Russland muss auf Linux umstellen - das ist aber ziemlich schwierig

[o1] LinuxPast am 21.09. 17:50
Auch, wenn ich bei mir auch Windows bevorzuge, weil es dafür einfach alles gibt. Kaufst Du neue Hardware, kannst Dir sicher sein, dass es dafür Windows-Treiber gibt usw.

Aber, was das hier angeht, bin ich auf der Seite der Russen. Ich finde, dass Linux, ein offener Standard quasi, die kritischen Infrastrukturen abdecken sollte. Und nicht Windows. Und ich meine damit logischerweise auch, dass die Admins usw. in dem Unternehmen vollkommen sicher im Umgang mit Linux sein müssen. Das hier ist also kein Vergleich von mir "Windows-Profis" mit "Linux-Noobs". Weil dann ist klar, dass Linux eine Hürde ist. Ich beziehe mich also nur auf "Windows-Profis" vs. "Linux-Profis". Und da ist Linux definitiv das Mittel der Wahl.

Ich würde natürlich hoffen, dass in Russland damit die Entwicklung von Spielen und anderen Anwendungen eben Linuxlastiger wird. Weil das wird in die Welt getragen. Vielleicht nicht, solange der blöde Krieg herrscht. Aber danach. So... in ein paar Jahren also.
[re:1] PSY-BORG am 21.09. 18:23
@LinuxPast: ...wegen dem berechtigten Embargo sollten denen irgendwann auch die passenden Rechner ausgehen, da diese ab einem gewissen alter und/oder defekt kaum noch vernünftig ersetzbar sein werden.
Wird wahrscheinlich noch längere Zeit dauern bis dieses Scenario eintritt, aber das Land ist wegen dem kranken Ego eines (kleinen) Mannes gerade dabei sich unumkehrbar zu detechnologisieren.
China z.B. wird in diesem Fall kaum aushelfen können, da die selber bald das problem haben könnten fortschrittliche Technologien aus dem Westen zu erwerben, vor allem wenn der Amerikaner zunehmend in dieser Hinsicht überall die Tür zumacht.
Aber wie du es schon geschrieben hast, dieses Land im tiefen Osten ist eigentlich vollkommen Windows gestört, und einfach mal ein paar tausend Linux Cracks aus dem Hut zaubern ist nicht, vor allem nicht, wenn gerade der überwiegende Teil der IT Pro´s zunehmend fluchtartig das Land Richtung goldenem Westen verlässt.
[re:1] Hanni&Nanni am 21.09. 19:46
@PSY-BORG: Du glaubst doch wohl nicht wirklich, dass Russland nicht Verbündete hat, die sie mit Hardware aus aller Herren Länder beliefern, oder? Da fällt hier mal ne Palette Prozessoren vom LKW und schon geht die als "Elektroschrott" über die Russische Grenze.
[re:1] PSY-BORG am 21.09. 21:16
+7 -5
@Hanni&Nanni: Na klar weiß ich, dass es trotz eines aktiven Embargos möglich sein wird über zahlreiche (dubiose) Kanäle das eine oder andere Zeugs in das Land einzuschmuggeln, der Iran macht es ja vor.
Aber erstens nur in wirklich homöopathischen Dosen, und zweitens zu Preisen die jenseits von Gut & Böse sein dürften.
Es steht aber außer Frage, dass die (Systemkritische) IT in dem Land künftig vor extremen Herausforderungen stehen wird.
Schwieriger, oder eher aussichtloser wird die Causa aber bei den Privatanwendern sein, vor allem für die Zukunft der Gamer dort drüben sehe ich perspektivisch sehr schwarz.
[re:2] ContractSlayer am 21.09. 21:13
+6 -3
@PSY-BORG: Da China mittlerweile über eigene entwickelte CPUs und GPUs verfügt, können diese sicherlich an den Freund Russland verkauft oder gegen Gas eingetauscht werden.
Wichtig ist nur, dass diese Prozessoren und Grafikkarten wie auch das Betriebssystem nicht vom den westlichen Feinden kommen.

