Klimaticket geplant: Günstiger ÖPNV auch nach dem Neun-Euro-Ticket

[o1] BorgQueenDE am 27.06. 20:20
Die in der Regierung sind echt lernresistent.
Das Ticktet hat doch gezeigt, was Sache ist.
Was gibt es da jetzt noch zu überlegen?
Viele große Konzerne werden gefühlt schon ewig mit Samthandschuhen angefasst, siehe Wirecard.
Wo selbst ein Akteur dieser Steuerhinterziehung, auch bei dem Com X Sache mit drin war, bekommt als Dank für den großen Steuerverlust auch noch den Präsidentenposten des Landes.
Legt mal alle dasselbe verhalten in der Firma an den Tag in der ihr Arbeitet.
Kann mir nicht vorstellen, dass der Firmenchef sich freut und dir dann den Laden überlässt.
Der wird euch Ruck zuck feuern und Strafanzeigen gegen euch machen, dass ihr in den Knast kommt.
Das 9€ Ticket ist eine gute Idee, um Straßen zu entlasten und die Umwelt weiter zu schonen.
Jedoch ist mal wieder der Tankrabatt wieder großer Müll der den guten Effekt des 9-Euro-Ticket wieder zerstört.
Weil davon wieder die Gutverdiener davon Primär Profitieren, und so mehr schaden anrichten können.
Denn Rabatt hätten sie nur für besonders Finanz schwache machen sollen, die aufm Land leben, und mit Auto erst zur nächsten Bahn oder Bus kommen können.
Und das sehr günstige Öffis mehr genutzt werden als Teure, konnte man auch schon in anderen Ländern sehen. Warum braucht es dann erst hier eine Test Phase?
Kann nur noch mit dem Kopfschütteln.
[re:1] 0711 am 27.06. 20:42
+2 -
@BorgQueenDE: CumEx und er ist Kanzler, nicht Präsident

Der Tankrabatt ist wenn dann bei allen Bürgern falsch aufgehoben, es gehört eigentlich nur für den güterverkehr her und wie willst du das umsetzen mit maximaler komplexität die du da beschreibst? Dann kommt der nächste und sagt ich kann das ja nur mit Steuerberater dann wirklich wieder reinholen und schon sind wir weg von geringverdienern. Von dem abgesehen warum sollten eigentlich nicht jene die am meisten in den allgemeintopf einzahlen nicht auch profitieren dürfen?

Das Problem am günstigen ÖPNV, günstige Tickets allein machens nicht, die Verkehrsunternehmen haben da schon dran zu knabbern....deshalb soll da wohl getestet werden wie es am verträglichsten für alle beteiligten umgesetzt werden kann
[re:1] BorgQueenDE am 27.06. 21:29
+ -7
@0711: Wie auch immer.

Sehe ich nicht so.
Denke es gibt da schon die eine oder andere Behörde, wo man diese Informationen ganz leicht bekommt.
Von daher sehe ich kein Problem in der Umsetzung.
Wie meinst du das?
Die 1 bis 2% reichen, die nur ca30%(vieleicht sogar noch weniger) der Steuereinnahmen ausmachen.
Oder die ca 80% der Finanz schwachen die ca 60% der Steuereinnahmen erwirtschaften?
Das musst du mir mal genauer erklären.

Ja, die haben daran zu knappern.
Denk mal darüber nach wie das kommt?
Aber ich nehme dir mal das Denken da ab.
Seit der Wende wurden die ÖPNV sehr stark abgebaut, um den Dreckschleudern von PKW und LKW Platz zu machen.
Ohne diese hinterhältige Tour, wäre der ÖPNV sehr leicht mit dem 9€Ticket zurecht gekommen.
Denn daran waren seit der Wende alle Verkehrsminister dran beteiligt.
[re:1] 0711 am 27.06. 22:44
+2 -
@BorgQueenDE:

Die Daten werden nicht einfach genutzt werden dürfen und niemals wird da irgendwas automatisch passieren wenn du so eine komplexität reinbringst an der auch die Frage anhängt, was bedeutet denn auf dem land und warum hats der aufm land einfacher wie der pendler aus der vorstadt der den gleichen weg um in die nächste stadt zu seiner arbeit zu kommen und der weg mit dem öpnv dreimal so lange ist als mit dem auto?

