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Statt Braunkohle:
Bei Cottbus entsteht E-Fuels-Anlage für 500 Mio. Euro

Am ehemaligen Flugplatz Drewitz in der Nähe der Lausitz-Stadt Cottbus soll zukünftig an klimafreundlichen Treibstoffen für Flugzeuge gearbeitet werden. Das Unternehmen Hy2Gen will hier Wasserstoff und darauf aufbauend synthetisches Kerosin herstellen.
15.07.2022  13:41 Uhr
Das geplante Projekt umfasst eine Investitionssumme von rund 500 Millionen Euro, teilte das Unternehmen mit. Die Anlage entsteht in der brandenburgischen Gemeinde Jänschwalde, die bisher überregional dadurch bekannt war, Standort eines der größten CO2-Emmitenten Europas zu sein - einem großen Braunkohlekraftwerk.

Mit der Inbetriebnahme wird im Jahr 2027 gerechnet. Der eigentliche Bau wird voraussichtlich auch erst 2024 starten. Zuvor findet noch eine Untersuchung zu verschiedenen Aspekten des Projektes statt, mit der die Planung konkretisiert werden soll. Die anfängliche Elektrolyseurkapazität ist auf 123 Megawatt angesetzt. Dieser wird voraussichtlich aus Solar- und Windkraftanlagen versorgt, die der Kohleförderung als Energiequelle folgen sollen.

Fliegen ohne Reue

"Grüner Wasserstoff und vor allem grünes Kerosin (SAF) sind zur Dekarbonisierung der Luftfahrt, insbesondere für Langstreckenflüge, unverzichtbar. Wir freuen uns, mit Euromovement einen starken Partner in der Region gefunden zu haben, um mit uns an diesem Projekt zu arbeiten und auf dem ehemaligen Flugplatz in Jänschwalde Treibstoff für die Luftfahrt herzustellen", sagte Matthias Lisson, Geschäftsführer von Hy2gen.

Das Unternehmen stammt aus Wiesbaden und konzentriert sich auf die Entwicklung und den Bau von Anlagen zur Produktion von grünem Wasserstoff und wasserstoffbasierten E-Fuels. Damit ist die Firma bereits in Frankreich, Norwegen, Kanada, Deutschland und den USA aktiv. Bereits im Bau befinden sich Anlagen mit einer Kapazität von 880 MW, bis zu 12 GW sind bereits in verschiedenen Stadien der Planung.

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