Flug von US-Politikerin Pelosi brachte Flightradar24 fast zum Absturz

Witold Pryjda, 03.08.2022 08:54 Uhr
Der Flugüberwachungsdienst Flightradar24 ist bei Luftfahrtfans beliebt, um zu sehen, welche Maschinen gerade in der Luft sind. Man hat viele Fans, gestern konnte man über die Seite aber Weltpolitik beiwohnen, nämlich dem Flug von US-Politikerin Nancy Pelosi nach Taiwan. Flightradar24 ist praktisch und auch beliebt: Man kann sehen, wo die Maschine mit Freunden und Verwandten an Bord ist, herausfinden, welches Flugzeug man gerade sieht oder auch um Privatjets von Prominenten nachzuverfolgen. Gestern jedoch brach der in Stockholm ansässige Online-Dienst aber alle internen Rekorde.

SPAR19 war Weltpolitik

Denn wie Flightradar24 in einem Blogbeitrag mitteilte, war SPAR19 von seinem Start in Kuala Lumpur um 15:42 Uhr Ortszeit der am häufigsten verfolgte Flug aller Zeiten: "Zum Zeitpunkt der Landung in Taipeh wurde SPAR19 von mehr als 708.000 Menschen auf der ganzen Welt verfolgt und war damit der meistverfolgte Live-Flug in der Geschichte von Flightradar24", heißt es dazu. Während der rund sieben Flugstunden verfolgten insgesamt 2,92 Millionen Menschen zumindest einen Teil des Fluges.

Flightradar24
Bis zu 708.000 Menschen verfolgten den Flug von Nancy Pelosi gleichzeitig

Grund für dieses gewaltige Interesse war der Umstand, dass es sich bei SPAR19 um die Maschine von Nancy Pelosi, der Sprecherin des US-amerikanischen Repräsentantenhauses handelte. Sie war die ranghöchste US-Politikerin, die den Inselstaat seit Jahren und Jahrzehnten besucht hat. Die Reise ist vor allem deshalb brisant, weil China Taiwan nicht anerkennt und es im Vorfeld massive militärische Drohungen gegeben hat.

Pelosi hat die Reise aber dennoch durchgezogen und dem Flug wollten viele Nutzer auf der ganzen Welt beiwohnen. Für Flightradar24 war das natürlich beste Werbung, brachte die Seite aber auch an den Rand ihrer technischen Möglichkeiten und man musste den Zugang teilweise einschränken: "Ein noch nie dagewesenes, anhaltendes Interesse an diesem speziellen Flug führte zu einer extrem hohen Belastung der Flightradar24-Infrastruktur. Unsere Teams haben sofort damit begonnen, die Stabilität unserer Dienste zu gewährleisten. Leider war es aufgrund des hohen Nutzeraufkommens notwendig, unsere Warteraum-Funktionalität einzusetzen, die den Zugang zu Flightradar24 für Nicht-Abonnenten begrenzt."
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