Optischer Zoom: (Erst) iPhone 15 Pro dürfte Periskop-Linse bekommen

Witold Pryjda, 14.07.2022 15:26 Uhr 16 Kommentare
Die Kameras des iPhone gehören zu den besten der Smartphone-Branche, in einer Hinsicht haben einige Konkurrenten von Apple aber die Nase vorn, nämlich dem optischen Zoom. Das dürfte sich in Zukunft ändern, denn die Kalifornier arbeiten an einem Gerät mit Periskop-Linse. Schon jetzt haben die iPhone-Modelle einen optischen Zoom, allerdings ist beim noch aktuellen iPhone 13 Pro bei einer dreifachen Vergrößerung Schluss. Das reicht für den Alltag zwar zumeist, manchmal hätte man aber gerne etwas mehr Zoom zur Verfügung. Das ist aber bei Smartphones nicht so einfach, denn Zoom-Objektive arbeiten in der Regel mit Linsenkombinationen, die vor allem eines benötigen: Platz.

Die Lösung des Platzproblems heißt Periskop-Linse. Diese Technologie kommt bereits bei einigen Herstellern zum Einsatz, Apple hat bisher kein Smartphone damit bestückt. Eine solche Linse arbeitet grundsätzlich bzw. vereinfacht erklärt nach folgendem Prinzip: Es kommt ein Prisma oder ein Spiegel zum Einsatz, um das Licht auf den Sensor des Objektivs zu brechen - das Ganze wird auch gerne als "Falt-Linse" bezeichnet. Der Unterschied zu einer großen Kamera ist, dass die Mechanik des Objektivs in das Innere des Smartphones eingebaut ist und sich nicht außen befindet. Das ermöglicht Vergrößerungen um den Faktor fünf und sogar zehn.

Video-Review: Apple iPhone 13 Pro und die Stärken der Pro-Serie
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iPhone 15 Pro macht den Anfang

Dass Apple eine solche Linse verbauen wird ist klar, die große Frage ist das Wann. Der bekannte und in der Regel bestens informierte Analyst Ming-Chi Kuo hat bereits in Vergangenheit davon gesprochen, dass das in Planung und Arbeit ist, allerdings dürfte der Konzern aus dem kalifornischen Cupertino hier auf ernstere Probleme gestoßen sein.

Dabei sind die Probleme nicht ausschließlich technischer Natur. Wie Apple Insider schreibt, besitzt Samsung hier einige essenzielle Patente, Apple will die Koreaner aber umschiffen und sucht nach anderen Zulieferern. Diese Bemühungen kommen nun offenbar auch voran.

Kuo beschreibt in einem Blogbeitrag die Details der von Apple anvisierten Lösung, derzeit dürften die Ausbeuten noch zu gering sein und der Preis zu teuer. Aktuell visiert das Unternehmen die nächstjährigen iPhone 15 Pro-Modelle an, der Apple-Experte rechnet, dass ab dem iPhone 16, also den Modellen von 2024, alle Varianten eine solche Linse bekommen werden.
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