MacBook Air mit M2-Chip: Langsame SSDs trüben den Verkaufsstart

Stefan Trunzik, 15.07.2022 11:10 Uhr 2 Kommentare
Der heutige Markstart des neuen MacBook Air mit M2-Chip geht einher mit einem bitteren Beigeschmack für alle diejenigen, die zur Basiskonfiguration des neuen Apple-Laptops greifen. Das 256-GB-Modell wird mit einer deutlich langsameren SSD ausgeliefert. Damit weist die günstigste Variante des MacBook Air (2022) dieselben Probleme auf, wie die der bereits seit einigen Wochen erhältliche Neuauflage des 13 Zoll großen MacBook Pro. Apple setzt in beiden Basismodellen lediglich auf einen einzelnen 256-GB-Baustein anstelle der sonst üblichen zwei separaten 128-GB-Speicherchips. Daraus resultieren deutlich langsamere Lese- und Schreibgeschwindigkeiten. Im Fall des MacBook Pro wurde eine Minderung um bis zu 50 Prozent festgestellt. Die Werte sanken beim Lesen und Schreiben von 2,9 GB/s bzw. 2,2 GB/s auf nur noch 1,4 GB/s.

Apple zeigt das neue MacBook Air mit M2-Chip in einem ersten Video
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Erste Praxistests des SSD-"Downgrades" bleiben abzuwarten

Gegenüber The Verge äußerte sich Apple wie folgt: "Dank der Leistungssteigerung von M2 sind das neue MacBook Air und das 13-Zoll MacBook Pro unglaublich schnell, selbst im Vergleich zu Mac Laptops mit dem leistungsstarken M1 Chip. Diese neuen Systeme verwenden ein neues NAND mit höherer Dichte, das 256 GB Speicherplatz in einem einzigen Chip bietet. Auch wenn Benchmarks der 256 GB SSD einen Unterschied zur vorherigen Generation zeigen, ist die Leistung dieser M2-basierten Systeme bei realen Aktivitäten noch schneller."

Deutsche und internationale Medien wurden von Apple vorab mit Geräten ausgestattet, die weitaus mehr SSD- und Arbeitsspeicher verwenden, womit die Probleme in aktuellen Testberichten kaum zum Tragen kommen. Es bleibt abzuwarten, bis erste Käufer ihre Basiskonfigurationen des MacBook Air mit M2-Chip in Empfang nehmen und die tatsächlichen Auswirkungen auf die Praxis beurteilen.

Ein Upgrade auf die nicht betroffene 512-GB-SSD (oder höher) schlägt bei Apple mit 230 Euro zu Buche, womit sich der Einstiegspreis einer zu empfehlenden Konfiguration auf 1729 Euro erhöht. Sollte zusätzlich ein zeitgemäßer 16-GB-RAM erforderlich sein, steigt der Preis des kompakten Notebooks auf 1959 Euro.
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