Als "nicht Geringverdiener" gelten weit mehr als 1-2%. 80% "Finanzschwache" machen 60% der Steuereinnahmen, wo hast du die Quelle denn aufgetrieben?
"- oberen 10 Prozent der Einkommensteuerpflichtigen zahlten im Jahr 2018 54,8 Prozent des gesamten Einkommensteueraufkommens"
https://www.bpb.de/kurz-knapp/zahlen-und-fakten/soziale-situation-in-deutschland/61772/einkommensteueranteile/
Aber unter diesen 10% kommt noch eine erhebliche Prozentzahl die nicht zu den Geringverdiener zählt, die Teuerung aber zumindest für ihren Lebensstandard durchaus auch hart trifft.

Der ÖPNV hat nie LKWs etwas abgenommen, wovon redest du? Der ÖPNV wird eben nicht staatlich betrieben, so ist es halt "nach der wende" und auch dann wäre der ÖPNV nicht mit 9€ zurecht gekommen, er wäre halt einfach von steuergeldern finanziert - was er heute auch ist aber das unrentable strecken in einem privatwirtschaftliche nkonstrukt eher eingestellt denn ausgebaut werden, teil des systems. Die nostalgie hilft dir von dem abgesehen aber nicht eine lösung für heute zu schaffen oder argumente dafür/dagegen zu finden denn sie sind an der realität vorbei
[o2] zivilist am 27.06. 20:47
+3 -
Einfach auf Dauer für 29 Euro und fertig!
[re:1] IchBinsJan am 28.06. 03:36
+2 -
@zivilist: Ob nun 9, 29 oder 50€ finde ich erstmal zweirangig. Deinen Ansatz aber sehr klug. Denn das wichtige hier ist m. E. n., dass wir in unserem Land ein System etablieren, wo ich zu einer Pauschale unbegrenzt mich im Land mit ÖPVN bewegen kann. Dann sitze ich als junger Städter nämlich am Küchentisch und stelle ggü. "50€ und ich komme überall hin, oder 300-400€ fürs Auto, mit den Vor-/Nachteilen".

Monatlich kündbar. 50€ Erwachsene, 0€ Schüler, 25€ Azubis, Studenten, Schwerbehinderte. Tagesticket für Touristen 10€, Wochenticket 20€. Alles mit vereinheitlichten Automaten und natürlich in simplen aber einwandfreien App, auf der ich mein QR-Ticket buchen und vorzeigen kann.
[re:1] zivilist am 28.06. 06:45
+1 -
@IchBinsJan: hinzu kommt derzeit das Klein-Klein unterschiedlicher Gesellschaften und das Wabennetz. Ich jedenfalls will mich auf Dauer nicht damit beschäftigen müssen.
[re:1] IchBinsJan am 28.06. 11:48
+ -
@zivilist: Ja schrecklich. Alles so eine altdeutsche, bürokratische überladene Strukturen. Hauptsache ist es alles geregelt aber ja nicht zu einfach :D
[re:2] Ludacris am 28.06. 09:45
+ -
@IchBinsJan: also ich kann - wenn ich will - in Wien um 365€ eine Jahreskarte haben oder um 1.095€ das Klimaticket für ganz Österreich.

Nicht ganz was uns ursprünglich versprochen wurde (1-2-3 Ticket, mit 1€ für 1 Bundesland 2€ für 2 Bundesländer oder 3€ für ganz Österreich pro Tag) aber ein guter Schritt in die richtige Richtung.
[re:1] IchBinsJan am 28.06. 11:46
+ -
@Ludacris: Genau das!
[re:1] WinYesterday am 28.06. 13:17
+2 -1
@IchBinsJan: Ihr vergesst folgendes: Bezahlt werden muss es trotzdem - allerdings dann ungerecht.
Also, sagen wir einfach mal, der ÖNV kostet in Stadt X 1 Million Euro jährlich. Das wurde bislang über die Ticketpreise gedeckt. Jetzt führen wir ein gedeckeltes Ticket ein. Jetzt kommen nur noch 300.000 € rein. Fahren nun also drei mal mehr Leute mit als früher, um wieder dieselben Erlöse zu haben? Kostet der ÖNV mit drei mal mehr Fahrgästen nicht ggfls. auch mehr? Und wenn vllt. kaum Leute mehr mitfahren?
Wer fängt nun Verluste auf, die bei dem System entstehen?
Der Steuerzahler. Nur leider sind die Steuerzahler nur eine Teilmenge von den Nutzern des ÖNV. Das heisst, die Landbevölkerung, die das System nie nutzen kann, weil sie räumlich entfernt wohnt subventionionert der Stadtbevölkerung günstige Verkehrsmittel.
[re:2] IchBinsJan am 28.06. 13:56
+ -1
@WinYesterday: Ich sehe das anders. Von Steuern werden auch immer Dinge bezahlt, von denen jemand nicht unmittelbar profitiert. Steuer sind ja keine individuelle Dienstleistung!

