"Datenschutzanwalt" verschickt Massenabmahnungen zu Google Fonts

[o1] Bautz am 24.08. 16:12
+1 -5
"Besteht überhaupt ein Schaden?"
Wenn man mich nicht darauf hinweist, gibt es auf jeden Fall die Absicht oder Fahrlässigkeit mir zu Schaden. Den Schaden konnte ich nur abwenden, da ich selbst alle Google-Domains wegblocke außer in einer isolierten Umgebung.

Über den Sinn der DSVGO mit dem Cookie-Wahn lässt sich natürlich streiten, aber erstmal ist so das gesetzt.
[o2] zivilist am 24.08. 19:20
+5 -1
So ein quatsch mit Soße. Die Leute haben echt langeweile. Das eine IP generell personenbezogen ist bezweifle ich eh.
[o3] Ludacris am 24.08. 23:01
+6 -
Nachdem ich mich in den letzten zwei Tagen mit dem Fall auseinander gesetzt habe hier ein paar Punkte die stinken:
1) Die Aufrufe auf die Webseiten wurden gemacht NACHDEM die Mandantin ihre Vollmacht ausgestellt hat.
2) Die Aufrufe auf die Webseiten waren allesamt mit hoher Wahrscheinlichkeit durch Crawler da nur HTML und CSS abgerufen wurden, niemals jedoch Bilder oder JS Files.
3) Es hat scheinbar nur .at Domains betroffen was dafür sprechen würde, dass hier einfach ein Zufallsgenerator Domainnamen generiert hat.
4) Es wird davon ausgegangen, dass mehrere Tausend Abmahnungen versendet wurden, das alle Webseiten von einer Einzelperson im fraglichen Zeitraum angesurft worden sind ist ebenfalls unwahrscheinlich
5) Es betrifft Konzerne, KMUs, Einzelunternehmen und private Webseiten verschiedenster Inhalte. Das jemand in so kurzer Zeit nach so vielen verschiedenen Dingen sucht ist ebenfalls unwahrscheinlich, zumal hier Menschen davon berichtet haben, dass die Webseite um zb. ihr Hobby als Imker geht oder die Webseite vom eigenen Shiatsu Massagestudio ist.
6) Jetzt wirds sehr spekulativ: Laut einem bekannten der in den Schreiben genannten Mandantin bestünde ein Näheverhältnis zwischen dem Anwalt und der Mandantin.

Was noch dazu kommt: Eine dynamische IP-Adresse KANN nicht zu personenbezogenen Daten gezählt werden. Ich hab eine der in den Schreiben genannten IP-Adressen im Mai bei meinem Smartphone zugewiesen bekommen (kann ich durch debuglogs auf meinem lokalen testserver nachweisen und ich kann auch belegen, dass es sich dabei um mein Handy gehandelt hat da in der URL ein eindeutig zuweisbarer Token war)

Das ganze ist einfach nur ein dreister Versuch aus einem bescheuerten Urteil von einem Richter der scheinbar keinen Plan vom Internet hat Geld zu machen.
[re:1] Nunk-Junge am 25.08. 10:43
+ -1
@Ludacris, zivilist: Eine IP ist definitiv ein personenbezogenes Datum (Einzahl von Daten). Über die IP-Adresse kann man wunderbares Tracking betreiben und sehr detailllierte Informationen über die Person ermitteln. Das ist viel besser als zum Beispiel eine Adresse, denn die ist fix, mit Deiner IP bewegst Du Dich aber im Netz. Somit gehört die IP-Adresse sogar zu den aussagekräftigsten personenbezogenen Daten. Und dynamische IP-Adressen ändern daran nichts.
[o4] Apes am 25.08. 07:28
+6 -
Habe in den letzten Tagen selbst eine sog. "Abmahnung" wegen dem Mist bekommen. Obwohl ich in meiner Datenschutzerklärung Google Fonts erwähnt hatte. einen Cookie-Banner eingebaut habe und inzwischen sogar Google Fonts nur noch lokal auf dem Webserver betreibe...
Sollte 3.000,- € zahlen.
Anwalt gegeben und gut.
[o5] DRMfan^^ am 25.08. 07:39
+1 -2
Wieso selbsterklärt? Ich nehme an, auch in Österreich darf sich nicht jemand einfach als Anwalt bezeichnen?!
[re:1] pcblizzard am 25.08. 08:28
+2 -
@DRMfan^^: Ich denke es geht nicht nur um den letzen Teil des Wortes ("Anwalt") sondern ums komplette ("Datenschutzanwalt"), da es diese Berufsbezeichnung wahrscheinlich offiziell nicht gibt.
[re:2] WHW am 25.08. 09:18
+1 -
@DRMfan^^: Das ist ein von der österr. Rechtsanwaltskammer zugelassener, ausgebildeter Rechtsanwalt mit den nötigen juristischen Prüfungen. Ist in Ö sehr genau geregelt.
[o6] Lex23 am 25.08. 10:28
+ -
Finde ich natürlich assig von dem Anwalt, der will natürlich nur Geld machen.
Andererseits verstehe ich auch nicht, warum so viele Webseiten die Fonts von Google-Servern nachladen, und somit die IP-Adresse weitergeben, anstatt die Font einfach selbst zu hosten. Ist auch nicht wirklich schwer.
[re:1] larsh am 25.08. 11:47
+ -
@Lex23: Warum wird z.B. jQuery oder ähnliches nicht lokal gehostet sondern vom Quellserver geladen? Lösung: Lastverteilung (vom Server weg, nicht zu viele gleichzeitige Verbindungen zu einem Server)
[o7] seti40s am 25.08. 16:18
+ -
Also, wir haben ihm mal, unter Berücksichtigung der (österreichischen) DSGVO und des StGB die Staatsanwaltschaft auf den Hals geschickt. Von arglistiger Täuschung bis zum gewerbsmäßigen Betrug ist da einiges drinnen, außerdem darf er sich auf ein Kammerverfahren freuen.
oder

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