Google-Fonts-Abmahnungen: Strafanzeige gegen "Datenschutzanwalt"

[o1] Rashiade am 26.08. 16:58
+11 -
Sehr nice, hoffentlich erstickt er dran.

Wundert mich aber sowieso, dass es da noch keine Klagen gerade bei größeren Firmen gab.
Selbst auf der offiziellen Adobe-Webseite werden ohne jegliche Zustimmung Inhalte von go-mpulse, Typekit, Scene7, Demdex und vielen weiteren geladen, womit auch die IP-Adresse entsprechend übermittelt wird.

Und ich mache mir stundenlang die Arbeit, irgendwelche Cookie-Consent-Scripte einzubauen, die definitiv erst einmal alles blockieren und lokal auf dem eigenen Server laufen, die Google Fonts runterzuladen und die Webseiten entsprechend umzubauen...
[re:1] Jonas_D am 26.08. 19:38
+ -
@Rashiade: "Cookie-Consent-Scripte einzubauen, die definitiv erst einmal alles blockieren und lokal auf dem eigenen Server laufen"

Nutzt du da einen Consent-Anbieter, mit laufenden Kosten? Oder gibts sowas mittlerweile auch komplett kostenfrei?

Ich bin mittlerweile dazu übergegangen, komplett auf Cookies zu verzichten (abgesehen die Verweil-Cookies), um mir den Consentkram komplett zu sparen und, wie du, Fonts selbst zu hosten.
[re:1] Rashiade am 30.08. 10:39
+ -
@Jonas_D: Wir nutzen die Open-Source-Variante von hier: https://github.com/osano/cookieconsent
Der Anbieter bietet wohl auch eine mit weniger Aufwand verbundene Variante als Mietmodell, aber das sehe ich persönlich nicht ein, da 100-200€ im Monat hinzulegen für ein popeliges Fenster, was da vorgeschaltet wird. Zur Not hätte ich mir da auch selber was gebaut.
[re:1] Jonas_D am 30.08. 22:11
+ -
@Rashiade: Cool, danke für die Antwort. Gut zu wissen!
[o2] DRMfan^^ am 26.08. 18:04
+1 -2
Und wenn schon? Für den Verstoß ist es doch völlig unerheblich, ob es automatisiert aufgedeckt wurde?