Fahrradwege (weil man kein Fahrrad fährt), Straßen (weil man kein Auto fährt) Krankenhäuser (weil man gesund ist), Kindergärten/Schulen (weil man keine Kinder hat) etc etc. Es würde keiner in Frage stellen, dass diese Dinge essentiell sind für unsere Gesellschaft. Genau so ist es mit dem ÖPNV, ohne diesen würde unser System kollabieren. ÖPNV ist wichtig für die ganz jungen, für die ganz alten, für die kranken, für die ärmeren, für alle die verantwortlich an die Umwelt denken. Er ist wichtig für alle.

Natürlich mag, wenn man mit Scheuklappen auf einen Landbewohner schaut, es unfair finden, weil er nicht mit dem Bus/Straßenbahn schnell zum Rewe/Aldi kommt. Andererseits hat dieser auch eine Straße, die deutlich weniger genutzt wird als eine städtische Straße (aber das gleiche kostet). Man kann gerne darüber reden, wie das Land besser angebunden wird (ja, sogar unbedingt), aber es ist m. E. unbestritten dass bezahlbarer ÖPNV die Grundlage für eine faire Gesellschaft ist. Aber auch weil es:

.. wir uns den breitangelegten Individualverkehr aus verschiedenen Gründen nicht mehr leisten können. Klimaschutz, Platz/Wohnungsmangeln in den Städte, Stress/Krankheiten schlechte Luft/Geräusch.
[o3] ToyMachine am 27.06. 21:07
+ -1
Da wird es schon sehr schwer, ein gutes Angebot zu machen. Viele nutzen bereits das 2 Tage Homeoffice Angebot vom Arbeitgeber.
Somit würden viele ein Ticket nur 3 mal die Woche nutzen.

Man darf aber eine Sache nicht vergessen. Die aktuellen Ticketpreise sind so kalkuliert, dass die Anzahl der Kunden auf keinen Fall zunimmt. Das ist nicht das Ziel der Bahn und wird jedes Jahr durch steigende Ticketpreise erfolgreich verhindert.
[re:1] Digisven am 27.06. 21:50
+ -
@ToyMachine: "Die aktuellen Ticketpreise sind so kalkuliert, dass die Anzahl der Kunden auf keinen Fall zunimmt." Dann träume ich also nur dass man in den Zügen stehen muss... na da bin ich ja erleichtert... :D
[re:1] bAssI am 28.06. 09:08
+ -
@Digisven: Das man stehen muss lässt sich auch realisieren, in man einfach einen Wagon vergisst.

