Windows: Microsoft schafft Mitarbeiter-Team für private Profi-Nutzer ab

Roland Quandt, 10.08.2022 14:33 Uhr 4 Kommentare
Microsoft hat jenes Team von Mitarbeitern entlassen, das vor einigen Jahren geschaffen wurde, um die Gruppe der privaten Windows-Nutzer zurückzugewinnen, die das Betriebssystem und die anderen Produkte des Softwaregiganten mit großer Leidenschaft nutzen. Das sogenannte Modern Life Experiences Team der Windows-Sparte von Microsoft wird eingestampft. Dies berichtet das US-Magazin Business Insider (Paywall) unter Berufung auf betroffene Mitarbeiter. Dem Bericht zufolge löst Microsoft das rund 200 Mitarbeiter starke Team auf, wobei die betroffenen Personen sich entweder andere Stellen im Unternehmen suchen sollen oder entlassen werden, wobei die Redmonder Entschädigungszahlungen anbieten.


Schlechte Aussichten für Microsoft

Microsoft selbst hat sich zu dem Thema bisher noch nicht geäußert. In einem LinkedIn-Post erklärte ein Mitarbeiter des Unternehmens aber, dass das "Modern Life"-Team in dieser Woche "harte Neuigkeiten" erfahren musste. Erst vor einigen Wochen hatte Microsoft bekannt gegeben, dass man deutlich weniger Neueinstellungen vornehmen will und zunächst eine geringe Zahl von Mitarbeitern entlässt, weil sich die Aussichten in Folge des Kriegs in der Ukraine massiv verschlechtert haben.

Das Modern Life-Team war vor rund vier Jahren gegründet worden, weil Microsoft mit seiner Hilfe wieder mehr "professionelle Nutzer" aus dem Bereich der Konsumenten für sich begeistern wollte. Zuvor hatte man eine Reihe von Consumer-Produkten eingestampft, darunter die Bewegungssteuerung Kinect, die Microsoft Band Fitness-Tracker und das hauseigene mobile Betriebssystem Windows Phone.

Weil sich das Unternehmen danach - eigentlich bis heute - immer stärker auf Firmenkunden und andere große Abnehmer konzentrierte, sollte das Modern Life Experiences Team verhindern, dass man begeisterte private Nutzer von Windows und anderen Microsoft-Produkten an Konkurrenten verliert. Inwiefern sich die Arbeit des Teams überhaupt ausgezahlt hat, darf angesichts der fortgesetzten Fokussierung auf Firmenkunden als Hauptgeschäft bei Microsoft durchaus bezweifelt werden.

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