EU entscheidet bald über Microsoft-Übernahme von Activision Blizzard

Witold Pryjda, 04.10.2022 17:01 Uhr 8 Kommentare
Anfang 2022 hat Microsoft bekannt gegeben, dass man den Publisher Activision Blizzard übernehmen wird oder besser gesagt will. Denn für diesen Deal benötigt man das grüne Licht diverser Kartellbehörden. Die EU will ihre Entscheidung bereits am 8. November 2022 bekannt geben. Fast 70 Milliarden Dollar legt Microsoft für Activision Blizzard auf den sprichwörtlichen Tisch, um Titel wie World of Warcraft, Call of Duty, Diablo und viele mehr in sein Portfolio aufnehmen zu können. Das ist die mit Abstand spektakulärste Übernahme, die die Gaming-Welt je gesehen hat und sie soll auch relativ bald nach dem Bethesda-Deal über die Bühne gehen - auch hier war Microsoft der Käufer.

Es überrascht deshalb nicht, dass sich Wettbewerbsbehörden auf der ganzen Welt den Deal näher ansehen. Dazu kommt, dass Konkurrent Sony natürlich alles unternimmt, um das Geschäft zu verhindern. Denn das japanische Unternehmen, das für seine Exklusivspiele bekannt ist, fürchtet die Exklusivspiele, die dadurch für Microsoft und die Xbox möglich wären.

Die Zeitpläne der Kartellwächter sind in der Regel ein einigermaßen großes Geheimnis, die dazugehörigen Behörden wollen sich möglichst wenig in die Karten blicken lassen. Entsprechend wenig ist zu den etwaigen Prozessen bekannt.


Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, ist nun aber der Zeitplan in der Europäischen Union bekannt geworden. Und seitens der EU wird der Redmonder Konzern bereits bald (erste) Klarheit haben: Denn die europäische Wettbewerbsbehörde wird bis zum 8. November entscheiden, ob sie die Übernahme durchwinkt oder verbietet (es ist natürlich auch eine Genehmigung mit Auflagen denkbar).

Microsoft ist zuversichtlich

Dabei ist derzeit fraglich, ob die EU keine Bedenken anmeldet, schließlich hat man in den vergangenen Monaten eine recht harte Linie gegenüber den großen Technik-Konzernen verfolgt. Microsoft ist dennoch zuversichtlich und ließ ausrichten: "Die Prüfung der Übernahme durch die Europäische Kommission verläuft nach dem erwarteten Zeitplan und Prozess, und wir sind weiterhin zuversichtlich, dass die Übernahme im Geschäftsjahr 2023 abgeschlossen werden kann."

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