Dieses Mal aber wirklich: SLS soll in zwei Wochen zum Mond fliegen

Witold Pryjda, 16.08.2022 12:31 Uhr
Das Space Launch System der NASA hatte lange mit zahlreichen Verzögerungen zu kämpfen. Das ist allerdings im Weltraumgeschäft nicht ungewöhnlich, denn auch beim Starship von SpaceX dauert alles länger als gedacht. Doch der SLS-Start rückt nun näher. Das Space Launch System (SLS) ist das größte für die NASA gebaute Trägersystem seit der Saturn 5-Rakete, deren Größe und Leistungsfähigkeit hatte natürlich einen besonderen Zweck, nämlich den Flug zum Mond. Und das ist auch bei SLS nicht anders, denn die fast 100 Meter hohe Rakete soll ebenfalls Menschen zum Erdtrabanten befördern.

SLS und Orion

Das Space Launch System soll das Raumschiff Orion ins All bringen, dieses wird dann zum Mond fliegen. Der Missionsname Artemis ist kein Zufall, denn die Schwester von Apollo soll andeuten, dass dieses Mal nicht nur Männer die Oberfläche des Erdtrabanten betreten werden, sondern auch Frauen.

NASA Artemis

Bau und Startvorbereitungen des SLS waren aber nicht ohne Probleme, denn im Laufe der Jahre gab es diverse Verzögerungen durch kleinere und größere Pannen. Doch nun wird es offenbar tatsächlich ernst: Heute Nachmittag soll das Space Launch System erneut den Weg zur Startrampe antreten, dieses Mal aber nicht zu einem sogenannten "Wet Dress Rehearsal", also einer "feuchten Generalprobe", sondern als Vorbereitung zum tatsächlichen Start.

Wie Ars Technica schreibt, sind sich die Verantwortlichen jetzt sicher, dass der Launch erfolgen kann, denn die Vorbereitungen liefen vollständig nach Plan. Man ist sogar vor dem Plan, denn ursprünglich sollte es zwei Tage später zur Rampe gehen. Und mittlerweile hat die Rakete auch einen Starttermin bzw. mehrere Möglichkeiten dafür: Aktuell visiert man den 29. August an, als Ausweichtermine stehen dann der 2. sowie 5. September bereit.

Alle drei Termine erlauben eine mehrwöchige Mission mit einer Dauer von 39 bis 41 Tagen. Dabei fliegt Orion unbemannt zum Mond, verbleibt eine längere Zeit in dessen Orbit und kehrt dann zur Erde zurück. Nach zwei unbemannten Flügen soll der dritte dann mit Menschen an Bord erfolgen, dieser hat aber noch keinen Termin.

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