Rekord für Herr der Ringe-Serie, Amazon kämpft gegen Review Bombing

Witold Pryjda, 05.09.2022 11:11 Uhr 87 Kommentare
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Vergangene Woche ist mit Die Ringe der Macht die teuerste Se­rie aller Zeiten angelaufen und bei der Kritik und dem Pub­li­kum kam sie auch bestens an, das zeigen gute Wertungen so­wie Zah­len. Kritiker- und Nutzer-Wertungen passen aber nicht zu­sam­men. Aus "gu­tem" Grund. Seit der Ankündigung von Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht wird diskutiert, ob die lose auf Tolkien-Stoffen basierende Serie im Sinne des Erfinders der modernen Fantasy wäre. Seit vergangenen Freitag kann man sich auch selbst überzeugen, wie der Versand- und Medienriese Amazon die Geschichte interpretiert, die lange vor dem Der Hobbit und Der Herr der Ringe spielt.

Das Interesse an der Serie, die rund eine Milliarde Dollar gekostet hat (hier ist allerdings bereits die zweite Staffel einkalkuliert) war auch riesig, denn laut Amazon haben alleine am ersten Tag mehr als 25 Millionen Menschen die Serie angesehen: "Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht" hat am ersten Tag weltweit mehr als 25 Millionen Zuschauer angelockt und damit alle bisherigen Rekorde gebrochen und die größte Premiere in der Geschichte von Prime Video gefeiert."


Kritiker feiern die Serie, Nutzer strafen sie ab

In der Kritik kamen die ersten beiden Folgen, die es zum Debüt zu sehen gab, überwiegend gut bis sehr gut an. So kommt Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht auf Rotten Tomatoes auf einen (Profi-)Kritiker-Schnitt von 84 Prozent positiver Reviews, auf Metacritic erreicht man eine Wertung von 71.

Gleichzeitig hat die Serie aber auch einen Nutzer-Schnitt, der konträrer nicht sein könnte, auf Rotten Tomatoes sind es 39 Prozent, bei Metacritic gar nur 2,4 Punkte (von zehn maximal möglichen). Das ist auf den ersten Blick verwunderlich, aber leicht erklärbar: Es kommt zu sogenanntem Review Bombing. Denn so mancher stört sich an der vermeintlich "woken" und diversen Besetzung, also dem Umstand, dass Elfen und andere Fantasy-Wesen nicht allesamt weiß sind. Und diese Nutzer organisieren sich immer wieder, wenn es darum geht, die Wertungen zu drücken.

Amazon selbst hat bereits reagiert: Denn man hat für seine eigene Seite bzw. Prime Video eine 72-stündige Review-Sperre eingeführt. Diese Maßnahme geht auf A League of Their Own zurück, also die Serienumsetzung des Frauen-Baseball-Filmes Eine Klasse für sich von 1992. Wie Variety berichtet, blieb dieser Sperrzeitraum bislang weitgehend unbemerkt, ist nun aber im Zuge der neuen Herr der Ringe-Serie vielen aufgefallen und vom Unternehmen auch bestätigt worden. Amazon will Kritiken auch genauer prüfen, man will organisierte Trolle sowie Bots finden und sperren.

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