Das sind die 'geheimen' Emoji, mit denen online Drogen bestellt werden

Witold Pryjda, 15.08.2022 18:12 Uhr 6 Kommentare
Im Drogengeschäft sind Codewörter so alt wie der illegale Handel selbst, dieser verlegt sich aber heutzutage immer mehr auf das Internet. Doch statt Codewörtern gibt es nun Emojis und die US-Drogenbehörde hat hierzu jetzt einen Leitfaden veröffentlicht. Die Drug Enforcement Administration (DEA) hat vor Kurzem das "Geheimnis" gelüftet, wie junge Menschen heutzutage kommunizieren oder besser gesagt Drogen im Internet kaufen. Denn die mächtige US-amerikanische Behörde hat ein PDF veröffentlicht, in dem man nicht nur erfährt, wie bestimmte Drogen im Emoji"Sprech" genannt werden, sondern auch, wie man (große) Mengen und die Potenz der Drogen definiert.

Zielgruppe dieses Guides sind laut DEA Eltern und alle anderen Personen in Erziehungspositionen: "Dieser Leitfaden soll Eltern, Betreuern, Erziehern und anderen Entscheidungsträgern ein besseres Verständnis dafür vermitteln, wie Emojis in Verbindung mit illegalen Drogen verwendet werden", schreibt die Behörde (via Gizmodo).

Drogen-Emoji

Kuriose Kampagne, ernster Hintergrund

Die Kampagne der DEA mag zwar kurios und lustig klingen, damit reagiert die Anti-Drogen-Behörde aber auf einen Trend, bei dem online rezeptpflichtige Medikamente verkauft werden, die mit diversen gefährlichen Verunreinigungen versehen sind. Entsprechend klärt man auf, welche Emoji-Codes Medikamente wie Oxycodon, Xanax und Adderall haben und diese sind tatsächlich nicht so leicht identifizierbar.

Crystal Meth ist hingegen relativ leicht zu entschlüsseln, hier kommen Emoji wie ein Kristallball oder ein Diamant zum Einsatz. Auch Kokain ist vielfach naheliegend, so gibt es Schnee und Schneemann, aber auch weniger naheliegende Symbole wie Kugelfisch oder ein Emoji mit ausgestreckter Zunge.

"Dealer-Werbung" funktioniert in der Regel mit Geld- und Dollar-Symbolen, hohe Potenz der Drogen wird u. a. mit einer Rakete oder Bombe angezeigt und eine große Menge mit einem Keks. Bei Drogen allgemein geht es "kanadisch" zu, denn diese werden mit einem Ahornblatt gekennzeichnet.

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