von Black Shark sind dank des weitreichenden Vertriebsnetzes von Xiaomi auch in Deutschland erhältlich. Das Unternehmen hatte sich bisher darauf spezialisiert, Geräte mit einer starken Ausrichtung auf Gaming anzubieten. Diese kamen in einem entsprechenden Design und mit aufwendigen Kühlsystemen sowie angepasster Software daher. Teilweise waren auch Trigger-Buttons und ähnliche Features an den Gehäusen vorhanden.

Seit Januar 2022 gab es Gerüchte, laut denen die Firma vor einer Übernahme durch Tencent stehen würde. Im Zuge des Kaufs sollte sich Black Shark stärker in Richtung VR-Hardware orientieren, um so die entsprechenden Ambitionen des künftigen Mutterkonzerns rund um das Thema "Metaverse" zu bedienen. Mittlerweile ist die Übernahme jedoch gescheitert.

Schon seit Mai suchte Black Shark laut chinesischen Medienberichten nach neuen Geldquellen und anderen Übernahmeinteressenten. Offensichtlich will man sich jetzt wieder auf die Ursprünge des Unternehmens besinnen, wobei unklar ist, ob Black Shark weiterhin im bisherigen Umfang als Anbieter von Spiele-Smartphones tätig bleiben will.

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