Diese neue Windows 11-Funktion startet mit dem Patch-Day September

Nadine Dressler, 13.09.2022 21:08 Uhr 1 Kommentare
Microsoft hat zum Frühjahr eine wichtige Veränderung ein­ge­führt: Funk­ti­ons-Updates gibt es nun nicht mehr nur zu den jährlichen Windows-Ver­sions-Updates, son­dern auch mit den optionalen Updates und zum Patch-Day. Wir schauen, was es ab sofort Neues gibt. Microsoft gibt wichtige Neuerungen und Optimierungen damit jetzt im Grunde jederzeit frei, aber immer zusammen mit Sicherheits- und Wartungs-Updates. Der neue Turnus sieht vor, dass neue Features zunächst mit den monatlichen optionalen Updates gestartet werden. Dann hat jeder Nutzer die Wahl, ob er die Neuerungen ausprobieren möchte oder nicht.

Zum regulären Patch-Day jeweils am zweiten Dienstag im Monat werden alle Inhalte des optionalen Updates dann auch für weitere Nutzer mit verteilt. Laut Microsoft ist es allerdings nicht geplant, allen Nutzern auf einmal die neuen Funktionen freizugeben, sondern immer nur nach und nach.


Übernommene Änderungen

Über die wichtigsten Neuerungen des optionalen Updates von August hatten wir schon berichtet. Diese Inhalte sind jetzt so zum September Patch-Day übernommen worden. Das Update startet für Nutzer der originalen Windows 11-Version. Die wichtigste Neuerung, von der alle Windows 11-Nutzer profitieren werden, ist eine Änderung der SMB-Komprimierung in Windows 11. Vereinfacht kann man sagen, dass Microsoft ab sofort den Standardalgorithmus für die Komprimierung durch eine durchgängige SMB-Komprimierungsfunktion ersetzt. Mehr dazu erfahrt ihr in einem separaten Artikel über die neue SMB-Komprimierung.

Weitere Neuerungen betreffen die Verbesserungen für Microsoft Defender for Endpoint (wir berichteten). Damit sollen Ransomware und fortgeschrittene Angriffe besser erkannt und abgefangen werden. Neu können IT-Administratoren zudem Sprachen und sprachbezogene Funktionen aus der Ferne hinzufügen.

Außerdem können sie jetzt Sprachszenarien über mehrere Endpunktmanager hinweg verwalten. Microsoft stellt darüber hinaus eine Reihe an Fehlerbereinigungen bereit. Unter anderem wurde ein Fehler, der das ordnungsgemäße Funktionieren von USB-Druckern verhinderte, behoben. Zudem adressiert das Windows-Team Probleme mit Windows 11 SE und Store-Anwendungen sowie mit Bluetooth-Audio-Headsets. Microsoft schreibt zu den Änderungen in der Knowledge Base:

Änderungen KB5016691/KB5017328

  • Neu! IT-Administratoren können Sprachen und sprachbezogene Funktionen aus der Ferne hinzufügen. Außerdem können sie jetzt Sprachszenarien über mehrere Endpunktmanager hinweg verwalten.
  • Neu! Komprimiert eine Datei unabhängig von ihrer Größe, wenn Sie die Server Message Block (SMB)-Komprimierung konfiguriert haben.
  • Neu! Verbessert die Fähigkeit von Microsoft Defender for Endpoint, Ransomware und fortgeschrittene Angriffe zu erkennen und abzufangen.
  • Behebt ein Problem, das dazu führt, dass ServerAssignedConfigurations in einigen vollständigen Konfigurationsszenarien null ist.
  • Behebt ein Problem, das die automatische HDR-Funktion (High Dynamic Range) für CASO-fähige (Cross-Adapter Resource Scan-Out) GPU-Treiber betrifft.
  • Behebt ein bekanntes Problem, das dazu führt, dass Microsoft Edge nicht mehr reagiert, wenn Sie den IE-Modus verwenden. Dieses Problem verhindert auch, dass Sie mit einem Dialog interagieren können.
  • Behebt ein Problem, bei dem virtualisierte App-V-Microsoft-Office-Anwendungen nicht geöffnet werden können oder nicht mehr funktionieren.
  • Behebt ein Problem, das dazu führen kann, dass die Bereitstellung des Windows Hello for Business-Zertifikats unter bestimmten Umständen fehlschlägt, nachdem Sie ein Gerät zurückgesetzt haben.
  • Behebt mehrere Probleme im Zusammenhang mit USB-Drucken, wie z. B.:
    • Ein Drucker funktioniert nicht mehr, nachdem Sie ihn neu gestartet oder neu installiert haben
    • Der Drucker befindet sich im falschen Modus, nachdem Sie von einem Treiber der IPP-Klasse (Internet Printing Protocol) zu einem IHV-Treiber (Independent Hardware Vendor) wechseln
    • Bidirektionale Kommunikationsprobleme, die verhindern, dass Sie auf Gerätefunktionen zugreifen können
  • Behebt ein Problem, das die API ProjectionManager.StartProjectingAsync betrifft. Dieses Problem führt dazu, dass einige Gebietskörperschaften keine Verbindung zu Miracast-Senken herstellen können.
  • Behebt ein Problem, das die BitLocker-Leistung verschlechtert.
  • Behebt ein Problem, das Windows 11 SE daran hindert, einigen Microsoft Store-Anwendungen zu vertrauen.
  • Behebt ein Problem, das verhindert, dass HyperVisor Code Integrity auf Systemen mit Arm64-Prozessoren automatisch aktiviert wird.
  • Behebt ein Problem, das die Authentifizierung von Nicht-Windows-Geräten verhindert. Dieses Problem tritt auf, wenn sie eine Verbindung zu einem Windows-basierten Remote-Desktop herstellen und eine Smartcard zur Authentifizierung verwenden.
  • Behebt ein Problem, das dazu führt, dass das Tool Resultant Set of Policy (Rsop.msc) nicht mehr funktioniert, wenn es 1.000 oder mehr "Dateisystem"-Sicherheitseinstellungen verarbeitet.
  • Behebt ein Problem, das dazu führt, dass die App "Take a Test" alle Richtlinien im Zusammenhang mit der Durchsetzung der Sperrung entfernt, wenn Sie die App schließen.
  • Behebt ein Problem, das dazu führt, dass die Einstellungen-App auf Server-Domänencontrollern (DCs) nicht mehr funktioniert, wenn auf die Seite Datenschutz > Aktivitätsverlauf zugegriffen wird.
  • Behebt ein Problem, das dazu führen kann, dass bestimmte Bluetooth-Audio-Headsets nach einer Anpassung des Fortschrittsbalkens nicht mehr abgespielt werden. Dieses Problem betrifft moderne Systeme, die Advanced Audio Distribution Profile (A2DP) Offload unterstützen.
  • Behebt ein Problem, das verhindert, dass Geräte ein Angebot von Windows Update für denselben Erweiterungstreiber erhalten, wenn dieser Erweiterungstreiber bereits ohne den Basistreiber installiert ist.
  • Behebt eine Wettlaufsituation, die dazu führt, dass der Local Security Authority Subsystem Service (LSASS) auf Active Directory-Domänencontrollern nicht mehr funktioniert. Dieses Problem tritt auf, wenn LSASS gleichzeitige Lightweight Directory Access Protocol (LDAP) über Transport Layer Security (TLS)-Anforderungen verarbeitet, die nicht entschlüsselt werden können. Der Ausnahmecode lautet 0xc0000409 (STATUS_STACK_BUFFER_OVERRUN).
  • Behebt ein Problem, das eine Suche nach einer nicht existierenden Sicherheits-ID (SID) aus der lokalen Domäne unter Verwendung eines schreibgeschützten Domänencontrollers (RODC) betrifft. Die Suche gibt unerwartet den Fehler STATUS_TRUSTED_DOMAIN_FAILURE anstelle von STATUS_NONE_MAPPED oder STATUS_SOME_MAPPED zurück.
  • Behebt ein Problem, das dazu führen kann, dass der Local Security Authority Server Service (LSASS) Token auslaufen lässt. Dieses Problem betrifft Geräte, die Windows-Updates vom 14. Juni 2022 oder später installiert haben. Dieses Problem tritt auf, wenn das Gerät eine bestimmte Form von Dienst für Benutzer (S4U) in einem nicht vertrauenswürdigen Windows-Dienst (TCB) ausführt, der als Netzwerkdienst ausgeführt wird.

Windows 11 im Test Zwei Schritte nach vorne - und einer zurück
FAQ zu Windows 11 Anleitungen, Tipps und Tricks
Siehe auch:
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