Microsofts jährliche Entlassungsrunde fällt erstaunlich klein aus

Christian Kahle, 12.07.2022 08:52 Uhr
Bei Microsoft fiel die von vielen Beschäftigten naturgemäß nicht gerade freudig erwartete jährliche Entlassungs-Runde in diesem Jahr recht sparsam aus. Man werde das aktuelle Geschäftsjahr mit einem Zuwachs bei der Belegschaftsgröße abschließen, hieß es. Microsoft startet im Juli jeweils in das neue Geschäftsjahr und überprüft im Zuge dessen, an welchen Stellen die Belegschaftsgröße an die kommenden Aufgaben und Ziele angepasst werden muss. Um die Feierlichkeiten zum US-Nationalfeiertag am 4. Juli nicht mit Entlassungsschreiben zu beeinträchtigen, erfolgt die konkrete Umsetzung allerdings stets erst einige Tage später.


"Diesmal hatten wir eine kleine Anzahl von Stellenstreichungen. Wie alle Unternehmen bewerten wir unsere Fachkräfte regelmäßig und nehmen entsprechende strukturelle Anpassungen vor", teilte man seitens des Unternehmens gegenüber der US-Nachrichtenagentur Bloomberg mit. Die Streichungen hätten deutlich weniger als 1 Prozent der 180.000 Beschäftigten des Konzerns betroffen. Angesichts der unsicheren Lage in der Weltwirtschaft ist das erstaunlich wenig.

Neueinstellungen geplant

Das Management betonte in diesem Zusammenhang, dass die Kündigungen nicht durch die derzeitige Wirtschaftslage ausgelöst wurden. Käme ein entsprechender Verdacht auf, könnte das die Anleger beunruhigen und den Aktienkurs drücken. Daher stellte man heraus, dass weiterhin in die Weiterentwicklung der Geschäfte investiert werde und man die Zahl der Mitarbeiter über das Geschäftsjahr hinweg sogar erhöhen werde. In welchen Bereichen es allerdings genau zu Neueinstellungen kommen wird, ist nicht näher ausgeführt worden.

Gänzlich unbeeinflusst von den Entwicklungen auf den Weltmärkten ist Microsoft allerdings letztlich auch nicht. Im Mai hatte das Unternehmen zumindest die Neueinstellungen in den Windows- und Office-Abteilungen heruntergefahren. Denn diese sind direkt von der Entwicklung des PC-Marktes abhängig, der nach einem kurzen Boom in der Corona-Zeit wieder in ein Negativ-Wachstum gerutscht ist.

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