Windows 10/11: XPS-Viewer sorgt für hohe CPU-Last und Abstürze

Stefan Trunzik, 09.08.2022 12:40 Uhr 4 Kommentare
Unter Windows 10 und Windows 11 kommt es derzeit zu Problemen mit Microsofts XPS-Viewer. Die Redmonder bestätigen eine hohe CPU-Aus­las­tung und Abstürze des Programms für PDF-Alternativen. Man arbeitet an einer Lösung, eine Übergangslösung steht allerdings nicht bereit. Wer Microsofts weniger prominentes XML Paper Specification-Dateiformat (XPS) oder die Open XML Paper Specification (OXPS) nutzt, kann dafür den hauseigenen XPS-Viewer verwenden. Allerdings sorgt genau der aktuell für gravierende Probleme, sobald Dateien mit anderen als englischen Zeichen geöffnet werden.

Neben der Fehlermeldung "Diese Seite kann nicht angezeigt werden" kann es dazu kommen, dass der XPS-Viewer nicht reagiert, eine hohe CPU-Auslastung generiert und einen steigenden Speicherverbrauch aufweist. Belegt das Programm mehr als 2,5 GB des RAMs, wird es "unerwartet geschlossen".

Microsoft XPS Viewer
Mittlerweile versteckt: Der XPS Viewer muss als optionale App installiert werden

Nur wenige Privatanwender dürften betroffen sein

Laut Microsoft sind sowohl Nutzer von Windows 10 (21H2, 21H1 und 20H2) als auch Windows 11 (21H2) und Windows Server (20H2) betroffen. Die Redmonder selbst geben an, dass der Fehler auf die meisten Privatanwender derzeit keinen Einfluss hat, da der XPS-Viewer seit Windows 10 Version 1803 (April 2018) nicht mehr standardmäßig vorinstalliert wird, sondern als optionale App über die Einstellungen hinzugefügt werden muss. Zudem konnte sich das XPS-Format nie gegen Adobes PDF (Portable Document Format) durchsetzen und ist entsprechend kaum verbreitet.

Die Probleme mit dem XPS-Viewer bestehen allem Anschein nach seit dem KB5014666-­Update, das am 28. Juni 2022 eingespielt wurde. Auf den gleichen Patch führt Microsoft die Bugs im Zusammenhang mit USB-Druckern zurück, die erst vor wenigen Wochen bestätigt wurden. Während Nutzer die Fehler mit Microsofts PDF-Konkurrenten nicht selbst aus der Welt schaffen können, steht für die Weiternutzung von betroffenen USB-Druckern ein Workaround bereit. Beide Probleme sollen jedoch mit zukünftigen Updates behoben werden.

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