DCMA-Meldungens werden auch automatisiert verschickt z.B.
[re:1] Shavanna am 26.08. 18:44
+6 -
@DRMfan^^: ein weitere Grund auch hier die Automatisierung generell zu verbieten. Beim Thema Recht haben sich Bots herauszuhalten, finde ich.
[re:1] monte am 27.08. 06:01
+3 -
@Shavanna: Die Richter sind heutzutage ja auch nurnoch Bots... die einfach alles durchwinken (weil die Anwälte ja zigtausende Abmahnungen automatisiert verschicken). Das Problem ist natürlich, dass diese das wegen Lapallien machen oder gar gänzlich ungerechtfertigt und der arme Tropf, der sowieso kaum mehr den Kopf über Wasser halten kann muss sich dann damit rumschlagen und da ist Zahlen oft die weitaus stressfreiere Methode als sich monate oder gar Jahrelang vor Gericht streiten zu müssen, um sein Recht zu bekommen.
Meiner Meinung nach müssten gesetzliche Regeln her, einen Anwalt (oder ganz generell Firmen) in die Schranken weisen. Es darf nicht sein, dass tausende Fälle entstehen, von denen nur die allerwenigsten gerechtfertigt sind und sie eigentlich nur die Angst der Leute ausnutzen, damit diese zahlen.
Genauso wie Lego z.B. Container von Konkurrenten wochenlang am Zoll festsetzen und somit kleine Unternehmer ruinieren kann. Da müssen einfach Gesetze her, die den "Anschwärzer" bestrafen, wenn sich seine Vorwürfe als fehlerhaft herausstellen oder ihm zumindest verbieten, dies immer und immer wieder zu tun (ähnlich wie im Football, wo das Team sein Recht auf Anfechtung einer Schiedsrichterentscheidung verliert, wenn die Überprüfung ergibt, dass man unberechtigterweise Einspruch erhoben hatte).
[re:1] DRMfan^^ am 28.08. 00:02
+2 -
@monte: Das fände ich sinnvoll. Wenn sich z.B. 10% als unberechtigt herausstellen, muss der Versendende alle Forderungen widerrufen - oder so.
[re:1] Shavanna am 28.08. 15:03
+ -
@DRMfan^^: Zumindest ab ~100 Fällen. Je geringer die Masse der Fälle ist, umso schwerer wiegt ein einzelner Irrtum.
[re:2] DRMfan^^ am 27.08. 23:59
+ -
@Shavanna: Wie willst du automatisch generierte Inhalten manuell Herr werden? Das geht einfach nicht. Der Bot *entscheidet* ja nicht - das fänd ich auch Problematisch - er moniert nur einen Missstand.
[re:2] monte am 27.08. 05:47
+ -
@DRMfan^^: Es geht hier ja drum, dass die Forderung nach "Schmerzensgeld" (oder Schadensersatz, ka), weil das Besuchen der Webseite ihr unbehagen bereite offensichtlich Betrug sein muss, weil sie diese Webseiten ja niemals besucht hat.
Wenn das mit den Fonts illegal ist kann und sollte das natürlich abgemahnt werden und um diese Webseite zu finden ist es natürlich völlig okay Programme zu nutzen.
[re:1] Shavanna am 27.08. 16:09
+3 -
@monte: Hier braucht es eine Regelung, nach der die erstmalige Abmahnung kostenlos zu erfolgen hat. Dadurch wird ja das Ziel erreicht, das ein regelwiedriger Zustand beseitigt wird. Wenn nichts passiert, kann immer noch durch ein Gericht eine Strafe festgelegt werden. Das sich das Versenden von Abmahnungen als Industrie lohnt ist eine Schweinerei.
[re:1] DRMfan^^ am 27.08. 23:58
+1 -
@Shavanna: Ich fände eine Lösung dazwischen gut., Wie bei einer Mahnung, wo ja auch die erste kostenfrei sein muss. Direkt als zweite Stufe nen Richter einzubinden finde ich hingegen übertrieben, die haben wichtigeres zu tun.
[re:1] Shavanna am 28.08. 15:01
+2 -
@DRMfan^^: naja, das stimmt auch wieder. Aber so wie es bisher läuft, dass irgendwelche Anwälte einfach maßlos Leute abmahnen darf es in einem Rechtsstaat nicht geben. Ich habe ja nichts gegen die Abmahnung an sich, als Mittel zum Beenden eines Problems, aber wenn es immer wieder missbraucht wird, damit sich Leute bereichern, dann geht das finde ich zu weit.
[re:2] DRMfan^^ am 28.08. 00:04
+ -2
@monte: wieso muss man eine Seite besuchen, damit einem ein Besuch Unbehagen bereitet?

Wenn ich eine dunkle Straße in der Nacht nicht betreten will und einen Umweg gehe, dann hat mir auch das Betreten Unbehagen bereitet, ohne dass ich die Straße je betreten habe.
[re:1] MelA1 am 29.08. 13:58
+ -
@DRMfan^^: Nein, der Gedanke daran, die Straße zu betreten, hat dir Unbehagen bereitet. Dafür kann man aber niemanden zur Rechenschaft ziehen.
[re:1] DRMfan^^ am 29.08. 16:27
+ -
@MelA1: Eben doch. (Datenschutz)verstoß bleibt Verstoß.
[o3] marcde am 28.08. 09:09
+1 -
Wenn man sich die Entwickler-Dokumentation zu Google Fonts anschaut, wird keine IP an Google übertragen, das kann man hier nachlesen: https://developers.google.com/fonts/faq#what_does_using_the_google_fonts_api_mean_for_the_privacy_of_my_users - genau das ist aber Inhalt der Abmahnwelle und wurde auch so vom LG München bemängelt, Urteil hier: https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/Y-300-Z-GRURRS-B-2022-N-612. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieses Detail übersehen wurde ... oder doch?
[re:1] Rashiade am 30.08. 10:51
+ -
@marcde: Es ist technisch nicht möglich, keine IP zu übermitteln. Das wäre wie einen Brief zu verschicken, um Rückmeldung zu bitten aber keinen Absender draufzuschreiben.
Und für die DSGVO spielt es keine Rolle, was der Anbieter sagt, was er mit den übermittelten Daten tut.
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