Es gibt Dienstleistungen, wo Preissteigerungen recht wenig Sinn machen.
Bahn und zb. Kino sind so Kandidaten. In beiden Bereichen hat man nicht verstanden, dass hier die "Kerndienstleistung" nicht das sein sollte, womit man in die schwarzen Zahlen kommt. Sowohl der Zug, also auch der Film laufen....ob alle Plätze belegt sind oder nicht.
Aber Popcorn etc. verkauft man nur an Leute, die auch da sind.
[re:2] WinYesterday am 28.06. 13:20
+ -
@Digisven: Das zeigt nur, dass die Kapazität bereits maximal erschöpft es und es eben nicht mehr Mitfahrende geben darf.
[re:2] Digisven am 28.06. 14:35
+ -
@WinYesterday: Ok ich fasse kurz zusammen: Vor dem 9 Euro Ticket war Platz. Mit dem 9 Euro Ticket plötzlich nicht mehr. Du sagst nun, dass das nichts mit dem 9 Euro Ticket zu tun hat? Liegt es vielleicht auch am Krieg? Das wird ja gern für viele andere Dinge genommen. Oder die Leute haben gerade Bock auf Gratis-Sauna, weil die Züge immer gut klimatisiert sind... mag ja sein. :)
[re:1] WinYesterday am 28.06. 14:37
+ -
@Digisven: Deine Aussage von oben bezog sich auf eine Zeit MIT 9€-Ticket?? Das sollte Dir dann wohl selber klar sein. Es war im Sachzusammenhang anzunehmen, dass Du übervolle Züge bereits als Standardsituation kennst (von der Zeit davor), die sich MIT 9€-Ticket natürlich nicht auf magische Weise entschärft...
[re:2] Digisven am 29.06. 10:16
+ -
@WinYesterday: Naja... ja ich meinte MIT 9 € Ticket... hatte ich so von ToyMachine übernommen: "Die aktuellen Ticketpreise sind so kalkuliert, dass die Anzahl der Kunden auf keinen Fall zunimmt." aktuell ist eben aktuell... nicht Monat Mai.
[re:3] ToyMachine am 28.06. 19:09
+ -
@Digisven: Das Projekt läuft noch nicht optimal. Da gibt es noch Potential ;)
[re:1] Digisven am 29.06. 10:17
+ -
@ToyMachine: Achso ist das... ;D
[o4] venture am 27.06. 21:15
+4 -3
Wenn alle ÖPNV über eine Abgabe finanziert werden würden, würde das durchaus funktionieren. Und die Abgabe hätte mehr Sinn und Nutzen für die meisten, als zB der GEZ-Beitrag. Wenn jeder zahlt, liegt die Höhe des Beitrages denkbar niedrig. Im Gegenzug ALLE (dann aber auch wirklich alle!) OPNVs nutzen zu können, zu jederzeit, uneingeschränkt, würde für viele eine enorme Hilfe sein. Dass das funktioniert, sieht man im Kleinen ja bereits bei den Semestertickets der Unis... Zieht man das durch, könnte jeder für vielleicht 15 Euro pro Monat überall frei fahren. Die Verkehrsbetriebe könnten mit Zusatzleistungen oder mehr Komfort durch höhere Klassen immer noch zusätzlich Geld verdienen. Und hätten sogar die Sicherheit ständig fließender Einnahmen durch die Abgabe. Das erlaubt sichere Planung, Ausbau usw... eigentliche eine Win-Win-Situation für jeden.
[re:2] WinYesterday am 28.06. 13:24
+ -1
@venture: Ich zahle jetzt schon "GEZ" (die so nicht mehr heisst) und subventioniere damit die, die das konsumieren. Ich wohne auf dem Land. ÖNV hier zu nutzen, aussichtslos, ausser, man will am freien Tag mal ins Freibad, da kann man die Zeiten, an denen der ÖNV fährt, irgendwie verkraften. Zur Arbeit kommt man so nicht. Nicht hier.
Also machen wir eine Umlage und alle, die in der Stadt leben werden günstig transportiert, aber die Landbevölkerung wird zur Zwangskasse gebeten.
[re:1] venture am 28.06. 14:27
+ -1
@WinYesterday: Das ist bei Systemen, die auf Solidarität beruhen leider so... GEZ (auch wenn sie jetzt anders heißt), Semestertickets... ja sogar Versicherungen, Krankenkasse usw... Du zahlst auch Steuern an den Staat, der dennoch meist ehr Gelder in Regionen mit höherer Bevölkerungsdichte investiert, statt dem Land. Ich kann deinen Standpunkt verstehen, ich wohne auch auf dem Land, mich würde es genauso treffen.
Ich habe aber die Hoffnung, dass bei gesicherten Geldern, der Ausbau der Streckenverbindungen, egal ob via Bus, Bahn oder sonst was, weiter vorantreiben lässt. Selbst so ein kleiner 8-Sitzer-Bus auf einer Nischentour wäre vorteilhafter als gar keiner... Die perfekte Umsetzung wird es nicht von heute auf morgen geben, das wird sich entwickeln müssen. Und man braucht für solche Veränderungen auch ein wenig Mut. Leider fehlt es eben an Mut zur Veränderung in Deutschland regelmäßig.
[o6] feinstein am 28.06. 07:23
+1 -
Da kann man also mal gespannt sein, was die Politiker aus dieser Geschichte rausmurksen.
Irgendwo habe ich gelesen, dass das 9 Euro Ticket soviel im Monat kostet, wie die Abschaffung des Solidaritätszuschlags monatlich gekostet hat.
Wenn das stimmt, dann sollte sich Deutschland das eigentlich leisten können.
Oder man macht das über eine Abgabe. Wenn man man in Deutschland eine Zwangsabgabe fürs Fernsehen hinbekommt, dann sollte das auch für einen ÖPNV möglich sein. Kann ja irgendwie nicht sein, dass man runde 20 Euro im Monat für Fernsehen und Rundfunk bezahlt, aber bei 20 Euro im Monat für einen funktionierenden ÖPNV bricht die Welt zusammen.
[re:1] DRMfan^^ am 29.06. 09:13
+ -
@feinstein: Der Unterschied: Es können Problem alle gleichzeitig fernsehen, aber nicht Bahnfahren. Ansonsten fände ich die Idee sympathisch.
[o7] DRMfan^^ am 28.06. 07:34
+1 -
Mal sehen, wie das endet. Ich kenne bereits jetzt so einige bisherige ÖPNV-Nutzer, die wegen dem 9€ Ticket nun trotz der Spritpreise lieber das Auto nehmen. Wenn man auf dem weg zur Arbeit wegen Überfüllung teilweise nicht mehr mitfahren kann und deswegen zu spät kommt, das nervt doch sehr.