https://www.pcgameshardware.de/CPU-CPU-154106/News/Neuer-China-Prozessor-Loongson-3A5000-deutlich-schneller-als-Vorgaenger-1376596/

https://mein-mmo.de/grafikkarte-china-konkurrenz-amd-nvidia/

Die Leistung wird zwar (noch nicht) mit aktuellen CPUs und GPUs von AMD/Intel/Nvidia mithalten können, darum geht es aber an erster Stelle auch nicht.
Russland wie auch China, Nordkorea und Indien wollen in Zukunft wirtschaftlich (gegen Sanktionen und Abhängigkeiten) und militärisch (Cyberangriffe, Backdoors) von US-Unternehmen unabhängig sein. Donald Trump, die Sanktionen des Westens und der Ukrainekrieg hat dieses Vorgehen noch beschleunigt.
Ein weiterer Vorteil wäre sicherlich, eigene Backdoors in Linux einzubauen, um die Bevölkerung noch besser zu überwachen, falls es mal eine Art Staats-Linux für Russland und China gibt.

https://www.heise.de/news/China-verbannt-auslaendische-PCs-und-Windows-aus-Behoerden-und-Staatsbetrieben-7078708.html
[re:1] PSY-BORG am 21.09. 22:33
+6 -6
@ContractSlayer: Im Grunde stimmt es das China mittlerweile eigene CPU´s & GPU´s entwickelt hat, diese können aber Performancetechnisch nicht mal im Ansatz mit ihren westlichen Pendants konkurrieren/mithalten.
Erschwerend kommt noch dazu, dass China mangels eigener Fertigungsanlagen immer noch stark von externen Auftragsfertigern (z.B. in Taiwan) abhängig ist, diese werden aber gerade von den Ammis massiv unter Druck gesetzt laufende Verträge auslaufen zu lassen, um dann unter Strafandrohungen keine neuen mehr mit China abzuschließen.
Jetzt könnte man natürlich noch behaupten, dass die XInesen mittlerweile mindestens den 14nm Prozess beim Auftragsfertiger SMIC draufhaben, aber weit gefehlt, die Ausbeute ist aufgrund veralteter Lithographie Apparaturen ein Witz mit zehn Ausrufezeichen, und an diesem Zustand wird sich definitiv auch weiterhin nichts ändern, da der einzige Hersteller solcher Apparaturen in den Niederlanden sitzt, und durch die Ammis mit einem strengen Verbot belegt ist, diese ja nicht nach drüben auszuliefern.
Alles in allem kann man sagen, dass gerade vieles dafür getan wird, dass westliches Know-how immer mehr von bestimmten Ländern abgeschnitten wird.
Diese werden dadurch in Zukunft immer größere Probleme damit haben progressive Hochtechnologie nicht nur selber zu entwickeln, auch die Herstellung solcher Produkte wird mangels fehlender Herstellungsapparaturen kaum noch zufriedenstellend möglich sein.
Der Westen ist wie es scheint endlich aufgewacht, und hat nun gemerkt, wie uns die werten Genossen Jahrzehntelang auf der Nase rumgetanzt sind. Chapeau!
[re:1] ContractSlayer am 22.09. 00:28
+5 -2
@PSY-BORG: Keine Frage, aktuell können die eigenentwickelten chinesischen Prozessoren nicht mit der Konkurrenz mithalten.
Es müssen aber auch keine Highend Prozessoren sein, um einen großen wirtschaftlichen und militärischen Bereich damit gegen Sanktionen aus dem Westen abzufangen, die ggf. noch verstärkt auf China zukommen könnten u.a. durch den Taiwan-Konflikt bzw. Angriff auf Taiwan.
[re:2] surfingod am 25.09. 23:00
+ -
@ContractSlayer: Da liegst du falsch, ist kein AMD oder Intel Prozessor vebaut, lässt sich kein Windows installieren
[re:2] theuserbl am 21.09. 20:38
+3 -1
@LinuxPast: Naja, für den Anfang hilft ja teilweise WINE.
Und was Spiele angeht, entwickelt Valve ja das auf WINE aufbauende Proton, welches ebenfalls OpenSource ist.
Es ist erstaunlich was mit Proton alles läuft.
Und generell unterstützt Valve es ja auch, dass Spiele native auf Linux laufen. Ihre eigenen Spiele gibt es ebenfalls native für Windows, Linux und macOS.
[re:1] ContractSlayer am 21.09. 21:31
+5 -
@theuserbl: Valve trägt sicherlich an der Verbreitung von Linux bei. Dies ist aber nur ein geringes Prozent, verglichen, wenn die chinesische Regierung gefolgt von Russland Windows durch Linux austauschen will.
Gründe gibt es seit Trump, den Sanktionen und den Ukrainekrieg jetzt erst recht, dass Russland wie bereits China auf eigene entwickelte Staats-Linux setzt.
Man ist besser geschützt gegen Sanktionen, hat weniger Abhängigkeiten (zum Feind), man spar auf Dauer Kosten, ist geschützter gegen Cyberangriffen und kann ggf. die eigene Bevölkerung besser überwachen.

