Samsung startet Bau eines gigantischen Entwicklungszentrums für Chips

Christian Kahle, 22.08.2022 14:11 Uhr 1 Kommentare
Samsung Electronics hat sein jüngstes Gigant-Projekt jetzt gestartet. In der Nähe der südkoreanischen Hauptstadt Seoul zelebrierte man den ersten Spatenstich für ein neues Chipzentrum, in dessen Bau und Einrichtung der Konzern satte 15 Milliarden Dollar steckt. Hier handelt es sich nicht einmal um eine neue Fabrik, mit der man zukünftig viele Kunden bedienen will. Vielmehr entsteht am Standort Yongin ein Forschungs- und Entwicklungszentrum, mit dem Samsung seine führende Rolle im Halbleiter-Markt zementieren und ausbauen will. Über hunderttausend Quadratmeter Platz soll der neue Campus nach der Fertigstellung bieten.

An der Spitze des Events zur Grundsteinlegung stand Lee Jae-Yong. Dieser hat offiziell das Amt des stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden inne, ist allerdings faktisch der Chef des Unternehmens. Es war sein erster öffentlicher Auftritt in seiner Funktion seit der offiziellen Begnadigung durch den südkoreanischen Präsidenten Yoon Suk-yeol. Um Samsung gibt es seit Jahren Verfahren und Skandale rund um Korruption und die Verwicklung in Staatsgeschäfte.


Fertig im Jahr 2028

An dem Standort wird auch eine Produktionslinie entstehen, die allerdings vor allem Kleinserien zu Testzwecken oder zur Bemusterung neuer technologischer Entwicklungen produziert. Diese soll Mitte 2025 in Betrieb genommen werden können. Mit dem endgültigen Abschluss der Bauarbeiten rechnet Samsung im Jahr 2028.

Zu den Aufgaben des neuen Entwicklungszentrums wird aber nicht nur die Arbeit an fortschrittlichen Chipdesigns gehören. Samsung will hier ebenso an neuen Prozesstechnologien arbeiten, was letztlich die Voraussetzung ist, um die neuen Chips dann jeweils auch in die Massenproduktion zu bekommen. Aktuell liefert sich der Konzern hier ein Wettrennen mit dem taiwanischen Konkurrenten TSMC. Um sich dabei gut aufzustellen, wollen die Südkoreaner sich auch nicht nur aus dem heimischen Talente-Pool bedienen, sondern weltweit nach Fachleuten suchen, die sich vorstellen können, in Südkorea zu arbeiten.

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