Asus' faltbares Windows-Tablet mutiert zum Laptop - ab 3800 Euro

Roland Quandt, 01.09.2022 17:42 Uhr 2 Kommentare
Asus hatte schon zur CES 2022 im Januar das sogenannte Zenbook 17 Fold OLED angekündigt. Erst jetzt nennt man aber anlässlich der IFA in Berlin den Preis. Wer ein faltbares Windows-Tablet mit Tastatur-Option wünscht, muss demnach tief in die Tasche greifen. Wie Asus im Zuge der IFA 2022 bekannt gab, soll das Zenbook 17 Fold OLED noch in diesem Jahr an die ersten Kunden ausgeliefert werden. Das riesige 17,3-Zoll-Display lässt sich wie erwartet in der Mitte falten, sodass aus dem gigantischen Tablet auf Wunsch eine Art Laptop werden kann. Mit seinem 180-Grad-Scharnier werden aus dem faltbaren Bildschirm im 4:3-Format im Grunde zwei 12,5 Zoll große Displays im 3:2-Format mit 1920 x 1280 Pixeln Auflösung.

Asus Zenbook 17 Fold OLED
Vielseitig und faltbar: Asus Zenbook 17 Fold OLED

Günstig ist das Gerät freilich nicht, nannte Asus zur IFA doch eine offizielle Preisempfehlung für Europa von mindestens 3799 Euro. In den USA, wo die Steuern je nach Bundesstaat unterschiedlich hoch ausfallen und deshalb nie in der UVP enthalten sind, kostet das faltbare ZenBook mit 3499 Dollar Einstiegspreis ebenfalls eine beachtliche Summe.

Asus Zenbook 17 Fold OLED
Am Schreibtisch lassen sich die vollen 17 Zoll nutzen

Da es sich beim faltbaren Bildschirm des Zenbook 17 Fold OLED, wie der Name schon sagt, um ein OLED-Panel handelt, fällt das Kontrastverhältnis extrem hoch aus. Einzelne Pixel werden schließlich einfach abgeschaltet, wenn das Display im jeweiligen Bereich nur schwarz anzeigen soll. Die maximale Helligkeit gibt Asus mit 500 Candela an und verspricht darüber hinaus, dass der DCI-P3-Farbraum zu 100 Prozent abgedeckt wird. Die Bildwiederholrate liegt mit 60 Hertz auf Standard-Niveau.

Klappen, Falten, Aufstellen

Der Kunde hat dank des faltbaren OLED-Panels die Wahl. Entweder nutzt man das Gerät als großes Tablet oder stellt es auf dem Schreibtisch auf, um mit einem dazugehörigen ErgoSense Bluetooth-Keyboard und einer externen Maus Eingaben vorzunehmen. Alternativ lässt sich die drahtlose Tastatur auch auf eine Hälfte des Bildschirms legen, während man die andere Hälfte wie den Display-Deckel eines klassischen Notebooks aufrichtet. Dann wird das Zenbook 17 Fold OLED zu genau dem: einer Art Laptop.

Asus Zenbook 17 Fold OLED

Dem hohen Preisanspruch entsprechend fällt die Ausstattung unter der Haube gut aus. Der Kunde kann auf Wunsch maximal einen Intel Core i7-SoC der 12. Generation ordern, wobei Asus sicherlich auf die stromsparenden Chips der U-Serie setzt. Es sind bis zu 16 Gigabyte Arbeitsspeicher und höchstens ein Terabyte NVMe M.2 SSD-Speicher möglich. Mittels zweier Thunderbolt-4-Ports lässt sich der immerhin 75 Wattstunden fassende Akku per Fast-Charging schnell laden. Über sie erfolgt auch der Anschluss an externe Display.

Der einzige andere Port am Gehäuse des Asus Zenbook 17 Fold OLED ist ein 3,5-mm-Klinkenanschluss für Headsets und Kopfhörer. Hinzu kommt eine 5-Megapixel-Webcam und es gibt vier Lautsprecher, die von Harman Kardon optimiert wurden. Bei der Audioausgabe werden Dolby Vision und Dolby Atmos unterstützt. Eine kleine Besonderheit ist der Farbsensor am Rand des Displays, der für eine optionale Farbwiedergabe sorgen soll. Dank einer hochauflösenden Infrarot-Kamera kann sich der Nutzer zudem per Gesichtserkennung mit Windows Hello anmelden.

Das Asus Zenbook 17 Fold OLED ist erst das zweite "Notebook" mit faltbarem Display. Lenovo hatte bereits auf der CES 2022 das ThinkPad X1 Fold vorgestellt, das mit seinem faltbaren 13-Zoll-Display und einem Einstiegspreis von 2500 Dollar ebenfalls nicht gerade günstig in den Markt startete - bei deutlich schlechterer Hardware-Basis.

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