https://www.heise.de/news/China-verbannt-auslaendische-PCs-und-Windows-aus-Behoerden-und-Staatsbetrieben-7078708.html

Es ist mit einer gewissen Ironie zu sehen, dass sich Linux als freies Betriebssystem gerade in den kommunistischen Ländern und Autokratien mehr und schneller verbreitet wird als in Demokratien.
[re:3] rallef am 22.09. 18:23
+1 -4
@LinuxPast: du bist auf Seiten der Russen, weil sie Linux nutzen? OK...
[re:1] SeppN am 22.09. 20:36
+3 -3
@rallef:
Dass die jetzt Linux verwenden müssen, ist schlimmer als jegliche Sanktion :-)
[o2] jds am 21.09. 18:04
sehe ich genau so. und jetzt umso mehr, wo ich sehe, dass MS software als 'waffe' dienen kann.
[re:1] DON666 am 22.09. 07:46
@jds: Was siehst du genau so wie wer? Und dass - neben vielen, vielen anderen westlichen Unternehmen - Microsoft den Russen den Hahn abdreht, haben die Jungs im Kreml sich ja wohl zu 150% selbst zuzuschreiben. In diesem Fall (mal wieder) Microsoft den Schwarzen Peter des "Bösen" zuzuschieben, ist reichlich zynisch.
[re:1] nemesis1337 am 22.09. 09:27
+2 -1
@DON666: hat er doch gar nicht gemacht. Er hat gesagt dass die westlichen Staaten ms als Waffe benutzen, dafür kann Microsoft jetzt halt nix. Zeigt aber die Abhängigkeit der Länder von den großen Firmen. Ich würde es auch besser finden wenn man in Deutschland von MS weg kommt und Prozesse einfach in web Services verlagert anstatt 3 Millionen Formulare in Excel Dateien einträgt und manuell in andere Systeme überträgt :D
[re:1] 1ST1 am 22.09. 13:43
+ -4
@nemesis1337: Linux kann man auch als Waffe benutzen, in dem es direkt in der Atomrakete eingebaut wird, um die Rakete von hinter dem Ural auf Berlin zu steuern.
[re:1] nemesis1337 am 22.09. 15:30
+3 -
@1ST1: das hast du gut erkannt. Mein Argument war aber, dass keine Abhängigkeit besteht wenn man Linux nutzt und es somit nicht als Druckmittel benutzt werden kann. D.h. Linux wäre eigentlich im Sinne der Unabhängigkeit generell zu präferieren. Genau deswegen setzen China und Russland mehr darauf und wir in Deutschland machen uns lieber abhängig.
[o3] Sonnenschein11 am 21.09. 20:04
+2 -4
haben Russland nicht schon vor jahren ihr eigenes betriebssystem entwickelt, was auf linux/unix aufbaut?

ein link zum thema:
https://ostexperte.de/russische-betriebssysteme-im-aufwind/
[re:1] fabian86 am 21.09. 20:40
+7 -
@Sonnenschein11: Das Problem ist das man garnichtmehr weiss was korrekt ist und was nur erfunden wurde...
[re:2] ContractSlayer am 21.09. 21:42
+4 -
@Sonnenschein11:
Scheint, dass Russland verschiedene Linux Distros verwendet.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Do-svidaniya-Windows-Russisches-Militaer-kann-komplett-auf-Astra-Linux-umsteigen-4435760.html
[o4] LeonGTR am 21.09. 22:00
Russland muss auf Frieden umstellen - das ist aber ziemlich schwierig.
[re:1] Texer am 22.09. 07:12
+4 -7
@LeonGTR: schwierig ist das nicht, nur der Eiermaler Putin ist das Problem.
[re:1] Sonnenschein11 am 22.09. 10:51
@Texer:
Bist du dir da so sicher?

Aktuell kippt die USA immer wieder Öl nach, wenn sich die Lage zu beruhigen versucht.

Es gibt einige interessante Berichte zum Thema in der NY times.

