E-Mobilitätsanbieter geht pleite und lässt Fahrzeuge einfach stehen

John Woll, 01.08.2022 17:00 Uhr 50 Kommentare
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Das Geschäft rund um die E-Mobilität mit E-Bikes und E-Scoo­ter ist hart umkämpft, Anbieter steigen rasant auf, ster­ben aber ge­nau­so schnell wieder aus. Jetzt hat sich ein Un­ter­neh­men nach seiner Pleite einfach zurückgezogen, ohne die ei­ge­nen Fahr­zeu­ge zu entsorgen.

Da stehen hunderte E-Bikes in der Gegend herum

Über die Vor- und Nachteile von Mietangeboten im Bereich der E-Mobility wird viel diskutiert. Eines scheint nach den ersten Jahren der Betriebserlaubnis aber klar: Es mussten nachträglich viele Regeln erlassen werden, um etwa das Parkproblem in den Griff zu bekommen und die Anbieter stärker bei Problemen in die Pflicht zu nehmen. In den USA hat sich jetzt ein gescheitertes Unternehmen vollständig jeglicher Verantwortung entzogen.

Bolt Mobility
Einfach stehen gelassen: Bolt überlässt Städten seine Altlasten

Wie Techcrunch berichtet, musste das in den USA ansässige Bolt Mobility, mitbegründet von Sprint-Legende Usain Bolt und nicht zu verwechseln mit dem in Europa aktiven Anbieter, vor Kurzem vermelden, dass die Kasse leer und das Unternehmen damit gescheitert ist. Danach: Absolute Funkstille, Bolt Mobility ist wie vom Erdboden verschluckt.


Einfach zurückgelassen

Das abrupte Ende kommt mit großen Problemen für die Städte, in denen das Unternehmen aktiv war. Hunderte von Fahrzeugen stehen seit Wochen ungenutzt und mit leeren Akkus auf den Straßen. Ferner scheint ein Kontakt mit Verantwortlichen nicht mehr möglich, wiederholte Nachrichten an offizielle Sprecher, Mitarbeiter und die Führungsebene bleiben für die Stadtverwaltungen unbeantwortet.

"Sie sind einfach verschwunden, haben ihre Ausrüstung zurückgelassen und auf E-Mails und Anrufe nicht reagiert. Wir können niemanden erreichen, aber es scheint, als hätten sie auch in anderen Märkten den Laden dicht gemacht", so Bryan Davis, leitender Verkehrsplaner in einem der betroffenen Bezirke. Er und seine betroffenen Kollegen müssen jetzt wohl Pläne für die Entsorgung schmieden.
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