YouTube entfernt Videos von Nutzern, die Teslas FSD mit Kindern testen

Witold Pryjda, 22.08.2022 10:15 Uhr 3 Kommentare
Eigentlich könnte man meinen, dass Eltern alles dafür tun, um ihre Kinder vor Gefahren zu schützen - selbst wenn das Risiko minimal ist. Doch offenbar setzt dieser Instinkt bei manchen aus, wenn es um die Religion Tesla geht und deshalb müssen Behörden und auch YouTube handeln. Konkret geht es hier um die - aller Wahrscheinlichkeit nach falschen - Vorwürfe, die eine US-Kampagne gegen Teslas Full Self-Driving (FSD) erhoben hat. Denn eine Organisation des US-Milliardärs Dan O'Dowd hat auf sozialen Medien ein Video verbreitet, in dem angeblich zu sehen ist, dass Teslas Autonomie-Funktion Attrappen von Kindern nicht korrekt erkennt und diese ungebremst überfährt.

Doch es gibt erhebliche Zweifel, dass das tatsächlich so stimmt. Denn einige Medien haben sich das Material angesehen und haben festgestellt, dass FSD bei den Testfahrten vermutlich gar nicht aktiv war. Damit könnte und sollte die Sache auch zu Ende sein bzw. sollte sich Teslas Rechtsabteilung der Angelegenheit widmen.


Doch Teslas fanatische Anhänger wollten derartige Häresie nicht dulden und meinten, dass FSD vielleicht Attrappen übersieht, aber keine echten Kinder. Und einige wollten das auch in Videos demonstrieren und haben dafür Eltern gesucht, die bereit sind, ihren Nachwuchs für Tests bzw. Demonstrationen zur Verfügung zu stellen.

Und tatsächlich fanden sich einige Eltern, die bereit waren, ihre Kinder für derartige Videos zur Verfügung zu stellen. Dabei merkten einige zwar an, dass die Kinder in den Aufnahmen nie ansatzweise in Gefahr waren, doch Eltern, die ganz bei Verstand sind, werden jedes noch so kleine Risiko ausschließen wollen.

Entsprechend entsetzt war man nicht nur bei der US-Verkehrsbehörde National Highway Traffic Safety Administration (NTHSA), die eine offizielle Warnung aussprach, sondern auch bei YouTube. Denn wie CNBC berichtet, musste die Videoplattform bereits zwei derartige Videos löschen - nachdem man von dem Medium darauf aufmerksam gemacht worden ist.

Minderjährige gefährdet

Die Videoplattform teilte in einem Statement mit: "YouTube erlaubt keine Inhalte, die Minderjährige bei gefährlichen Aktivitäten zeigen oder Minderjährige zu gefährlichen Aktivitäten ermutigen. Bei der Überprüfung haben wir festgestellt, dass die Videos, die uns von CNBC übermittelt wurden, gegen unsere Richtlinien für schädliche und gefährliche Inhalte verstoßen, woraufhin wir die Inhalte entfernt haben."

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