Xbox One: So viele Konsolen hat Microsoft in Wirklichkeit verkauft

Witold Pryjda, 15.08.2022 15:43 Uhr 1 Kommentare
Es ist klar, dass Sony die vergangene Konsolengeneration klar für sich entschieden hat, die PS4 lag eindeutig vor der Xbox One. Doch wie groß war der Abstand tatsächlich? Dazu gab es bisher wenig Hinweise. Doch nun hat Microsoft selbst die Katze aus dem Sack gelassen. Man muss wohl kaum noch erläutern, welche Fehler Microsoft bei der Xbox One gemacht hat, viel hängt aber mit dem Launch zusammen. Denn man wollte u. a. Käufer zu Kinect zwingen, doch viele sahen nicht ein, warum sie 100 Dollar bzw. Euro für etwas bezahlen müssen, was sie nicht ansatzweise benötigen.

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Der PlayStation 4-Zug fuhr bzw. raste davon und Microsoft konnte diesen nie auch nur ansatzweise einholen - auch wenn man die Fehler der Startphase recht schnell korrigiert hat. Das zeigte sich auch in den Verkäufen: Während Sony regelmäßig jubelte und von einem Erfolgsmeilenstein zum anderen eilte, gaben es die Redmonder relativ schnell auf, konkrete Zahlen zu den Verkäufen der Xbox One zu veröffentlichen.

Doppelt so viele PS4 verkauft

Das ist auch der Grund, warum es bislang nur Schätzungen gab, wie viele Geräte Microsoft verkaufen konnte. Das hat sich zwar bis heute nicht geändert, nun aber lässt sich immerhin eine ziemlich genaue Schätzung dazu machen. Denn laut Gerichtsdokumenten gab Microsoft zu Protokoll (via Eurogamer), dass Sony in der vergangenen Generation "mehr als doppelt so viele" Konsolen verkauft hat wie der US-amerikanische Konkurrent.

Sony hat vor Kurzem bekannt gegeben, dass man insgesamt 117,2 Millionen Stück der PlayStation 4 verkaufen konnte. Wenn man also rechnet, dass es mehr als doppelt so viele PS4s waren wie Xbox One-Geräte, dann kommt Microsoft auf maximal 58,6 Millionen Stück und wahrscheinlich eher 55 oder 50 Millionen.

In der gerichtlichen Auseinandersetzung von Microsoft in Brasilien geht es um die Übernahme von Activision Blizzard, die dortigen Behörden sehen sich den Deal genauer an und agieren hier auch ziemlich offen, weshalb auch alle Gerichtsdokumente einsehbar sind - und so einiges verraten.

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