Streitthema Facebook-Zwang: Ab August Meta-Headsets wieder freier

John Woll, 08.07.2022 18:30 Uhr 5 Kommentare
Meta/Facebook hatte den Hardwareentwickler Oculus übernommen und schnell einen Account-Zwang eingeführt. Die Reaktion: Wütende Nutzer und wilde Diskussionen über das Übel, das der Konzern vermeintlich für die Szene bedeute. Jetzt zieht der Konzern zurück.

Das mit dem Account-Zwang war eine dumme Idee, die man zurückrollt

Der Markt für Virtual-Reality-Headsets ist noch eine echte Nische, Facebook hatte hier mit seinem stark subventionierten Headset Quest einen echten Erfolg gefeiert. Wenig Jubel gab es um die Entscheidung des Konzerns, die Nutzung der Hardware zwingend an eine Anmeldung bei Facebook zu koppeln. Nach lauter Kritik hatte Mark Zuckerberg persönlich im Herbst 2021 angekündigt, dass man den Zwang mit der Entwicklung von Meta-Accounts aufheben wolle. Jetzt kann man einen Zeitplan nennen.

Meta Account
Facebook-Zwang wird ersetzt mit Meta-Profil

Wie das Unternehmen in einem Blogbeitrag unter der Überschrift "Ein neuer Login für VR" schreibt, wird man im August mit dem Rollout des Meta-Account-Systems beginnen. Danach folgt ein Satz, für den die Kritiker hart gekämpft hatten: "Man muss sich nicht mehr mit einem Facebook-Konto bei seinen Meta VR-Geräten anmelden." Das Oculus-Profil werde in ein neues Meta-Horizon-Profil übertragen, die Verknüpfung von Facebook und Instagram bleiben rein optional.

Meta Account
Oculus-Profile werden umgewandelt

Wie die Entwickler vorsichtig formulieren, habe man nach Einführung des Zwangs "sehr viel Feedback" aus der Community erhalten. Diese Resonanz habe man bei der Entwicklung der Meta-Accounts berücksichtigt. Die gespeicherten Informationen umfassen Name, E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Zahlungsinformationen und Geburtsdatum. Nutzer, die das Oculus-Konto mit einem Facebook-Konto zusammengeführt hatten, können diese Verknüpfung wieder aufheben.

Jeder, Freunde oder nur alleine

Eine der wichtigsten Stellschrauben für viele Kritiker ist wohl die Möglichkeiten zur Einstellung der Privatsphäre. Facebook sieht hier drei Grundeinstellungen vor: "Offen für alle; Freunde und Familie; Solo." Freunde werden nach dem Vorbild von Instagram im August in Follower umgewandelt, der Nutzer wählt, ob Aktivitätsstatus und Updates geteilt werden.
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