Ich merke es nur in der Freizeit und kann den Ärger oftmals gut verstehen. Kostenloser/Sehr günstiger ÖPNV funktioniert eben nur, wenn auch die Kapazitäten da sind....
[re:1] bAssI am 28.06. 09:28
+ -
@DRMfan^^: Die Kapazitäten müssen jetzt halt aufgebaut werden. Die Bahn hält auch nicht +50% Kapazität vor oder baut diese nun auf, für den Fall, dass die Politik mal für 3 Monate so einen Beschluss raushaut.

Umso mehr ist es wichtig, jetzt den Druck hoch zu halten, damit es auch Sinn macht, die Kapazitäten auszubauen.
[re:1] DRMfan^^ am 28.06. 10:17
+ -
@bAssI: Naja, sie können eben offenbar nicht binnen weniger Wochen die Kapazitäten erhöhen. In ein paar Monaten haben sich Ex-ÖPNVler aber ans Auto gewöhnt, schließlich ist der Mensch ein Gewohnheitstier. Leute, die dem ÖPNV jetzt ne Chance geben wollen, werden abgeschreckt und bleiben beim Auto. Die einzigen, die da einen Vorteil haben, sind die, die sich kein Auto leisten können, weil sie so überhaupt "irgendwo" anders hinkommen. Ökologisch erwarte ich eher, dass nach den 3 Monaten weniger Leute die Bahn nutzen werden als vorher.
[re:1] bAssI am 28.06. 10:29
+1 -
@DRMfan^^: Kann sein, zeigt aber um so mehr, dass geringere Preise bei ÖPNV für eine höhere Nachfrage sorgen. Also zeigt es die Richtung, wo wir hin müssen.
Nur mit deutlich günstigeren ÖPNV werden wir Autofahrer, für die das Auto nicht essentiell aber bequemer ist, zum Umstieg bewegen können. Und dazu zähle ich mich zb auch. 165 Euro für Firmenwagen oder 220 € um mit der Bahn zu fahren.

Und dann kämen da noch die ganzen Nebeneffekte.
Weniger Autos in den Städten = mehr Platz für Wohnraum oder Grünflächen....
Total verrückt was möglich ist, wenn man es schafft, dass die Leute in einen Bus oder Bahn steigen.

Edit zu Kapazitäten:
Niemand kann und wird in und für wenige Wochen die Kapazitäten erhöhen. Das wäre auch bei einem Staatlichen Betrieb sinnfrei.
Wagons, Loks und Personal müssen nun mal erst gebaut oder angelernt werden.
Man muss das als "Checken wir mal die potenzielle Nachfrage"-Experiment sehen.
Klar kann man auch ne Umfrage machen aber so sieht man es direkt, was möglich ist und erfasst auch Bevölkerungsgruppen, die an Umfragen vielleicht weniger gern teilnehmen. Siehe Punks :D
[re:1] DRMfan^^ am 28.06. 12:38
+ -1
@bAssI: Genau, so kann man Leute, die interessiert wären, direkt abschrecken. Guter Plan. Und dann Kapazitäten ausbauen, die dann keiner nutzt. Naja, soll mir Recht sein, endlich Sitzplätze.
[re:2] bAssI am 28.06. 12:51
+ -
@DRMfan^^: Wirklich Interessierte haben sich doch schon vorher mit dem ÖPNV befasst. Abholen muss man nur die, bei denen es schlicht auf den Preis ankommt.

