Neuer Denuvo-Schutz: Jetzt kommt die Keule gegen DLC-Raubkopien

Nadine Dressler, 02.07.2022 12:16 Uhr 26 Kommentare
Bei Gamern ist die Kopierschutzlösung Denuvo ebenso bekannt wie unbeliebt. Jetzt hat das Unternehmen eine neue DRM-Lösung vorgestellt, die Raubkopien von DLC-Spieleerweiterungen verhindern soll - und zwar effektiv und für Rechteinhaber einfach umsetzbar. Das geht aus einem Bericht des Online-Magazins PC Gamer hervor. Der Konzern hinter Denuvo heißt Irdeto. Das Unternehmen nimmt jetzt diejenigen ins Visier, die sich zusätzliche DLC-Inhalte für Spiele beschaffen wollen, ohne sie selbst zu kaufen. Das DLC steht dabei für "Downloadable Content", es geht also immer um digitale Inhalte ohne physische Verkaufseinheit.

DLC-Spieleerweiterungen sind seit Jahren ein sehr großes Geschäft und ein wichtiger Umsatztreiber. Daher sind die Anbieter auch sehr darauf bedacht, Raubkopien einen Riegel vorzuschieben.

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"Hilfe" für Spieleplattformen

Die neue Antwort darauf heißt SecureDLC. Dieser Kopierschutz soll es den Spieleentwicklern ermöglichen, alle Mikrotransaktionen auf großen PC-Spieleplattformen wie Steam, dem Microsoft Store und dem Epic Games Store zu schützen.

Laut Irdeto können bestehenden Schutzmaßnahmen für DLC-Pakete von anderen Anbietern verhältnismäßig leicht umgangen werden. Besonders bei der Freischaltung von den sogenannten Premium-Inhalten wie Ausrüstungs-Gegenständen bis hin zu ganzen Erweiterungspaketen ist das kein großes Problem für Spieler. Irdeto glaubt nun, dass ihre neue SecureDLC-Lösung dem ein für alle Mal einen Riegel vorschieben kann. Es sei die "erste Lösung ihrer Art" zur Verwaltung digitaler Rechte. Dazu soll sie für Spieleentwickler besonders einfach, aber effektiv sein.

Was die Einführung der Lösung für Spiele-DLC betrifft, so beschreibt Irdeto den Prozess als klein und API-basiert, mit nur geringfügigen Änderungen des Quellcodes durch den Entwickler: Die Plattform-API wird demnach durch den SecureDLC-API-Mechanismus revalidiert, um Piratenangriffe zu verhindern und den Zugang zu sperren, wenn er nicht gewährt werden sollte.

Die Lösung befindet sich schon im Einsatz

Ohne konkrete Namen zu nennen, hat Irdeto bestätigt, dass die SecureDLC-Lösung bereits in den Händen von Entwicklern ist, die Denuvo nutzen. "Unsere derzeitigen Kunden, ob groß oder klein, sind von den Ergebnissen begeistert, und wir freuen uns, dass wir ihnen helfen können, ihre Einnahmen zu maximieren und neue Geschäftsmodelle für die Spiele zu ermöglichen, die sie mit so viel Mühe entwickelt haben", erklärte Denuvo-Geschäftsführer Reinhard Blaukovitsch in einer Presseerklärung.

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