Ich habe die Zukunft gesehen: Mojo-CEO zeigt Prototyp AR-Kontaktlinse

Nadine Dressler, 03.07.2022 16:19 Uhr 9 Kommentare
Drew Perkins, Chef des Start-ups Mojo, hat jetzt einen Tragebericht der ersten smarten Augmented Reality-Kontaktlinse veröffentlicht. Er nutzt den Linsen-Prototypen der Mojo-Entwicklung regelmäßig und ist begeistert. "Ich habe die Zukunft gesehen", erklärte Perkins in seinem neu veröffentlichten Bericht zur Mojo AR-Linse. Seit dem Jahr 2015 entwickelt das kalifornische Unternehmen Mojo Vision intelligente Kontaktlinsen.

Die sollen, so wie smarte Brillen, hilfreiche AR-Grafiken im Blickfeld anzeigen und so wertvolle Informationen liefern. Über die Jahre gab es zwar immer mal wieder Updates zu den Projekten, aber erst jetzt ist das Unternehmen bei diesem Meilenstein angekommen.

Mojo Vision: Prototyp der intelligenten Kontaktlinse
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Mojo-CEO Drew Perkins war jetzt der erste Proband, der eine "On-Eye-Demonstration" der Augmented-Reality-Kontaktlinse im vollständigen Funktionsumfang erleben konnte. In einem Interview mit Cnet sagte er, er trage jeweils nur eine Kontaktlinse, die aber über Stunden. Ziel sei es, zwei Mojo Lens gleichzeitig zu tragen und visuelle 3D-Überlagerungen zu erstellen.

Beispiele für die angezeigten Inhalte wurden auch genannt. So nutzt der Mojo-CEO einen Kompass und einen Teleprompter.

Das Herzstück der Linse ist ein Arm M0-Prozessor und ein Micro-LED-Display mit 14.000 Pixeln pro Zoll. Es hat einen Durchmesser von nur 0,5 mm und einen Pixelabstand von 1,8 Mikron. Laut Perkins handelt es sich um das "kleinste und dichteste Display, das jemals für dynamische Inhalte entwickelt wurde".

Noch nicht eigenständig

Die Kontaktlinse arbeitet allerdings noch nicht eigenständig. Beim Prototypen gibt es aktuell noch ein "Relais-Zubehör", wie es der Vertreter von Mojo Vision ausdrückt. Es handelt sich dabei um ein Modul, das um den Hals getragen wird und einen Prozessor, eine GPU und ein 5-GHz-Funkgerät zum Senden und Empfangen von Daten an und von der Linse enthält. Der aktuelle Prototyp verwendet außerdem eine Mütze mit integrierter Antenne, um die Verbindung zu erleichtern, wie Cnet berichtet.

Im Blog von Perkins wurde angedeutet, dass man sicher sei, dass Menschen innerhalb von 10 Jahren mit intelligenten Kontaktlinsen herumlaufen könnten. Bis dahin soll das noch nötige Zubehör dann auch wegfallen.

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