Klar hilft nur, massiv die Kapazitäten und Strecken zu erweitern. Und klar war die aktuelle Aktion keines Wegs optimal. Aber es kann ein wirklich guter Anfang sein. Und ja, vielleicht erstmal nur in den Städten aber gerade da könnte es massiv helfen.

Und wie gesagt. Ist es dort implementiert, werden auch Stimmen auf dem Land lauter und erfolgreicher, wenns darum geht, dies dort eben genauso einzufordern.
[re:3] WinYesterday am 28.06. 13:29
+ -
@bAssI: Der Irrglaube ist, dass er ÖNV weniger kostet, nur weil die Tickets billiger werden. Das ist Quatsch. Kosten bleiben, werden bei höherer Kapazität steigen. Ergo: Der "Rest" muss durch Steuern aufgefangen werden und werden so dann mal wieder ungerecht verteilt.
[re:4] bAssI am 28.06. 13:52
+ -
@WinYesterday: Natürlich muss es durch Steuern finanziert werden. Jeder darf dann den ÖPNV frei nutzen und alle bezahlen.
Und wenn man es richtig macht, bezahlen die, die gut verdienen eben auch mehr in den Topf. Macht ja auch Sinn, denn neben denen die kein Auto wollen, gibts noch die, die sich kein Auto leisten können.
Aber dieser Teil der Bevölkerung wird sich halt auch kein (eigenen) ÖPNV leisten können...

Steuer gestaffelt nach Einkommen und jeder darf es frei nutzen ... und die die trotzdem kein Bock drauf haben, fahren weiter Auto.
[re:5] WinYesterday am 28.06. 13:54
+ -
@bAssI: Und die, die wollen, aber wegen der räumlichen Wohnsituation nicht können, sind doppelt angeschissen. Bezahlen Ihren Obulus UND brauchen das teure Auto.
[re:6] bAssI am 28.06. 14:05
+ -
@WinYesterday: Genau. Weil man es niemals ALLEN Recht machen kann. Und da du dann damit nicht alleine bist, kann sich diese Gruppe dafür einsetzen, dass sich das eben auch ändert.
Die keine Kinder bekommen können, werden auch kein Kindergeld bekommen. Wir zahlen unser Arbeitslebenlang Arbeitslosengeld, obwohl wir keins erhalten wollen.

Und wenn noch immer wer denkt, das Klima kann gerettet werden, ohne das es Geld kostet oder man mit Einschnitten im täglichen Leben rechnen muss, sollte mal langsam die Augen auf machen.

Es ging bei der Finanzierung auch um ein Konzept. Dann führt man eben Prüfungen ein, um sich in besonderen Fällen (kein ÖPNV vorhanden), davon freistellen zu lassen.

Man muss nur mal aufhören mit "jaaa das wäre toll" und "das würde ich auch machen aber es geht ja nicht...."
[re:7] WinYesterday am 28.06. 14:10
+ -
@bAssI: Dann direkt den Masterweg: Jedem 80% von allem Wegnehmen und jegliche Leistung, die um uns rum als Infrastruktur existiert, für alle gratis anbieten. Die Utopie schaffen.

Nein, es sollen gerechte Wege gefunden werden. Schule? War ich selbst auch drin. Es geht dann nicht um die Schule für Kinder von anderen, wenn ich selbst vielleicht keine habe.

Es geht darum, dass nicht immer ungerecht bezahlt wird, ein Bereich besser lebt und alles subventioniert bekommt und andere Bereiche schlecht dran sind und noch zusätzliche Kosten haben. Wo das alles zutrifft, kannst Du Dir selbst überlegen.

Aber klar, dass in diesem Fall die Städter sich natürlich wieder freuen - wie bei jeglichen verbesserten Infrastrukturmaßnahmen, die zuerst dort etabliert werden - ist ja klar.
[re:8] bAssI am 28.06. 14:12
+ -
@WinYesterday: Vorschläge vor
[re:9] WinYesterday am 28.06. 14:15
+ -
@bAssI: Habe ich. Siehe erster Absatz. Muss Dich doch absolut begeistern, wenn Du der Meinung bist, das Subventionssystem der Allgemeinheit ist unser Heilsbringer.
[re:10] DRMfan^^ am 28.06. 15:26
+ -
@bAssI: Wieso muss jeder Reisen können? Also in der Umgebung meinetwegen, aber Bundesweit?