Auch wenn wir in Europa aktuell ziemlich naiv sind.
Es ist ein Krieg zwischen den USA und Russland, der auf dem Boden der Ukraine mit Mensch und Material ausgefochten wird?
[re:1] Frommi am 24.09. 15:18
+9 -2
@Sonnenschein11: du meinst, weil die USA die Ukraine nicht sterben lassen wollen, sind sie schuld am Krieg. Oh je, das ist so verdreht
[re:2] Texer am 24.09. 16:32
+3 -
@Sonnenschein11: "Bist du dir da so sicher?" -> jop
[re:3] ox_eye am 24.09. 17:56
+1 -
@Sonnenschein11: Dann ist dein Englisch wohl nicht so gut ...
[re:4] Knubbel am 29.09. 16:09
+ -
@Sonnenschein11: Total ulkig, dass Du die klassische AfD/Verschwörungsmasche mit dem niedlichen Fragezeichen am Ende eines blödsinnigen Satzes anwendest...

aber hey, wird man ja noch sagen/fragen dürfen, nich?
[re:2] yagee am 22.09. 13:40
+3 -1
@LeonGTR: genau das kam mir beim Lesen der Überschrift auch in den Sinn. Unter allen Prioritäten, was Russland unbedingt tun MUSS, ist der Umstieg auf Linux bestimmt nicht mal in den Top100.
[re:3] sorduk am 25.09. 23:18
+ -
@LeonGTR: Eher alle, im Krieg gibt es keine Gewinner.
[o6] skrApy am 22.09. 07:52
+3 -1
Die bekommen auch so Microsoft Lizenzen lol ob nun.lrgal oder illigal.
[o7] Winter[Raven] am 22.09. 08:05
+8 -1
Die sollten sich lieber erstmal Sorgen machen, wo sie die Hardware herbekommen.... Software ist das zweite Problem.

