"Starlink Maritim": Warum 5000 Euro im Monat ein guter Preis ist

John Woll, 08.07.2022 20:16 Uhr 11 Kommentare
SpaceX neuer Service für die hohe See, "Starlink Maritim", kos­tet 5000 Euro pro Monat - und das erst nach sehr hohen In­ves­ti­ti­ons­kos­ten. Das klingt nach einer teuren Rechnung, laut Elon Musk kann man im Vergleich mit der Konkurrenz aber sogar ein Schnäpp­chen bieten.

Starlink Maritim schlägt mit 5000 Euro pro Monat zu Buche

Vor kurzem konnten wir darüber berichten, dass SpaceX von der US-Zulassungsbehörde FCC die Erlaubnis für den Betrieb seines Netzwerkes auf Booten, Bohrinseln und Co. erteilt. Nur wenig später kann das dazugehörige Produkt, Starlink Maritim, auf der offiziellen Produktseite vorbestellt werden. Das Versprechen des Konzerns: "Hochgeschwindigkeits-Internet mit niedriger Latenz mit Download-Geschwindigkeiten von bis zu 350 Mbit/s auf See."

Starlink Maritim

Erster Schritt zur Verbindung auf hoher See ist dabei der Kauf der benötigten Hardware. Dafür müssen Kunden 10.000 US-Dollar im Voraus bezahlen, erhalten aber auch angepasste Komponenten, die für den angedachten Zweck natürlich deutlich robuster ausfallen.

Den besten Test hat SpaceX mit seinen eigenen Raketenlandungen. Laut dem Konzern kommt dieselbe Hardware bei der Übertragung der SpaceX-Raketenlandungen zum Einsatz. "Neben extremer Kälte, Hitze, Hagel, Schneeregen, starkem Regen und orkanartigen Winden hält Starlink auch Raketentriebwerken stand", so das Unternehmen.

Neben der Anfangsinvestition weiß aber vor allem der Monatspreis auf den ersten Blick zu überraschen. Wie Engadget in seinem Bericht schreibt, wird SpaceX hier 5000 Dollar pro Monat berechnen - zum Vergleich: Der Dienst an Land kostet nach Preissteigerungen aktuell 110 US-Dollar im Monat. Das Abonnement kann jederzeit pausiert werden, bei Aktivierung wird aber immer ein voller Monat gebucht.

Elon Musk ordnet ein

Das monatliche Preisschild hat natürlich für große Aufmerksamkeit gesorgt, Elon Musk beteuert aber, dass man hier einen sehr guten Deal bietet. Die Hardware setze auf zwei separate Terminals, um auch bei Sturm und hoher See die Verbindung zu garantieren. "Der Preis ist natürlich immer noch hoch, aber viel billiger und schneller als Alternativen", so Musk. SpaceX habe vor der Nutzung von Starlink auf seinen Drohnenschiffen 150.000 US-Dollar im Monat für eine Verbindung bezahlt, die deutlich schlechter war.

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