Das fiese ist ja, dass es am Ende nicht die Reichen zahlen, sondern der Mittelstand. Für die Reichen lohnen sich Steuervermeiderberater.
[re:11] DRMfan^^ am 28.06. 15:29
+ -
@bAssI: Viel skuriler: Du zahlst ab einen gewissen Alter mehr in die Pflegeversicherung, wenn du Kinderlos bist. du bekommst also nicht nur weniger (verständlich) sondern zahlst sogar drauf. Nochmal zahlen dann unverheiratete drauf.

Nebenbei: Du zahlst kein Arbeitslosengeld, sondern einen Beitrag zur Arbeitslosenversicherung. Arbeitslosengeld ist das, was du bekommst, nicht was du einzahlst.
[re:12] DRMfan^^ am 28.06. 15:31
+ -
@WinYesterday: Nur 20% Einkommen haben und dafür ÖPNV und Eintritt frei in allen Kommunalen/Staatlichen belangen? Wäre in meinen Augen exzessiv teuer.
[re:13] WinYesterday am 28.06. 15:37
+1 -
@DRMfan^^: Die "GEZ" hätte ich Dir da auch schon eingepreist. Dann kommt es doch das hin :)
[re:14] DRMfan^^ am 29.06. 09:13
+ -
@WinYesterday: Könnte man auch als "Eintritt" im weiteren Sinne sehen, aber daran hatte ich tatsächlich nicht gedacht.
[o8] Frankenheimer am 28.06. 08:02
+1 -5
Solange das vergünstigte Ticket nicht an gewisse Entfernungen gekoppelt ist, bleibt es eine Subvention für Städter, die ohnehin in einem gutem ÖPNV sitzen. Dem Bewohner auf dem Land mit seinen 3 Busfahrten am Tag nützt sowas dann herzlich wenig. Ein Anreiz, unabhängig von der derzeitigen Verfügbarkeit des ÖPNV wäre es die Subvention daher an die Entfernung des Zielortes zu koppeln. Sprich, Wer in München wohnt bekommt keine Subvention, wer täglich 100km außerhalb nach München pendelt eben viel.
[re:1] bAssI am 28.06. 09:25
+3 -1
@Frankenheimer: Kindergeld ist auch eine Subvention für Familien, die auch von Leuten getragen wird, die keine Kinder wollen und sogar von denen, die keine bekommen können.

Steigert das Ticket die Nachfrage, wird auch der Druck größer, den ÖPNV in ländlichen Regionen auszubauen. Denn auch dort gibts dann Leute, die lieber mit ÖPNV günstiger unterwegs sein wollen, wie diese "Städter" ....

Aber ja, erstmal rummaulen das das nichts bringt, hilft bestimmt.
[re:1] WinYesterday am 28.06. 13:34
+ -
@bAssI: Ja, genau, der Druck wird erhöht. Wie beim Breitband. Das ist auch lächerlich, was da Minimum ist.
In der Praxis wird dann wegen der hohen Auslastung in Städten die Taktung von 15 Minuten auf 10 Minuten verringert und bei der Landbevölkerung heisst es dann "ja, wieso, bei Euch fährt doch ein Bus. Besser als wenn kein Bus fährt."
[re:1] bAssI am 28.06. 13:58
+ -1
@WinYesterday: Also bei mir aufm Land (7000 Einwohner) hab ich seit fast 2 Jahren nun Glasfaser ... in einem Wohngebiet was älter als 30 Jahre ist.
Und die Bauernhöhe im Landkreis werden aktuell auch angeschlossen.

