Größte Kunstauktion: Sammlung von Microsoft-Gründer wird versteigert

Roland Quandt, 26.08.2022 17:15 Uhr
Das Auktionshaus Christie's hat die bisher größte Kunstauktion der Geschichte angekündigt. Dabei kommt die Sammlung des bereits vor Jahren verstorbenen Microsoft-Mitgründers Paul Allen unter den Hammer, deren Wert auf rund eine Milliarde Dollar geschätzt wird. Wie Christie's mitteilte, hat man für November eine aufsehenerregende Auktion angesetzt, bei der zahlreiche Kunstwerke versteigert werden sollen, die einst Paul Allen gehörten. Allen war vor einigen Jahren nach langer Krankheit frühzeitig verstorben und hinterließ ein Milliardenvermögen, zu dem auch die Kunstsammlung gehörte.

Gesamte Einnahmen werden für wohltätige Zwecke gespendet

Paul Allen hatte zusammen mit Bill Gates bereits 1975 das Unternehmen Microsoft gegründet. Die beiden Schulfreunde waren lange gemeinsam aktiv, bevor sich Allen schon 1983 aus dem Unternehmen zurückzog. Bis zu seinem Tod im Jahr 2018 war Allen im Vergleich zu Gates weitestgehend aus der Öffentlichkeit verschwunden. Er war vor allem als Besitzer von Sport-Teams aktiv und besaß eine der größten Superyachten.


Im Zuge der Auktion von Allens Sammlung bei Christie's werden insgesamt rund 150 Kunstwerke verkauft, die über einen Zeitraum von ungefähr 500 Jahren geschaffen wurden. Eines der Prunkstücke von Allens Sammlung ist ein Bild mit dem Titel "La Montagne Sainte-Victoire" des französischen Malers Paul Cézanne, dessen Wert auf mehr als 100 Millionen Dollar geschätzt wird.

Eine Besonderheit bei der umfangreichen Auktion wird sein, dass alle Werke aus der Sammlung von Paul Allen für einen guten Zweck versteigert werden. Sämtliche Einnahmen sollen nämlich Wohltätigkeitsorganisationen zugutekommen. Allen hatte schon 2010 verkündet, dass ein Vermögen zum allergrößten Teil nach seinem Tod gespendet werden solle. Damals lag Allen auf Platz 37 der Liste der reichsten Menschen der Welt.

Heute wird das Vermögen von Paul Allen von seiner Schwester verwaltet. Der ehemalige Mitgründer von Microsoft hatte das Unternehmen wie erwähnt bereits acht Jahre nach der Gründung verlassen, weil sich sein Gesundheitszustand verschlechterte. Er litt an einem sogenannten Non-Hodgkin-Lymphom und wurde im Kampf gegen die Krebsart zunächst auch erfolgreich behandelt. Ein weiterer Grund für seinen Ausstieg war ein immer schlechteres Verhältnis zu Bill Gates.

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