Amazon Ring: Polizei bekommt Videos ohne richterlichen Beschluss

[o1] Fropen am 22.09. 20:05
+5 -
wird im Nachgang geprüft ob es die Bedrohungslage wirklich gab oder reicht die Aussgage der Polizei?
[o2] pcfan am 22.09. 20:39
+3 -1
Und deswegen ist die Cloud keine Lösung. Man sollte seine Überwachungskameras schon auf seinen eigenen Servern / NAS speichern.
[re:1] roterteufel981 am 23.09. 00:22
+1 -2
@pcfan: So ist es. Noch nie was genutzt. Auch WLAN Webcams oder sonstige smarte Geräte mit Cloudzwang werden keine gekauft und/oder der Internetzugriff per Router gesperrt, sodass sie nur im eigenen WLAN oder per VPN ins eigene LAN funktionieren. Windows OneDrive immer sofort deaktiviert, iCloud immer aus, sonstige Clouddienste wie O365 usw. noch nie gekauft. Alles mit eigenen Lösungen auf der eigenen Synology und DynDNS umgesetzt. Und ich fühle mich immer wieder bestätigt wenn ich solche Berichte lese.
[re:1] pcfan am 23.09. 14:03
+1 -
@roterteufel981: Bestimmte Sachen kann man schon in die Cloud packen.
Seine Smartphone Fotos (abzüglich nacktaufnahmen vlt) z.B.

Oder man richtet eine ordentliche Verschlüsselung ein und lädt es gut verschlüsselt in die Cloud.

Aber so direkt unverschlüsselt Videofeeds aus meinem Haus?
Sicher nicht.
[re:1] roterteufel981 am 24.09. 12:04
+ -
@pcfan: meine Smartphone Fotos/Videos gehen als Automatisches Backup on the Fly in Synology Photos (wenn in einem WLAN) und als Datei Upload in Synology Drive (Wenn im WLAN und das Gerät gleichzeitig aufgeladen wird per Kabel oder Ladepad). Synology Photos ist seit DSM7 eine ziemlich runde Sache mit den vielen Extra Möglichkeiten, die sie gegenüber der iOS Photo App bietet.

Am NAS läuft jede Nacht eine externe Platte automatisch an, macht ein Full Backup des NAS und wird danach im Leerlauf automatisch wieder vom Strom gekappt, also physisch offline.

Zusätzlich gibt es 1x im Monat ein Backup auf eine dritte USB HDD, die an einem anderen Ort lagert.

Das gute, bewährte 3-2-1 Backup System. 3 Datenkopien auf 2 Speichermedien und ein Offsite-Backup. Der Grundstein einer jeden anständigen Backup Strategie.
[re:1] pcfan am 24.09. 14:56
+ -
@roterteufel981: Habe für wichtige Daten (auf Arbeit) auch ein NAS, welches in sich schon ein RAID hat um Hardwareausfälle besser abfangen zu können.

Dieses sichert Täglich inkrementell verschlüsselt auf einer USB Platte, die daran hängt und Wöchentlich auf einem Identischen NAS an einem anderen Standort.
[re:2] roterteufel981 am 24.09. 19:58
+ -
@pcfan: So soll es sein. Und eben bei solchen Setups habe ich ja meine eigene Cloud und brauche keine Auslagerung an irgendwelche Firmen. Da bleibe ich strikt. Meine persönlichen Daten bleiben bei mir, so weit es nur irgendwie möglich ist.
[re:2] Rashiade am 23.09. 10:45
+1 -
@pcfan: Stell dir vor, du speicherst deine Überwachungsvideos auf Google und der Einbrecher hält ein Bild von einem nackten Kind in die Kamera. Dann ist nicht nur deine Bude leer sondern auch dein Google-Account erst einmal weg und die Überwachungsvideos gelöscht ^^

https://www.googlewatchblog.de/2022/08/google-konto-daten-vater
[o3] IchBinsJan am 22.09. 22:47
+1 -
Eine Frage von jemanden, der keine Ahnung von diesen Ring Produkten hat: verstehe ich es richtig, dass eine Kamera von Ring dafür sorgen könnte, dass private Überwachungsaufnahmen an die Polizei gegenben ohne meine Einwilligung? Wenn bspw. "meine" Überwachungskamera ein Familienmitglied von mir filmt, eine Straftat zu begehen, könnte es sein, dass Amazon dieses Mateial an die Polizei gegen meinen Willen veröffentlicht?
[re:1] Fettman am 23.09. 00:04
+3 -
@IchBinsJan: ja. Eventuell gobt's da eine Passage in den AGBs. Sollte man sich mal durchlesen....:D
[re:1] Odi waN am 23.09. 07:54
+ -3
@Fettman: Allgemeine GeschäftsbedingungenS........
[re:2] Firefly am 23.09. 10:19
+ -
@IchBinsJan: ist wohl gängige Praxis: wenn irgendeine Straftat begangen wird, fragt die Polizei die Aufnahmen aller Ring-Kameras in der Umgebung ab. OHNE die Eigentümer der Kameras zu fragen.
Ich würde mir nie so eine Kamera installieren.
[re:1] Rashiade am 23.09. 10:39
+1 -
@Firefly: Ach, das ist dieser Fahndungs-Ring
[re:1] Oki_Lee_Dokey am 23.09. 18:54
+ -
@Rashiade: Wortdreher, Ringfahndung meinst du. Ist verwandt mit der Rasterfahndung.
[o4] floerido am 23.09. 07:38
+1 -1
Dank CLOUD-Act ist dieses doch ganz normales Vorgehen, bei allen Cloud-Lösungen die irgendwie mit den USA verbunden sind. Dieses sollte jedem Nutzer bewusst sein.
[re:1] ++KoMa++ am 23.09. 10:15
+1 -
@floerido: Was hat der CLOUD-Act mit der Weitergabe der Daten an die deutsche Polizei zutun?
[re:1] floerido am 23.09. 10:53
+ -
@++KoMa++: Der Wikipedia-Artikel dazu:
"Das Gesetz verpflichtet amerikanische Internet-Firmen und IT-Dienstleister, US-Behörden auch dann Zugriff auf gespeicherte Daten zu gewährleisten, wenn die Speicherung nicht in den USA erfolgt.

Umgekehrt können über diesen Weg auch ausländische Firmen Zugriff auf Daten erhalten, die von US-Konzernen im Ausland gespeichert werden. Infolge des Gesetzes sollen bilaterale Abkommen ausgearbeitet werden, die es ausländischen Behörden ermöglichen, ihre Anfragen direkt an die Konzerne zu stellen. Hiermit würde eine gerichtliche Kontrolle bei einer Abfrage außen vor bleiben, was zu Kritik durch Datenschützer geführt hat."

Das heißt der CLOUD-Act ermöglicht es einer ausländischen Behörde, hier der deutschen Polizei, bei einem US-Unternehmen (Amazon) eine Anfrage für Herausgabe der Daten zu stellen. Also genau der von den Datenschützern befürchtete Fall.
[re:1] ++KoMa++ am 23.09. 12:01
+ -
@floerido: Vielen Dank für die Erläuterung. Ist so ein bilaterales Abkommen mit Deutschland bekannt? Da steht ja nur etwas von "sollen [...] ausgearbeitet werden".
oder

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