Es kann nun mal nicht alles gleichzeitig passieren.
Und man darf hier nicht die Interessen eines privaten gewinnorientierten Unternehmens mit denen einer öffentlichen Einrichtung in einen Topf werfen.
Ja die Bahn ist privatisiert aber gehört alleinig dem Bund. Man kann also was machen, wenn man möchte.
[re:2] skrApy am 28.06. 14:07
+1 -1
@Frankenheimer: es zwingt dich niemand buxtehude zu leben wo nur 3 mal am Tag rin Bus fährt .... dann zueh gefälligst um...
[re:3] Drachen am 28.06. 20:27
+ -
@Frankenheimer: Also wo es keinen ÖPNV gibt, sollen die Tickets günstig sein und wo es einen gut ausgebauen ÖPNV gibt, soll dessen Nutzung nicht attraktiver gemacht werden und die Tickets nicht günstig sein?
[o9] markuswin am 28.06. 09:18
+ -
Finde ich schon seltsam .. Seit es die günstigen Tickets gibt, sind die Züge in Bayern knackevoll.. das Thema Virus und Abstände interessiert niemanden mehr ..
[re:1] skrApy am 28.06. 14:08
+ -3
@markuswin: und wo ist das problem ?
[10] bigspid am 28.06. 09:52
+ -
Wichtig wäre in erster Linie ein sauberes Finanzierungsmodell für die Öffentlichen auf die Beine zu stellen. Bei uns hat sich die Situation mit diesem Jahr nämlich ein gutes Stück verschlechtert. Möchte mein Bruder mich mit Bus und Bahn besuchen kommen, dauert es nicht mehr etwa 1,5h, sondern fast 3h dank langem Aufenthalt in einer Stadt, bis der Anschluss mal fährt.

Dann gibt es auch keine Möglichkeit mit dem Bus zur nächsten Sbahnstation zu kommen, die mit dem Auto in 12min erreicht ist. Stattdessen fährt man in die entgegen gesetzte Rixhtung für 40min, bis man den Bahnhof erreicht, um dann erst Zug zu fahren, bis der Umstieg in die SBahn erfolgt. Schuld daran ist die Art und Weise, wie Regierungsbezirke, Gemeinden, Landkreise organisiert sind. Im Enzkreis (Südrand) sind wir nach Pforzheim orientiert, obwohl Weil der Stadt (Landkreis Böblingen) deutlich näher dran ist. Für die Bewohner ist das absoluter Mist, viele fahren mit dem Auto 15min zum Bahnhof, um dann von dort 45min mit der Bahn weiter zu fahren. Eine Möglichkeit das Auto stehen zu lassen gibts nur mit dem Taxi, oder über einen gigantischen 3h Umweg mit den Öffentlichen.

Es braucht meiner Meinung nach 2 Dinge:
1. Eine anständige Finanzierung der Öffentlichen gekoppelt an Ausbau/Fahrplanziele
2. Finanzielle Anreize die Öffentlichen zu nutzen.

Das günstige Ticket deckt nur den zweiten Punkt ab. Viel wichtiger ist jetzt aber wir beim Breitbandausbau gewisse Ziele zu definieren. Das könnte zB sein, dass der 10km Umkreis (egal wo auf dem Land!) mit einem Bus oder Bahn erreichbar sein muss. Das würde den Menschen auf dem Land brauchbare Anreize liefern. Denn eine Alternative zum Auto stellen die Öffentlichen vielerorts nicht dar. Mein Arbeitsweg zB mit dem Auto: 15min, Fahrrad: 30min, Bus und Bahn: 3h.
[re:1] skrApy am 28.06. 14:08
+ -3
@bigspid: na dann werd politiker und poste sowas nicht auf winfuture und hoffe darauf das andere für dich die arbeit machen.
[re:1] bigspid am 28.06. 16:43
+1 -1
@skrApy: Bin zwar kein "Politiker", aber dennoch in die Richtung aktiv. Solche Posts auf WF locken nicht nur solche wie dich an, sondern auch Menschen, die an einem konstruktiven Diskurs interessiert sind und eigene Ideen anbringen.

Ich frag mich immer, was in den Köpfen von Leuten wie dir vorgeht, bevor so ein Kommentar kommt...das ist absolut nichtssagend, trägt nicht zur Debatte bei und lässt auch dich selbst nicht in einem guten Licht dastehen. Fühlst du dich von konstruktiven Beiträgen bedroht? Oder führt dir das nur die eigene Untätigkeit vor Augen, dass du so defensiv reagieren musst? Fragen über Fragen...
[re:1] skrApy am 29.06. 01:09
+ -
@bigspid: sorry ich lese aber immer nur deutsche besserwisserei aber mehr passiert in der regel nicht….nicht quatschen, machen !
oder

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