Microsoft: Open-Source-Apps dürfen doch im Store verkauft werden

Tobias Rduch, 19.07.2022 12:48 Uhr 4 Kommentare
In den vergangenen Monaten sorgten Open-Source-Programme, die im Microsoft Store von Drittanbietern verkauft wurden, für Schlagzeilen. In der Zwischenzeit hatte Microsoft untersagt, Geld für die Apps zu verlangen. Nun haben die Redmonder die Richtlinien erneut geändert. Während einige Entwickler die Win32-Versionen ihrer Programme kostenlos zur Verfügung stellen, werden die über den Microsoft Store erhältlichen Windows 11-Apps gegen Bezahlung angeboten. So ist zum Beispiel Paint.NET generell frei erhältlich. Im Store werden jedoch 7,99 Euro fällig, die als Unterstützung für die Entwickler gedacht sind.

Damit diese Vorgehensweise nicht länger verboten ist, hat das Redmonder Unternehmen seine Richtlinien (via Techcrunch) überarbeitet. In der vorherigen Fassung war vorgesehen, dass ein Anbieter nicht von allgemein kostenloser Software profitieren darf. Nun wird lediglich vorgeschrieben, dass die Preise im Verhältnis zu den Funktionen einer App nicht unangemessen sein dürfen.


Hierbei wird allerdings vorausgesetzt, dass der Anbieter dazu befugt ist, die App im Microsoft Store anzubieten. Das Tool muss also entweder vom Entwickler selbst, von einem Publisher oder von einem Drittanbieter mit einer entsprechenden Lizenz hochgeladen werden.

Fake-Apps können gemeldet werden

Sollte eine Open-Source-App nicht vom eigentlichen Entwickler oder einem autorisierten Publisher bereitgestellt werden, besteht die Möglichkeit, das entsprechende Tool zu melden. Nach einer Überprüfung wird das Programm dann aus dem Microsoft Store entfernt. Einige Drittanbieter versuchen, kostenlos zugängliche Tools wie PuTTY oder Audacity auf der Plattform anzubieten und damit selbst von den Downloads zu profitieren, ohne an der Entwicklung beteiligt gewesen zu sein. In vielen Fällen werden andere App-Bezeichnungen genutzt oder nur ähnliche Funktionen versprochen, obwohl es sich um eine genaue Kopie handelt.

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