'Zombie' Internet Explorer: Ohne IE11 gibt's keine Videos in PowerPoint

Witold Pryjda, 09.09.2022 14:21 Uhr 2 Kommentare
An sich ist der Internet Explorer 11 seit Juni dieses Jahres endgültig tot, nach 27 Jahren hat der Redmonder Konzern seinen berühmten, aber auch viel gehassten Browser zu Grabe getragen. Das Problem: Der IE-Zombie will da nicht so recht bleiben und meldet sich u. a. via PowerPoint zu Wort. Der IE11 ist zweifellos legendär, denn er hat im Guten, aber vor allem auch Schlechten viel mit der Entwicklung des Internets, wie wir es heute kennen, zu tun. Mitte Juni 2022 endete aber die Geschichte des Internet Explorers, denn Microsoft stellte den Support endgültig ein (mit einigen wenigen speziellen Ausnahmen). An die Stelle des IE11 trat der Microsoft Edge, der aktuelle Browser der Redmonder hat für den Fall der IE-Fälle einen entsprechenden Modus integriert.

Den IE11 in seiner alten Form sollen Nutzer aber nicht mehr zu sehen bekommen, auch wenn Tüftler einen Weg gefunden haben, diesen dennoch zu starten. So oder so: Der Internet Explorer 11 ist tot. Das Problem dabei: Ein Microsoft-Programm selbst verlangt nach dem IE11 und das ist sogar eine Anwendung, die zu den beliebtesten von Microsoft zählt.

PowerPoint verlangt nach dem IE11

Denn wie der bekannte Entwickler und Microsoft-Kenner Tero Alhonen auf Twitter entdeckt hat (via Dr. Windows), benötigt man in PowerPoint für die Wiedergabe von Videos einen auf dem Rechner installierten Internet Explorer 11. Dabei widerspricht sich Microsoft in der Einblendung durchaus selbst.

Denn in der eigentlichen Fehlermeldung heißt es, dass der Browser nicht benötigt wird, um im Web zu surfen und der Nutzer das auch nicht machen müsse, "unter der Haube" erfordert das Präsentations-Programm aber nach wie vor den IE11, um Videos abzuspielen. Gleichzeitig wird aber auch eingeblendet, dass Microsoft 365-Apps und -Dienste den IE seit August 2021 nicht mehr unterstützen.

Das ist zwar alles etwas kurios, aber nicht wirklich überraschend. Denn im Hintergrund gibt es noch die eine oder andere Anwendung, die auf bestimmte IE-Bestandteile zurückgreift. Dennoch wäre Microsoft wohl gut beraten, zumindest den Text solcher Meldungen anzupassen und etwas klarer zu formulieren.

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