Aber sollen sie nur machen... Russen wollen anscheinend aktuell alles alleine machen. Von der Umstellung, bis zur Raumstation.
[re:2] Nunk-Junge am 22.09. 13:48
+3 -5
@Winter[Raven]: China hat kein Embargo gegen Russland, Indien hat kein Embargo gegen Russland. Selbst viele westliche Staaten haben nur eingeschränkte Sanktionen die ein Export von IT-Systemen erlauben, z.B. Australien, Taiwan, ...
[re:2] Winter[Raven] am 24.09. 18:26
+2 -
@Nunk-Junge: Niemand exportiert hochwertiges nach Russland vor Angst von Gegensanktionen des Westens. Flugzeugteile aus China? Nein! Computer aus China? Nein! Waffen? Nein! Nicht einmal Trockenfutter für die Front.
[re:1] Nunk-Junge am 26.09. 12:45
+ -2
@Winter[Raven]: Das ist faktisch falsch. Trockenfutter kann sogar aus Deutschland nach Russland geliefert werden. Und eine ganze Reihe Unternehmen sind weiterhin dort tätig, z.B. Metro. Begründung ist, dass Lebensmittel-Versorgung der russischen Bevölkerung sichergestellt werden soll. Bleibt die Frage nach Hightech. Deine Aussage, dass niemand liefert ist Wunschdenken und leider durch Fakten nicht zu belegen. Grund ist, dass weder China noch Indien genaue Daten über die nach Russland exportierten Güter veröffentlichen. Öffentlich ist nur die Information, dass beide Länder ihre Geschäfte mit Russland massiv gesteigert haben. Bei den sanktionierten Gütern gibtes "intererssante" Entwicklungen. Öl zum Beispiel, da hat Indien seinen Import aus Russland von 1% auf ca. 20% gesteiert. Verarbeitetes Öl wird dann sanktionsfrei in die USA und EU exportiert. Kohle zum Beispiel, steht in der Schweiz auf der Sanktionsliste, trotzdem werden einen Großteil der Kohlegeschäfte Russlands über die Schweiz abgewickelt, denn die Schweiz führt keine Kontrolle über die dort ansässigen Unternehmen. So wie der Export russischer Waren nicht kontrollierbar ist, ist es der Import nach Russland noch viel weniger. Dazu wäre eine vollständige Überwachung von Lieferketten nötig, die es nicht gibt.
[re:3] heidenf am 26.09. 10:33
+ -
@Nunk-Junge: Unter den 10 größten Chipherstellern befinden sich keine chinesischen und auch keine indischen Firmen. Firmen, die die Sanktionen zu Russland unterwandern, laufen Gefahr, ihre Märkte in den USA und Europa zu verlieren. Selbst Taiwan exportiert kein Hightec nach Russland. Die IT-Exporte aus Taiwan beschränken sich auf Technologie aus dem letzten Jahrhundert.
[re:1] Nunk-Junge am 26.09. 12:16
+1 -
@heidenf: Viele große Hersteller liefern nichnt direkt nach Russland, da sie Sanktionen der USA befürchten müssen. Aber es hindert niemanden daran, z.B. in Australien Chips zu kaufen und diese nach Russland zu exportieren. Australien hat keine Sanktionen darauf, Export ist frei möglich. Das Gleiche gilt für China, Indien und einen Großteil der Länder der Welt.
[re:1] heidenf am 26.09. 22:16
+ -
@Nunk-Junge: Das mag zum Teil möglich sein, allerdings wirst du niemals die Mengen damit erreichen, die für Russlands Wirtschaft und vor allem Militärindustrie notwendig wären, gerade bei dem aktuellen Verschleiss an modernen Waffen. Von den Lieferzeiten und Preisen ganz zu schweigen. Der Staat könnte sich die hohen Preise vermutlich leisten aufgrund der stark gestiegenen Energiepreise, Produkte für den heimischen zivien Markt dürfen für den normalen Bürger abder dann kaum noch finanzierbar sein.
[re:2] Breaker am 26.09. 22:51
+ -
@Nunk-Junge: Nur hat Australien eben selbst keine Highend-Chips, und wenn sie Chips nach Russland exportieren, die unter Verwendung US-amerikanischer Technologie gefertigt wurden, kommen sie mit auf die Embargo-Liste und haben dann selbst keine Chips mehr. Wie wirksam sowas ist, sieht man recht gut an Huawei.
[re:3] Nunk-Junge am 27.09. 17:35
+ -1
@Breaker: Ich kann in Australien genauso einfach Computer, Chips und sonstiges High-Tech-Equipment kaufen wie in Deutschland. So wie ich hier einfach im Elektronik-Versand eine größere Zahl Chips bestelle, geht das dort auch. Ein x-beliebiger normaler Mensch in Australien bestellt beim Versender in Australien die Chips. Niemand landet deswegen auf einer Sanktionsliste. Danach verschickt der Mensch ganz legal die Chips nach Russland. Selbst wenn der Mensch danach auf einer Sanktionsliste der USA landet, kann es ihm egal sein, da alles legal war. Und selbst wenn, dann macht es beim nächsten Mal seine Frau, der Nachbar oder der Hund des Nachbarn. Da es bis jetzt eben legal ist, kann man das nicht unterbinden.
[re:4] Breaker am 27.09. 18:04
+ -
@Nunk-Junge: Es würde Australien als ganzes betreffen, weswegen die das von sich aus tunlichst unterbinden werden. Es scheint, du denkst, die wären alle doof. Es geht hier ja auch nicht um "irgendeinen", der das "irgendwo" privat bestellt. Es geht auch nicht um einen oder 20 Chips, es geht um Mengen, die lediglich der Großhandel liefern kann, und da lässt sich sowas schon relativ einfach verfolgen bzw. unterbinden.
Wenn da mal fünf oder dreißig Komplett-PC den Versandweg nach Russland finden, interessiert das keinen. Damit hält man keinen Staat aufrecht. Wenn es mal in die (hundert-) tausende geht, ist das was ganz anderes.
Du kannst ja gerne mal versuchen, hier in DE eine Bestellung über 80.000 verfügbare, aktuelle Intel i5-CPUs bei einem Händler deiner Wahl abzugeben und das dann nach Russland zu verbringen, wenn du denkst, dass das so einfach ist. Abnehmer findest du derzeit genügend in Russland, Gewinn für dich ist garantiert (sofern du dich nicht übern Tisch ziehen lässt) ;)
[re:5] Nunk-Junge am 28.09. 16:43
+ -
@Breaker: Was heißt, es würde Australien als Ganzes betreffen??? Die USA werden nicht Australien bombadieren, weil ein Australier in Australien legal gehandelt hat, aber dabei gegen US-Interessen verstoßen hat. Solch einen Fall hat es hier in Deutschland gegeben: Nord Stream 2 wurde ganz legal zwischen Russland und Deutschland gebaut und den USA passte das nicht. Unter ihrem Superpräsidenten Don. Trump gab es die Bestrebung deswegen Sanktionen zu verhängen. Diese sollten für beteiligte Unternehmen und Privatpersonen gelten. Nix mit Deutschland als Ganzes. BTW: In Deutschland kann ich zwar größere Mengen Chips kaufen, aber nicht nach Russland exportieren, da es hier entsprechende Sanktionen gibt. In Australien gibt es sie aber nicht.
[re:6] Breaker am 28.09. 19:07
+ -
@Nunk-Junge: Es heißt genau das, was da steht. Es gibt jetzt schon einige Staaten, in die keine US-Hochtechnologie mehr geliefert werden darf, unter anderem Russland, China, Iran, Irak, Syrien und (viele) weitere. Da braucht es auch keine "Bombardierung" dafür, es werden einfach die Firmen angewiesen nichts mehr zu liefern, wie bspw. in https://winfuture.de/news,131600.html geschehen. Wer die Einfuhrbestimmungen umgeht, muss mit den Konsequenzen leben, ganz egal ob der Staat selbst Sanktionen hat oder nicht.
Gegen Nordstream 2 hätte die USA übrigens ebenso vorgehen können, wenn dafür zwingend US-amerikanische Technologie hätte eingesetzt werden müssen. War nicht nötig, also hatten sie dahingehend keine Handhabe.
[o8] flocke74 am 22.09. 11:42
Linux hin oder her.
Es gibt kaum Leute die Linzx richtig können.
Linux ist und bleibt frickelei.
Ich bin auch kein Windows Freund mehr.
Aber Linux ist da für mich keine Alternative.
Bin seit Jahren auf Apple.

Spezielle Linuxsoftware entwickeln macht wenig Sinn.
Man sollte hin gehen und die Webanwendungen davon machen.
Das hat den großen Vorteil, das man komplett unabhängig vom Betriebssytem ist.
Auch im Beteich der Administration macht es alles einfacher, da auf den einzelnen Rechnern ja keine Software mehr imstalliert werden muss.
[re:1] nemesis1337 am 22.09. 15:34
+2 -
@flocke74: Wenn man wie du sagst die ganzen Tools auf web basis setzt kann man zertifizierte hw für Linux distros oder auch android einsetzen. Dann funktioniert weiterhin alles und man muss auch nix frickeln.
[re:2] tueftler42 am 24.09. 14:21
+4 -
@flocke74: Dir ist schon klar, das auch Webservices nicht von Luft und Liebe leben sondern auf einem Betriebssystem ausgeführt werden müssen?

Klar kann man mit Web Services viele Probleme auf der Clientseite erschlagen, gerade was Plattformabhängigkeiten angeht. Auf Serverseite bleiben die jedoch erhalten und sollten gerade was die Skallierung von Hardwareressourcen angeht, nicht unterschätzt werden.

Zentrale Server haben mit Sicherheit was Charmantes, aber wenn dir halt für die Server die Hardware ausgehen sollte, haben auch ganz schnell ganz viele Clients ein Problem.

Ich finde Linux in mancher Hinsicht auch alles andere als Anwenderfreundlich für den normalen Enduser, wenn man es gewohnt ist mit Windows oder IOS zu arbeiten. Aber das ist dieses Gewohnheitsproblem,.. was man zu erst kannte, kennt man halt am besten und es frustiert schnell, wenn man unter einem anderen OS eine triviale Funktion nicht direkt findet oder sie nur leicht anders funktionieren mag.

Aber gerade von Leuten aus der IT die ich so kenne, die eben mit linuxbasierten Systemlandschaften Arbeiten, die sprechen da nicht von Frickelei, ganz im Gegenteil. Da denke ich auch sind die Anwendungsfälle so anders, dass ein normaler Enduser da garnicht mitreden kann.
[re:1] flocke74 am 24.09. 22:40
+ -1
@tueftler42:
Auch die spezielle Software die auf den Clients läuft, brauchen einen Server.
Die Daten müssen ja zentral liegen. Anders geht es nicht.
Fällt der Server aus, kann man an den Clients auch nichts mehr machen.
Letztendlich wäre es nur konsequent auf Webservices zu setzen.
Ich bin selber Administrator bei einer Behörde.
[o9] andreas31HD am 22.09. 16:55
+1 -3
wahrscheinlich haben sie die umstellung im hirn des spinners zuerst gestartet.....letzte hoffnung: format c:
[10] Absturz95 am 25.09. 13:18
+1 -1
Das ist der Durchbruch für Linux auf dem Desktop.
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